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DB Regio übernimmt eine Strecke der Prignitzer Eisenbahn

Künftig hält die Prignitzer Eisenbahn nicht mehr in Oranienburg.
Künftig hält die Prignitzer Eisenbahn nicht mehr in Oranienburg. © Foto: MZV
Burkhard Keeve / 06.12.2012, 10:23 Uhr
Oberhavel (MZV) Die Prignitzer Eisenbahngesellschaft (PEG) muss kurz vor Weihnachten 25 Mitarbeiter entlassen. Grund sind fehlende Aufträge für den Zugbetrieb in der Prignitz und nun auch für die Strecke von Berlin-Lichtenberg nach Templin. Damit verliert die PEG ihr komplettes Streckennetz im Schienenpersonennahverkehr (SPNV).

"Das ist sicherlich bitter für unsere Mitarbeiter, jetzt die Kündigung zu erhalten", sagte am Mittwoch PEG-Geschäftsführer Wolfgang Kloppenburg. "Wir sind dabei, Sozialpläne zu erstellen." Wie viele Mitarbeiter bei der PEG noch übrig bleiben, wollte Kloppenburg nicht beantworten.

Das erste Streckennetz verlor die Prignitzer Eisenbahngesellschaft bereits im November an ihre Konkurrenz. Die Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) wird zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember den Betrieb auf dem sogenannten Netz Prignitz übernehmen. Hier hatte der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) den Potsdamern den Zuschlag für die Regionalbahnlinien RB 73 Pritzwalk - Neustadt (Dosse) und RB 74 Meyenburg - Pritzwalk im Auftrag des Landes Brandenburg erteilt.

Auch bei der Ausschreibung für ihr zweites bislang bedientes Streckennetz ging die PEG leer aus. Künftig wird die Regionalbahnstrecke RB 12 von Lichtenberg über Oranienburg und Zehdenick nach Templin nur noch von der Deutschen Bahn (DB Regio) bedient. Bei der Vergabe der RB-12-Strecke "sind wir zu unserer großen Überraschung nicht berücksichtigt worden", sagte Kloppenburg.

Bislang haben sich die DB Regio und die PEG den Betrieb auf der noch bis April wegen Bauarbeiten unterbrochenen Strecke geteilt. Am 9. Dezember "läuft der Vertrag mit der PEG zum Fahrplanwechsel aus", sagte am Mittwoch VBB-Sprecherin Elke Krokowski.

Der PEG bleiben noch das Instandhaltungswerk für Eisenbahnen in Neustrelitz und die Mieten aus einige Liegenschaften, sagte Kloppenburg. "Wir sind dabei, uns neu aufzustellen."

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