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Ganz im Online-Zeitalter angekommen

Gutes Team: Yvonne Binder (links) von der Tourist-Information hat die Infos für das neue QR-Code-Projekt zusammengetragen. Tourismusmanagerin Angela Engel ist stolz auf die neue Aktion, die es im Altkreis Neuruppin bisher nicht gibt.
Gutes Team: Yvonne Binder (links) von der Tourist-Information hat die Infos für das neue QR-Code-Projekt zusammengetragen. Tourismusmanagerin Angela Engel ist stolz auf die neue Aktion, die es im Altkreis Neuruppin bisher nicht gibt. © Foto: MZV/Melzer-Voigt
Judith Melzer-Voigt / 11.09.2013, 18:45 Uhr
Lindow (MZV) So verschlafen Lindow mitunter wirkt - die Stadt ist auf dem Weg in die Zukunft, zumindest was das Tourismusmanagement betrifft. Derzeit werden QR-Codes an Sehenswürdigkeiten befestigt. Dadurch können Besucher direkt im Internet Infos über die jeweiligen Orte bekommen.

Touristen, die die viereckigen, schwarz-weißen Muster beispielsweise am Kloster, am Wutzsee oder an der Friedenseiche entdecken, brauchen lediglich ein Smartphone und eine App. Mit dem internetfähigen Handy werden die Codes gescannt und leiten den Besucher direkt auf einen Online-Stadtführer weiter, wo er erfährt, was es mit der jeweiligen Sehenswürdigkeit auf sich hat. Vor der Tourist-Information gibt es diesen QR-Code schon. Die anderen werden in den folgenden Tagen und Wochen an insgesamt 30 Plätzen angebracht - nicht nur in der Stadt, sondern auch in den Dörfern des Amtes, so beispielsweise an der Gerichtslinde in Seebeck.

Tourismusmanagerin Angela Engel ist zufrieden mit dieser neuen Entwicklung in Lindow, denn nun sind Stadt und Amt gut aufgestellt, was das Internet angeht. Einen Facebook-Auftritt gibt es bereits, und auch die Internetseite der Stadt Lindow wurde überarbeitet und wird in Kürze online gestellt. Nun wurde als dritter Schritt das QR-Code-Konzept verwirklicht. Dass es dazu kommt, ist vor allem der Schnelligkeit Engels und ihres Teams zu verdanken. Die Firma "Denkende Portale" hatte Anfang des Jahres einen Aufruf gestartet und gefragt, welche Stadt Interesse hat, den Online-Stadtführer anzubieten. "Wir haben schnell reagiert und damit die ersten 30 Schilder gewonnen", so Engel. Sonst hätte das Projekt angesichts mangelnder finanzieller Mittel nicht umgesetzt werden können.

Mit den 30 Tafeln kann laut Angela Engel erst einmal das Wichtigste in Lindow abgedeckt werden. Für alles weitere müsste die Kommune zahlen. Engel hofft, dass noch nicht das Ende der Aktion erreicht ist, denn das Konzept ist jederzeit ausbaufähig. Haben beispielsweise Gastronomen Interesse, sich zu beteiligen, können sie sich eine Tafel erstellen lassen. Inklusive Montage kostet das dann 50 Euro.

Davor, dass die Lindower und ihrer Gäste noch nicht bereit sind für die relativ neue Technik der QR-Codes, macht sich Engel keine Sorgen. Zwar gebe es durchaus Leute, die das Konzept noch nicht kennen. Aber es seien auch schon Senioren in die Tourist-Information gekommen, hätten die neuen Tafeln erblickt und die Codes sofort als das erkannt, was sie sind - ein schneller Weg ins Internet und zu neuen Informationen.

Wann genau die Mitarbeiter des Bauhofs alle Code-Tafeln angebracht haben, steht noch nicht fest, denn Engel muss noch mit einigen Eigentümern von geschichtsträchtigen Häusern verhandeln. Doch wenn das passiert ist, können sich Touristen auf eine interaktive Tour durch die Stadt begeben. Der Stadtführer ist schon unter www.world-qr.com online. "Da können sich Interessierte durchklicken", sagt Engel. Und wer bereits eines der Schilder mit dem merkwürdigen Muster entdeckt, kann auch jederzeit das Smartphone zücken und mehr über die Sehenswürdigkeit in der Nähe erfahren.

Die Informationen auf der Internetseite können jederzeit von Mitarbeitern der Tourist-Information erweitert werden. So gibt es beispielsweise auch einen QR-Code an der Waldbühne. "Aber da haben wir bisher nur eine knappe Grundinformation online", sagt Angela Engel. Der Waldbühnen-Verein wurde bereits angesprochen, um mehr Wissenswertes zu liefern.

Alle, die lieber auf die gewohnten Tourist-Infobroschüren setzen, werden in Lindow aber trotz des neuen Konzepts nicht zu kurz kommen, versichert Engel. "Wir haben nach wie vor unsere Printprodukte. Momentan sind sie für uns auch noch das Wichtigste." Allerdings verändern die neuen Technologien auch das Tourismusmanagement. "Und die QR-Codes setzen sich immer mehr durch", sagt Engel.

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