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Für Landwirte war 2013 ein erfolgreiches Jahr

Udo Folgart
Udo Folgart © Foto: MZV/Rachner
Patrik Rachner / 14.01.2014, 21:00 Uhr
Havelland (MZV) Landesbauernpräsident Udo Folgart spricht von einem guten Jahr. Sowohl auf Landes- als auch auf Kreisebene haben die Landwirte 2013 die beste Ernte seit langem eingefahren. Bei allen Getreidearten konnten allein im Havelland 60 Dezitonnen je Hektar eingefahren werden. "Das ist ein sehr gute Ergebnis und gleichzeitig eine Hausnummer", sagte er am Dienstag. Mit Blick auf die am Donnerstag beginnende Internationale Grüne Woche rechnet er mit weiteren positiven Effekten für die hiesigen Agrarbetriebe.

Wintergerste, Winterweizen oder Raps: Zehn Jahre lang ist ein Wert von 60 Dezitonnen nicht mehr erreicht worden. Auch die Milchviehbauern können laut Angaben von Folgart mit dem Jahr 2013 zufrieden sein. Durchschnittlich konnten 37,5 Cent pro Liter im Land Brandenburg in den vergangen zwölf Monaten erzielt werden, im Dezember und auch im Januar liegt der Wert gar bei 40 Cent pro Liter. "Wir können von einer guten Marktaussicht sprechen. Bis April etwa können die insgesamt 780 Milchbauern im Land, rund 60 im Havelland, mit einer stabilen Situation rechnen", meinte Folgart.

Aufgrund der guten Ernte weltweit profitieren im Übrigen auch die tierhaltenden Betriebe hinsichtlich des Futters. Waren die Preise 2012 noch recht hoch, so sind sie nunmehr gesunken. In Zahlen ausgedrückt zahlten die Betriebe für Futtermittel wie Eiweiß oder Konzentrate 2012 noch für 100 Kilo, sprich eine Dezitonne, 35 Euro, 2013 mussten 31 Euro bezahlt werden "Auch das ist eine gute Nachricht", wie der Landesbauernpräsident betonte.

Bei der Grünen Woche indes wollen die Landwirte wieder mit ihren Produkten überzeugen und mit Blick auf die breite gesellschaftliche Diskussion klar zu verstehen geben, dass etwa keinesfalls ausschließlich auf Mais-Monokulturen, die hätten in den vergangenen Jahren "nicht exorbitant zugenommen" wie noch zur Wendezeit, oder Massentierhaltung gesetzt werde.

"Wir werden deutlich machen, dass von uns produzierte Nahrungsmittel gesund sind. Sie sind sicher, gut und bezahlbar", so Folgart, der verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit setzen will. "Wir werden vermitteln, was in der modernen Landwirtschaft passiert. Einen Bauernhof wie 1953 gibt es nicht mehr."

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