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Vierte Tafel erinnert an Treffen in der Zepernicker Kirche

Gedenken an Protest in DDR

Vorhang auf: Bürgermeister Rainer Fornell (l.) und Pfarrer Gerd Natho enthüllen an der Zepernicker Kirche die vierte Tafel, die an die DDR-Zeit in Panketal erinnert.
Vorhang auf: Bürgermeister Rainer Fornell (l.) und Pfarrer Gerd Natho enthüllen an der Zepernicker Kirche die vierte Tafel, die an die DDR-Zeit in Panketal erinnert. © Foto: Fabian Sauer
FOSCHROEDER / 29.04.2012, 19:10 Uhr
Panketal (sub) Die vorletzte Gedenktafel, die an die Geschichte der DDR in Panketal erinnert, wurde am Freitag von Bürgermeister Rainer Fornell und Pfarrer Gerd Natho enthüllt. Die vierte von insgesamt fünf Tafeln verweist darauf, wie die Kirchengemeinde der Sankt-Annen-Kirche im Oktober 1989 eine Bürgerversammlung einberief, um darüber zu diskutieren, was sich in der DDR verändern müsse.

Vor den rund 20 anwesenden Gästen am Sonnabend blickte Pfarrer Natho noch einmal zurück. "Das war damals schon spannend, immerhin wussten wir nicht, ob wir danach mit Repressalien zu rechnen hatten." Darum überraschte ihn auch der Zuspruch, den die Diskussionsrunde fand. Rund 300 Bürger müssten es wohl gewesen sein, schätzt er, denn die Menschen warteten sogar noch vor der Kirche. Und das obwohl die Staatssicherheit die Veranstaltung mit anonymen Mitarbeitern unterwandert und die Kirche umstellt hatte. Wegen dieses großen Zuspruchs wiederholte man die Diskussionsrunde auch.

"Das Gefühl, es könne sich was ändern, führte dann auch zu dem friedlichen Marsch gegen das Zentrale Aufnahmelager", erzählte Natho. Am Ende sorgte der Bürgerprotest dafür, dass das Gebäude in der Schönerlinder Straße geschlossen und später als Seniorenheim wiedereröffnet wurde. An das Aufnahmelager kann sich auch Christiane Herrmann noch gut erinnern. "Früher hat man das ja nur am Rande mitbekommen", sagt die Panketalerin. Darum sei es gut, das die Gemeinde mit den Schildern daran erinnere.

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Bald kein MOZ-Leser mehr 03.05.2012 - 17:42:41

Gedenken

Weg ist der 3.Kommentar!!

normal denkender Panketaler 01.05.2012 - 09:22:18

gedenken

Nach Anzahl der sogenannten Gedenktafeln muß man sich fragen ob es in Panketal mehr Widerstandskämpfer gegen den Kommunismus als gegen das Naziregim gab.Diese Tafeln wurden mit Steuergeldern bezahlt.Das hätte die Fraktion der linken aus Parteigeldern übernehmen müssen,denn die Linken sind doch eine Hinterlassenschaft des SED-Regims.

nachdenklicher Bürger 30.04.2012 - 19:26:13

gedenken

Panketal muß nach Anzahl der Gedenktafeln wohl ein Widerstandzentrum in der DDR gegen das Honeckerregim gewesen sein.Hoffentlich stehlen die panketaler Politiker Leipzig nicht die Schau.

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