Dienstpläne, Vertretungen, Schulungen, Vor- und Nachbereitungen - die Wochenenden sind durchgetaktet und ausgeplant. Jeden Sonnabend, jeden Sonntag, von morgens bis abends. Was Ingelore Pöschl und ihre vielen Kollegen dann leisten, ist ein Vollzeitjob mit klaren Aufgaben und vielen unvorhersehbaren Überraschungen. Dabei sind sie weder Angestellte, noch bekommen sie auch nur einen Cent Lohn. Sie sind die ehrenamtlichen Helfer im Infopunkt zum Unesco-Weltnaturerbe Grumsin in Altkünkendorf.

Kultur- und Heimatverein betreibt den Infopunkt ehrenamtlich

Der könnte nicht durchgängig betrieben werden, würden sich nicht engagierte Bürger ehrenamtlich hier einbringen. Vermutlich gebe es noch nich einmal einen Infopunkt im Dorf unmittlbar am Grumsin, hätte sich nicht vor zehn Jahren der Ortsbeirat und der Heimat- und Kulturverein Altkünkendorf mit Unterstützung der Stadt Angermünde so sehr dafür eingesetzt und sich bereit erklärt, diese Besucherinfo durch den Verein zu betreuen. In der Hoffnung, das irgendwann einmal professionll zu managen. Immerhin gibt es inzwischen zwei MAE-Kräfte.

25 Helfer sind es, und es könnten noch mehr sein

Doch an Wochenenden und Feiertagen obliegt die Betreuung weiterhin den Ehrenamtlichen. 25 Helfer sind es inzwischen. Es könnten mehr sein, sagt Ingelore Pöschl. Die meisten sind schon im Rentenalter. Sie kommen aus Altkünkendof aber auch aus Nachbarorten wie Wolletz.
Von der Begrüßung der Besucher, über Auskunft zu Wanderrouten, Sehenswürdigkeiten, Gastronomie in der Umgebung, Busfahrzeiten, Besonderheiten der Natur bis hin zur Vermittlung von Unterkünften oder Erste Hilfe bei kleinen Wehwehchen reicht ihre Arbeit.

Besucher geben Dank und Lebensfreude zurück

Sie schließen auch die Kirche auf, um Besucher auf die Aussichtsplattform zu geleiten. „Es ist viel Arbeit und manchmal auch anstrengend, so oft an den Wochenenden im Einsatz zu sein, aber es macht Spaß und man spürt die Dankbarkeit der Gäste“, gesteht Ingelore Pöschl. „Es gibt so viel Lebensfreude, was uns Besucher widerspiegeln. Wenn sie begeistert aus dem Wald zurückkehren, gibt das auch uns Kraft“, ergänzt Gundula Lütgert.
Die Helfer sind selbst schon alle Wege abgelaufen, werden geschult und kennen sich aus, sodass sie auch ganz persönliche Tipps geben können. „Ich lebe schon immer hier und kenne den Grumsin von Kindheit an. Er war einfach schon immer da. Aber dass er so etwas Besonderes ist, haben wir gar nicht gesehen. Das macht schon stolz, hier zu leben, wor andere gern Urlaub machen“, meint Ingelore Pöschl.

Helferteam ist eine eingeschworene Gemeinschaft

Auch die Gemeinschaft der Helfer schenkt Freude. „Wir sind ein tolles Team. Wir wünschen uns einfach Frieden und Zusammenhalt im Dorf“, sagt Monika Kötz.
Dieses Ehreamt des Altkünkendporfer Vereins würdigt auch der Angermünder Bürgermeister Frederik Bewer in höchsten Tönen und lud zum Grumsin-Jubiläum alle Helfer zu einem gemütlichen Grillabend im Kirchgarten ein. „Die Helfer sind seit Jahren verlässlich, konstant und professionell zu 110 Prozent im Einsatz. Das ist nicht selbstverständlich. Sie stehen für offene und herzliche Gastfreundschaft“, gibt Bewer seinem Dank Ausdruck