Unzureichende Auskünfte und monatelanges Blockieren von Entscheidungen werfen Angermünder Abgeordnete der Stadtverwaltung bei der Umsetzung von Beschlüssen zur Entwicklung des Tierparks vor. Es geht um die Anpassung und Verlängerung des Vertrages mit der Betreibergesellschaft von Dennis Sonnenberg sowie um ein Finanzierungs- und Entwicklungskonzept.

Abgeordnete warten auf Unterlagen

Im Dezember sollte laut SVV-Beschluss eine Entscheidung zur Weiterentwicklung des Tierparks getroffen werden, doch wochenlang warten die Abgeordneten auf Auskünfte und Unterlagen der Verwaltung. Heiko Poppe, Fraktionsvorsitzender der Linken, hakte deshalb im Hauptausschuss nach, weil er auch auf schriftliche Anfragen von der Verwaltung keine Antwort erhielt. Obwohl der Wirtschaftsprüfbericht zum Tierpark schon wochenlang in der Verwaltung zur Prüfung vorläge, erhalten ihn die Abgeordneten erst ein paar Tage vor der SVV und hätten damit keine Chance, dazu Fragen zu stellen oder zu diskutieren, kritisiert Poppe.

Gesprächstermin für Dienstag zugesichert

Auch SVV-Vorsitzender Wolfgang Krakow bemängelt, dass das Thema seit 2018 diskutiert werde, ohne konkrete Ergebnisse. Es gehe vor allem um die Finanzierung, die nicht auskömmlich sei und keine Planungssicherheit gewähre, ergänzte SPD-Fraktionschef Olaf Theiß.
Fachbereichsleiterin Maria Schmidt, zu deren Ressort der Tierpark gehört, erklärte im Hauptausschuss, dass die Unterlagen in Bearbeitung seien und an die Abgeordneten verschickt werden. In der kommenden Woche soll es Gespräche mit dem Betreiber Dennis Sonnenberg geben. Das bestätigte der Tierpark am 8. Dezember einen Termin für ein Treffen gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer erhalten hat. Offenbar soll es um den Vertrag gehen, der dann am 16. Dezember in der SVV zum Beschluss vorgelegt werden soll.
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