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Stadt regt den Bau von Mehrfamilienhäusern an und denkt dabei an Standorte im Innenstadtbereich sowie an der Bahnhofstraße

Biesenthaler Wohnungen äußerst gefragt

Brigitte Horn / 10.01.2012, 07:44 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die märkische Kleinstadt zwischen Bernau und Eberswalde kann mit Fug und Recht als beliebter Wohnstandort bezeichnet werden. Der Leerstand von Wohnungen geht in Biesenthal gegen Null. Daher will die Stadt jetzt den Bau von Mehrfamilienhäusern anregen.

Wenn Wohnungsverwalter Jürgen Fraatz von der Wobau in die Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung geladen ist, steht den Stadtverordneten in aller Regel kein unangenehmer Tagesordnungspunkt bevor. Es geht dann um die nahezu 350 kommunalen Wohnungen, die gut nachgefragt sind. Für jede freiwerdende Wohnung gibt es mehrere Bewerber. Das hat die Stadtverordneten angeregt, den Bau von Mehrfamilienhäusern zu fördern, wie in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung informiert wurde.

"Wir stellen uns vor, dafür städtische Grundstücke interessierten Investoren zu verkaufen", erläutert Biesenthals Bürgermeister André Stahl. Dabei wolle man, soweit möglich, den Zuschnitt der Flächen attraktiv gestalten. Gebunden werden soll der Verkauf der Grundstücke an eine Verpflichtung, innerhalb von drei Jahren mit dem Bau der Mehrfamilienhäuser zu beginnen.

Mögliche Standorte für eine solche Wohnbebauung sind der Innenstadtbereich, die Steinstraße oder die Breitscheidstraße, wo Vier- bis Sechsfamilienhäuser entstehen könnten. Auch in der Bahnhofstraße hat die Stadt noch zwei Grundstücke, die für eine Mehrfamilienhausbebauung in Frage kommen, teilt Stahl mit. Biesenthals Bürgermeister ist sich dabei bewusst, dass in größeren Städten Investoren im Wohnungsbau eine etwas höhere Miete verlangen können als in Biesenthal. Viele seien zum Beispiel eher auf Bernau fokussiert. Der Vorteil in Biesenthal sei aber insbesondere die große Nachfrage nach Wohnungen.

Als Beispiel nennt der Bürgermeister das Wohn- und Geschäftshaus an der August-Bebel-Straße, in dem künftig die Sparkasse einziehen wird. Innerhalb von vier Wochen nach der öffentlichen Information über das Bauvorhaben sind alle Wohnungen vermietet gewesen. Das war zu einem Zeitpunkt, als noch nicht eine Mauer dieses Hauses stand. In der Vergangenheit haben im Übrigen auch viele Berliner in Biesenthal eine Wohnung gemietet.

Dass neben den privat gebauten Häusern genauso die kommunalen Wohnungen, darunter auch die "Platte", so gefragt sind, hat sicher mehrere Ursachen. Die Plattenbauwohnungen im Viertel Grüner Weg/Schützenstraße wurden mit erheblichem finanziellen Aufwand um die Jahrtausendwende von Grund auf saniert und erhielten eine vollkommen neue Bauhülle. Trotz der Belastung mit den Krediten für die Sanierung zeichnete sich zumeist, wie auch im Jahr 2009, ein positives finanzielles Ergebnis bei der Bewirtschaftung der Mietwohnungen ab.

Auch nach dem Abschluss der Sanierung blieben die Plattenbauwohnungen weiterhin im Fokus. In jüngster Vergangenheit ist in die Fernwärme investiert sowie ein Block in der Schützenstraße mit Wärmedämmung versehen worden.

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