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Umbaumaßnahmen im polnischen Hafen / Erste Fahrt voraussichtlich am 10. April

"Bez Granic" vor Saisonstart

Dorothee Torebko / 09.04.2012, 08:00 Uhr
Güstebieser Loose/Gozdowice (MOZ) Sie ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen und Genießer von "Kawa, Kunst und Co": Die Fähre "Bez Granic" zwischen Güstebieser Loose und Gozdowice. Derzeit wird sie für die anstehende Saison fit gemacht.

Damit die deutschen Kunstkenner nach Gozdowice pendeln können, soll ab dem 10. April die Fähre zwischen Güstebieser Loose und Gozdowice verkehren. Am Mittwoch ist die Fähre in den polnischen Hafen eingelaufen und wird nun auf die neue Saison vorbereitet. "Wir müssen einiges überprüfen und Umbaumaßnahmen vornehmen, damit in dieser Saison alles reibungslos verläuft", sagt Agnieszka Ruchniak von der Stadtverwaltung in Mieszkowice.

"In der Saison 2011 war der Wasserstand sehr gut, deshalb konnten wir auch im April starten. Auch viele deutsche Touristen haben die Fähre genutzt", meint Ruchniak. Nach Angaben der Stadtverwaltung haben im vergangenen Jahr insgesamt 14 345 Deutsche und Polen übergesetzt. Darunter waren 8346 Fußgänger, 3771 Radfahrer und 2228 Autos. Die größte Auslastung bisher wurde im Jahr 2009 gemessen: 15 000 Touristen nutzten damals die Fähre. Seit 2008 gibt es eine kontinuierliche Steigerung, so Agnieszka Ruchniak weiter. "Wenn es in dieser Saison keine Wetterumschwünge geben wird, rechnen wir wieder mit ähnlichen Nutzerzahlen", meint Ruchniak.

Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung hält die Fähre für eine gute Möglichkeit, Touristen anzulocken. "Doch das allein reicht nicht. Wir müssen touristische Attraktionen schaffen, sowohl von deutscher als auch von polnischer Seite aus", sagt sie. So plant die Stadt Mieszkowice im kommenden Jahr, die Wanderwege für Nordic Walking auszubauen. Cafés, gut befahrbare Radwege und Beschilderungen sollen folgen. "Wir brauchen das Engagement der Leute, nur dann kommen die Touristen auch."

Menschen, die sich für den Tourismus beidseits der Oder stark machen, sind Monika Chalati und Rainer Wolff. Im vergangenen Jahr hoben sie das Kunstprojekt "Kawa, Kunst und Co" in Gozdowice aus der Taufe. Im ehemaligen Zollgebäude versammelten sie verschiedene Künstler, die dem alten Bau neues Leben einhauchten. Dazu gab es frischen Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Daran soll sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Allerdings hätten die Initiatoren gerne schon zu Ostern wieder geöffnet, bedauert Rainer Wolff. "Wir hatten eigentlich gehofft, dass die Fähre in dieser Woche schon wieder in Betrieb ist", sagte Wolff am Donnerstag. "Denn dann hätten wir schon alles einräumen können." Im Oktober - ebenfalls in Abhängigkeit von der Fähre - war von einem Tag auf den anderen Schluss und das Zollgebäude musste winterfest gemacht und alle technischen Geräte abtransportiert werden. "Natürlich sind wir sehr von der Fähre abhängig, aber sie bietet uns auf der anderen Seite auch eine große Chance", weiß Rainer Wolff. Sowohl polnische als auch deutsche Touristen hätten den Kunstmarkt im vergangenen Jahr gut angenommen. "Wir sind gespannt, wie es in diesem Jahr laufen wird", sagt Rainer Wolff. Neben Malerei, Keramik, Metallkunst, Textildruck, Holzarbeiten, Grafiken, Glaskunst und Bildhauerei werden in der kommenden Saison auch Bilder von Stefan Hessheimer zu sehen sein. Rainer Wolff und Monika Chalati planen, das Zollgebäude zum 13. April und dann immer freitags, sonnabends und sonntags zwischen 13 und 18 Uhr zu öffnen.

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