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Vattenfall lockt
 mit Aufträgen

DKLEMENTZ / 25.05.2010, 08:17 Uhr - Aktualisiert 25.05.2010, 13:59
Beeskow (In House) Der Energieversorger Vattenfall stellt den „Projektregionen“ Landkreis Oder-Spree und Märkisch-Oderland für den Fall der praktischen Umsetzung der CCS-Technologie bedeutende Aufträge für die regionale Wirtschaft, Arbeitsplätze und Investitionen in Aussicht.

Schon jetzt seien fünf Millionen Euro für vorbereitende Arbeiten in die Region geflossen, heißt es. Weitere vier Millionen Euro seien für Baufirmen an Umsatz drin, die mit dem Beginn der Erkundung der unterirdischen Speicherplätze im Raum Neutrebbin und Beeskow/Birkholz die Bohrplätze und Wege herrichten dürfen. Bohrservice, Logistik für die Seismik, Natur- und Landschaftsschutz sind nach Angaben des Energieversorgers weitere Gebiete, in die Vattenfall dabei Geld stecken werde.

Der Konzern spricht in dem Zusammenhang von 
15 bis 20 Hilfskräften, die für ein halbes Jahr für die seismische Untersuchung gebraucht würden.

Beschäftigung will das Unternehmen auch mit der Einrichtung der Vor-Ort-Präsenz Beeskow für Maler-, Elektro- und Inneneinrichtungsfirmen sichern. Auch für lokale Sicherheits-, Reinigungs- und Cateringfirmen oder Unterkünfte fließe Geld, wird festgestellt. Für die „geologische Kampagne“ müssten rund 
100 Mitarbeiter untergebracht und versorgt werden.

Insgesamt lässt sich Vattenfall die geologische Erkundung etwa 80 Millionen Euro kosten. Zähle man die Speichererrichtung und den Pipeline-Bau hinzu, kommen 200 Millionen Euro Investitionen in Brandenburg zusammen, teilte das Unternehmen weiter mit.

Mit dem Demonstrationsprojekt will Vattenfall zusätzlich zu den bereits heute existierenden 50 Stellen für die Forschung, Entwicklung und Realisierung der CCS-Technologie zusätzlich 15 bis 20 Arbeitsplätze für den Betrieb der Anlagen zur CO2-Abscheidung und -Speicherung schaffen.

Das Demo-Projekt werde weltweit Beachtung finden und Brandenburg als Innovationsstandort etablieren, verspricht Vattenfall. Die Gesamtinvestitionskosten dafür beziffert der Konzern auf rund 1,5 Milliarden Euro. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Gemeinden durch die Gewerbesteuern bei der Neuansiedlung von Anlagen und Beschäftigungseffekte profitieren.

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Stefan Schick 27.05.2010 - 14:09:15

Die vielen,vielen Arbeitsplätze die Vattenfall nicht schafft und auch nicht bezahlt

Herr Klementz wie recherchieren sie eigentlich?: "Der Konzern spricht in dem Zusammenhang von 15 bis 20 Hilfskräften, die für ein halbes Jahr für die seismische Untersuchung gebraucht würden." Sehr interessant. Wissen Sie nicht was “temporäre Hilfskräfte" für ein halbes Jahr heißt: Vattenfall will also von der öffentlichen Hand bezahlte Ein-Euro-Jobber haben und verkauft das Ganze auch noch Schaffung von Arbeitsplätzen. Schon jetzt seien fünf Millionen Euro für vorbereitende Arbeiten in die Region geflossen, heißt es. Wo sollen sie geflossen sein. Haben Sie eigentlich mal nach Belegen hierfür gefragt . „Wie zu erwarten war, bleibt das versprochen Jobwunder durch CO2-Verpressung wohl aus“ kommentierte Udo Schulze, Vorsitzender der Bürgerinitiative „CO2-Endlager stoppen“ aus Beeskow die Ankündigung des schwedischen Energiekonzernes.“ Mit temporären Jobs im Niedriglohnsektor kann man die zu erwartenden Arbeitsplatzverluste in Bereich Tourismus nicht aufwiegen“, erklärt Schulze. Durch das „Stigma Endlageregion“ werden in Zukunft weniger Gäste in die mittelalterliche Stadt Beeskow und in die Urlaubsregion rund um den Scharmützelsee kommen, so die Befürchtung der Bürgerinitiative. „Wer will schon gerne einen Wellness-Urlaub in einem Solebad machen, wenn man weiß, dass Vattenfall sein CO2, inklusive max. fünf Prozent Reststoffe, wie Quecksilber, Blei und Arsen, in den salzwasserführenden Schichten eingelagert hat“, gibt Schulze zu Bedenken.

D.P. 26.05.2010 - 08:11:57

Plumper geht's nimmer!

Tja, und wenn dann die Haftung für die Endlager auf die Bevölkerung über- geht, dann zahlt der Steuerzahler u. zahlt u. zahlt u. zahlt... Schließlich darf das CO2 nie wieder die Endlager verlassen. Alle nachfolgenden Generationen werden sich damit herumschlagen müssen. Tausende von Jahren!!! Aber es sind ja 15 bis 20 Arbeitsplätze entstanden!

Milo 25.05.2010 - 20:42:47

Wir gehen Vattenfall nicht auf dem Leim

Genau. Wir ist Ostbrandenburg werden uns den kruden Ideen des schwedischen Energiekonzernes nicht beugen. Wir sind das Volk und nicht der KohlekraftwerksbetreiberVattenfall

GT 25.05.2010 - 17:42:03

Vattenfall auf den Leim gehen??

Was Vattenfall in Dänemark nicht geschafft hat soll jetzt in Brandenburg funtionieren? http://www.wir-klimaretter.de/content/view/2931/70/ Siehe auch google: CO2 Lager Vattenfall Dänemark Hoffentlich spuckt Brandenburg diesen Köder aus!!

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