Als sich die Wege mit dem alten Verein trennten, gründete sie mit zehn Gleichgesinnten aus ganz Brandenburg den neuen Tierschutzverein. Das Genehmigungsverfahren ist absolviert, die Gebühren haben die Mitglieder privat finanziert und können nun als eingetragene, gemeinnützige Organisation Spenden einwerben, um damit das Tierheim in Segovia zu unterstützen, Futter- und Tierarztkosten, Ausstattung und auch Transporte zu finanzieren. In Segovia gibt es noch keine Stromversorgung. Auch eine Quarantänestation soll dort mit der Unterstützung des Vereins aufgebaut werden. In erster Linie gehe es um Hilfe zur Selbsthilfe, betont Brigitta Berkner. Der junge Verein sucht Mitstreiter, Sponsoren, Förderer, Paten, Pflegestellen und Menschen, die ein Tier aufnehmen wollen. "Tiere kennen keine Grenzen", begründet Berkner ihr Engagement, auch wenn sie weiß, dass es Kritiker des Auslandstierschutzes gibt. Das Veterinäramt des Landkreises Uckermark wacht mit strengem Auge über jede Überführung und genehmigte die Pflegestelle für Hunde von Brigitta Berkner ganz offiziell.
"Mich hat das Schicksal dieser grausam gequälten Hunde in Spanien sehr berührt, als ich Videos sah von abgemagerten Galgos mit Verätzungen durch Säure oder klaffenden Wunden durch Axthiebe. Ich wollte helfen." Galgos werden in Spanien traditionell für die Jagd gezüchtet und oft unter widrigsten Bedingungen gehalten. Ist die Jagdsaison beendet, sind die Tiere nutzlos und werden entsorgt, an Bäumen aufgehängt, totgeschlagen oder in Brunnen geworfen. Spanische Tierschützer kämpfen gegen diese grausame Tierquälerei, die verboten ist. Doch noch immer müssen jährlich tausende Galgos leiden. Brigitta Berkner hat bereits zwölf Galgos aus spanischen Tierheimen in Pflege genommen und sie für eine Vermittlung in ein liebevolles Zuhause vorbereitet. Ehrenamtlich. Sie vermittelt ihre Hunde in Deutschland, nach Holland und in die Schweiz. Die ersten Hündinnen Verona und Lusi sind bei ihr geblieben und helfen bei der Sozialisation von Neuankömmlingen, die Brigitta Berkner aufpäppelt, Vertrauen aufbaut, sie erzieht, an  Wohnung, Leine,  andere Hunde, Menschen und Straßenverkehr gewöhnt. Jüngster Pflegling ist die dreieinhalbjährige Sophia, die auf ein Zuhause wartet. Brigitta Berkner schaut sich vor jeder Vermittlung genau an, ob Hund und Familie zusammenpassen und begleitet die Eingewöhnung. Jetzt kann sie die Arbeit im neuen Verein auf breitere Schultern verteilen.
Kontakt:b.berkner@tsv-nuevavida.de, Tel. 0152 34533082

Steckbrief Galgo, der spanische Windhund


Der Galgo Español ist einer der Vorfahren des Großen Englischen Windhundes (Greyhound). Die langgezogene schmale Körperform machte ihn zum idealen Jagdhund, zum Beispiel für Hasen. Er erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 65 km/h und ist sehr ausdauernd. Vom Wesen her sind Galgos sehr ruhig und zurückhaltend, können aber sehr anhänglich und menschenbezogen werden, wenn sie Vertrauen fassen. Galgos sind intelligent und pflegeleicht und dösen gern stundenlang auf der Couch oder  auf ihrer Decke, haben aber im Freien einen ausgeprägten Jagdinstinkt und brauchen täglich Auslauf.