Der Angermünder Ortsteil Schmiedeberg hat keinen Ortsbeirat mehr. Bürgermeister Frederik Bewer musste ihn für auflösen, da zwei der drei Mitglieder ihr Mandat niedergelegt hatten.
Laut Brandenburgischem Kommunalwahlgesetz müssen nun Neuwahlen stattfinden. Im Wahlgesetz heißt es dazu: Ist mehr als die Hälfte der nach § 6 Absatz 2 und 3 oder § 20 Absatz 5 in Verbindung mit § 6 Absatz 2 vorgesehenen Sitze unbesetzt, so ist die Vertretung aufzulösen. Die Aufsichtsbehörde nimmt die Auflösung vor. Die Ortsbeiräte der Angermünder Ortsteile sind mit drei Mitgliedern besetzt und bestehen aus dem Ortsvorsteher, dem Stellvertreter und einem Mitglied.

Zwangsverwaltung in Angermünde

Schmiedeberg wird derzeit bis zur Neuwahl eines Ortsbeirates durch die Angermünder Stadtverwaltung „zwangsverwaltet“. Die Neuwahl des Ortsbeirates ist für den 6. Dezember 2020 anberaumt.
In Vorbereitung auf diesen wichtigen Termin lädt Bürgermeister Bewer alle Einwohner des Dorfes am 18. September um 18 Uhr zu einer Dorfversammlung in Schmiedeberg ein. Dabei möchte er über das Prozedere der Wahl und die Vorgehensweise der Kandidatenvorschläge informieren und auch über die Bedeutung dieser Wahl eines einsatzfähigen Ortsbeirates in Schmiedeberg ins Gespräch kommen. In den Ortsteilen wird es immer schwieriger, ehrenamtliche Mitstreiter für die Ortsbeiräte zu motivieren und zu gewinnen. dw