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Amt Biesenthal-Barnim lässt sich Jugendarbeit einiges kosten / Rockende Eiche und Kinderfilmfest wieder eingeplant

Treffs mit Wohlfühlatmosphäre

Häufiger Anziehungspunkt: Der Computerraum im Biesenthaler Jugendtreff "Kulti". Dort beschäftigten sich Sebastian Stamer, Tom Müller und Aimee Waesche (stehend, v.l.) sowie Jean Preuß, Lolita Leipold und Lea-Sarah Florschütz (sitzend, v.l.).
Häufiger Anziehungspunkt: Der Computerraum im Biesenthaler Jugendtreff "Kulti". Dort beschäftigten sich Sebastian Stamer, Tom Müller und Aimee Waesche (stehend, v.l.) sowie Jean Preuß, Lolita Leipold und Lea-Sarah Florschütz (sitzend, v.l.). © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 16.02.2012, 07:17 Uhr
Biesenthal (MOZ) Mit allein 20 000 Euro für die inhaltliche Arbeit ist die Jugendarbeit in den sechs Gemeinden des Amtes Biesenthal-Barnim im vergangenen Jahr unterstützt worden. Die Amtsjugendkoordinatorin zog im Amtsausschuss Bilanz, kündigte neu Projekte an und warb für die weitere Unterstützung.

Im Amt Biesenthal-Barnim kommen Angebote für die Jugend, wie zum Beispiel Rockmusik, auch in die kleinen und entlegenen Dörfer. So fand in Breydin erstmalig im Rahmen des Erntefestes eine Rocknacht statt. Im größeren Biesenthal gab es auch 2011 die "Rockende Eiche". Zwölf Bands spielten dort, es kamen mehr Besucher als 2010 und in diesem Jahr steht mit dem 4. August der neue Termin fest. An diesen Rockspektakel waren und sind auch Jugendliche aus den anderen Orten des Amtes beteiligt.

So auch beim Kinderrechteprojekt im Jugendtreff "Kulti" in Biesenthal. "Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus der Region Biesenthal setzte sich eine Woche lang mit den Kinderrechten auseinander, komponierte ein Kinderrechtelied und setzte ihre Ergebnisse in einer Kinderrechtedemo auf dem Marktplatz in Biesenthal um", berichtete die Amtsjugendkoordinatorin Renate Schwieger. Das Projekt habe sich als ausbaufähig erwiesen und solle im Jahr 2012 ausgedehnt werden.

Das gilt für auch das Kinderfilmfest. Es war das zweite seiner Art, das in Biesenthal vom 28. November bis zum 2. Dezember 2011 in der Aula der Grundschule "Am Pfefferberg" Biesenthal stattfand. Es wurden nicht einfach nur Filme gezeigt, sondern Chorleiter, Märchenerzähler, Liedermacher, ein Choreograf und ein Moderator haben ein Programm rund um den Film gestaltet. 286 Kinder haben daran teilgenommen. In diesem Jahr wird es das dritte Kinderfilmfest in Biesenthal geben, bei dem auch die Grundschulen Grüntal und Marienwerder einbezogen werden, kündigte Renate Schwieger an. "Filme sind Fenster zur Welt. Sie machen mit fernen Ländern und fremden Kulturen bekannt", begründet sie diesen Schwerpunkt der Jugendarbeit.

Darüber hinaus hat sich eine Menge bei der Ausstattung der Jugendtreffs getan. So geht aus dem Bericht der Amtsjugendkoordinatorin hervor, dass in Biesenthal die Fassade neu gestaltet, ein Computerraum neu eingerichtet und ein Air-Hockeytisch angeschafft wurde. 2012 soll die Zufahrt mit Graffiti verschönert werden. In Melchow wurde 2011 der Spielplatz eingeweiht. Die Jugendlichen organisierten das Schorfheidemobil und bauten Stühle.

Im Jugendclub Tempelfelde wurden die Decke und die Sanitäranlagen erneuert. 2012 wollen die Jugendlichen ihren Jugendclub neu gestalten und mit einem Graffiti-Projekt verschönern. Für Rüdnitz wurden 25 Stühle, ein Pavillon und eine Tischtennisplatte gekauft. Außerdem gehören neue Fußböden zur Bilanz 2011. 2012 soll ein Medienraum eine neue Decke, einen Medienschrank, Verdunklung und einen Beamer erhalten.

Zusammenfassend verwies Renate Schwieger darauf, dass in den vergangenen Jahren pro Jahr etwa 20 000 Euro für inhaltliche Arbeit ausgegeben werden konnten. Dazu kämen dann noch Mittel für Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie Personal. "Sparen müssen auch wir, trotzdem sollten wir uns vor einem Sparen hüten, das uns den Weg in die Zukunft verbaut", mahnte sie. Um dem vorzubauen, hatte sie einen kleinen Zeichentrickfilm in ihren Vortrag vor dem Amtsausschuss eingebaut. Der stellte in nur wenigen Minuten dar, dass vernachlässigte Jugendliche die Gesellschaft später viel kosten, andererseits gut ausgebildete Jugendliche im Job Fuß fassen und Steuern zahlen können.

Mitglieder des Amtsausschusses und der Verwaltung zeigten sich ihrerseits mit der Arbeit der Jugendkoordinatorin zufrieden. Karl-Heinz Neu aus Biesenthal erinnerte daran, dass es gut war, sich vor Jahren für diese Stelle stark gemacht zu haben. Gudrun Zuppke aus Rüdnitz sprach Renate Schweiger ein Dankeschön aus und Vize-Amtsdirektor Volkmar Schönfeld überreichte ihr zum Dankeschön einen Blumenstrauß.

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