Aufstehen, tanzen, singen – gegen Gewalt gegen Frauen, das ist die Idee von One Billion Rising, der größte solidarische Tanzprotest der Welt. Seit 2016 gehört Angermünde dazu. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Wegen der Corona-Beschränkungen kann One Billion Rising nicht wie gewohnt mit hunderten Teilnehmern getanzt werden.
Doch ausfallen lassen ist für die Angermünder Projektgruppe um Christina Greßmann, Tanzlehrerin der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule Angermünde, keine Option. Sie haben ein Video gedreht, das informieren und aufrütteln will, denn Gewalt gegen Frauen ist kein Thema, das mal Pause macht.

Stress, Frust und Isolation durch Corona verschärft Gewaltbereitschaft

Gerade die Corona-Pandemie mit ihren monatelangen Kontaktbeschränkungen auf die eigenen vier Wände verschärft für viele Betroffene die Situation und macht es ihnen zugleich noch schwerer, auf sich aufmerksam zu machen und Hilfe zu holen. „Wir wollen mit unserem Video Betroffenen Mut machen und zeigen Möglichkeiten der Hilfe auf“, erklärt Christina Greßmann. Für manche ist das Frauenhaus in Schwedt die letzte Zuflucht, um der Spirale aus Angst und Gewalt zu entkommen.
Deshalb möchte das Angermünder One Billion Rising-Team in diesem Jahr mit seiner Aktion dieses einzige Frauenhaus in der Uckermark unterstützen und ruft zu Spenden auf. „Wir sagen damit ganz klar: Jede Frau hat das Recht auf ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben! Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung und Förderung! Nein heißt Nein!“, so die Organisatoren. Sie bereiten schon jetzt One Billion Rising 2022 vor und freuen sich über Ideen, Spenden und Unterstützung.

Kontakt für Spenden für das Frauenhaus Schwedt über Frau Wilke: Telefon 03332 3899996. Zum Video: www.x-tina.de/one-billion-rising