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Amtsschuss Biesenthal-Barnim bestätigt mittelfristiges Planungspapier der Feuerwehr

Weg für Investitionen frei

Helfer in der Not: Die Feuerwehr Biesenthal am 15. August vorigen Jahres beim Löschen eines Brandes in der Dewinsiedlung.
Helfer in der Not: Die Feuerwehr Biesenthal am 15. August vorigen Jahres beim Löschen eines Brandes in der Dewinsiedlung. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 17.02.2012, 07:31 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der Gefahrenabwehrbedarfsplan ist auf der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses Biesenthal-Barnim abgesegnet worden. Damit ist der Weg frei geworden, die für dieses Jahr geplanten Brandschutz-Investitionen auf den Weg zu bringen.

Der Haushaltsplan des Amtes und damit die Ausgaben für die Feuerwehr sind zwar bereits beschlossen worden, aber die Brandschutzausgaben haben einen Sperrvermerk. Der sollte erst nach Verabschiedung des Gefahrenabwehrbedarfsplans aufgehoben werden. Unter den Sperrvermerk gefallen sind unter anderem 1000 Euro für Rollos und Dachflächenfenster in Tempelfelde und Trampe, 4000 Euro für die 5-Jahresprüfung von Ölabscheideanlagen, 5000 Euro für die Erneuerung der Heiztherme für die Löschgruppe Rüdnitz, für rund 250 000 Euro der Umbau Feuerwehrgerätehaus Danewitz oder 6800 Euro für einen Schaum-Wasser-Werfer. Ausgenommen von dem Sperrvermerk waren allerdings die besonders sicherheitsrelevanten Investitionen in Löschbrunnen und Hydranten. In diesem Jahr sind dafür laut Bedarfsplan mehr als 100 000 Euro vorgesehen.

Ein Gefahrenabwehrbedarfsplan enthält allgemeine Aussagen über den Wirkungsbereich der Feuerwehren. Darin inbegriffen sind beispielsweise die Einwohnerzahl, Straßen, Energie- und Löschwasserversorgung. Er beschreibt besondere Schwerpunkte und legt von einer Analyse ausgehend die nächsten erforderlichen Schritte in den Wehren, insbesondere auch Investitionen, fest. Der jetzt mehrfach überarbeitete Plan fand in dem Gremium vom Grunde her Zustimmung, weil näher dran an den Erfordernissen und Möglichkeiten in den Gemeinden.

Dennoch gab es in der Amtsausschusssitzung in dieser Woche noch Fragen, wie zum Beispiel von Karl-Heinz Neu, Ausschussmitglied aus Biesenthal. Er fragte, weshalb denn ein Fahrzeug für den Amtswehrführer enthalten sei. Das stehe im Moment nicht an, so der Vorsitzende des Amtsausschusses André Stahl. In dem Bedarfsplan, der für fünf Jahre gelte, sei das Fahrzeug zum einen weit hinten eingetragen. Zum anderen werde der Plan in jedem Jahr fortgeschrieben. Alles stehe grundsätzlich unter den Haushaltsvorbehalt. Auf der Investitionsliste des Gefahrenabwehrbedarfsplans steht der als Kommandowagen deklarierte Pkw für das Jahr 2016 mit einer geschätzten Summe von rund 45 000 Euro.

Der Rüdnitzer Vertreterin Gudrun Zuppke fehlten Aussagen zur Löschwasserversorgung bei starkem Frost sowie Regelungen für Photovoltaik-Dächer. Was das Löschwasser betraf, so konnte Amtsbrandmeister Ingo Falk Entwarnung geben. Die Feuerwehr habe Technik zur Verfügung, um das Eis aufzuschneiden und so an das Wasser heranzukommen. Die Photovoltaik sei noch neu für die Feuerwehrleute. "Das ist ein wichtiges Thema, mit dem wir uns befassen müssen", sagte Falk. Angemerkt wurde außerdem für Rüdnitz sowie für Marienwerder, dass die aufgelisteten Schwerpunktobjekte zum Teil mit falscher Bezeichnung sowie nicht in jeden Fall auch nach der Reihenfolge der dort beschäftigten Personenanzahl geordnet sind.

Unter Berücksichtigung der Hinweise ist der Plan einstimmig befürwortet worden.

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