Das Gebäude, das fast 100 Jahre auf dem Buckel hat, muss auf den neuesten Stand gebracht werden. Der Altbau entspricht nicht mehr den Brandschutzbestimmungen, erklärt Uwe Salzwedel, Sachbearbeiter beim Liegenschafts- und Schulverwaltungsamt des Landkreises. Er ist für investive Baumaßnahmen zuständig. "Der Bau stammt aus dem Jahr 1916. Wir müssen hier baulich nachbessern", sagt er.
Die Schule ist an Bauarbeiten gewöhnt. In den letzten Monaten hat sich im Inneren bereits einiges getan. Im vorigen Jahr wurde im Haus eine Stahltreppe als zusätzlicher Fluchtweg eingebaut. Dadurch sind Räume verloren gegangen, ebenso durch den Einbau einer Cafeteria im Erdgeschoss. Derzeit werden im Dachgeschoss, in dem sich früher einmal Internatsräume befanden, Räume ausgebaut. Bei dieser Gelegenheit erfolgt auch die Installierung einer Brandmeldeanlage. Dicht schließende Türen werden eingebaut, ebenso eine Sicherheitsbeleuchtung für den Rettungsweg. "Da der geforderte zweite Fluchtweg aus baulichen Gründen nicht eingebaut werden kann, haben wir uns für die Bypasslösung entschieden", erklärt Uwe Salzwedel. Das heißt, dass von Raum zu Raum Durchgänge geschaffen wurden. Hier entstehen kleine Seminar- und Lehrervorbereitungsräume. Auch die Regionalstelle der Kreisvolkshochschule, die sich in einem Teil des Hauses befindet, erhält hier zwei zusätzliche Räume.
Im zweiten Obergeschoss sind die Handwerker momentan ebenfalls zugange. Hier werden die Türen ebenfalls durch brandschutztechnisch sichere Zargen und Türblätter ersetzt. Gleichzeitig werden neue Decken eingezogen. "Die Raumakustik ist ein wichtiges Thema, das lange vernachlässigt wurde", sagt Uwe Salzwedel. Bei der Installation der Zwischendecke werden gleich die Leitungen für die Brandmeldeanlage mit verlegt.
Auch das Haupt-Treppenhaus im Altbau des Gymnasiums soll eine Veränderung erfahren. Rechts und links der Treppe werden Rauchschutztüren eingebaut. "Es sind Alu-Glas-Türen, die offen stehen", erläutert Uwe Salzwedel. Im Ernstfall werden sie geschlossen und halten den Rauch aus den anderen Gebäudeteilen fern.
Bis zum Beginn des neuen Schuljahres werden die Baufirmen, die alle aus der Uckermark kommen, nicht ganz fertig. "Ich schätze, dass die Räume ab der zweiten Schulwoche nutzbar sein werden", sagt Uwe Salzwedel, der die gute Zusammenarbeit und mit der Schulleitung und ihr Verständnis für die Bauarbeiten lobt. "Bei laufendem Schulbetrieb ist es schwierig zu bauen, das Zeitfenster in den Ferien aber ziemlich klein." Der nächste Bauabschnitt in der ersten Etage wird bis zu den nächsten Ferien warten müssen.
Insgesamt investiert der Landkreis in die Arbeiten am Gebäude eine knappe Millionen Euro. Dafür kann das Einstein-Gymnasium seinen 100. Geburtstag im nächsten Jahr in einem runderneuerten Haus begehen.