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Verwaltung erarbeitet Betreiberkonzept des Besucherzentrums / Das Thema 2014 ist "Entschleunigung"

Naturpark setzt aufs Wandern

Robuste Rinder und wilde Pferde betätigen sich derzeit im Naturpark Barnim als "Landschaftsgestalter".
Robuste Rinder und wilde Pferde betätigen sich derzeit im Naturpark Barnim als "Landschaftsgestalter". © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 15.01.2014, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Zahlreiche Partner und Freunde des Naturparks Barnim trafen sich am Montagabend zum Jahresauftakt 2014. Treffpunkt für den Rück- und Ausblick war diesmal die Schaumolkerei der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal in Biesenthal.

"Ein ereignisreiches und aufwühlendes Jahr liegt hinter uns", eröffnete Naturparkleiter Peter Gärtner seine kurze Rückschau. Er erinnerte an das erfolgreiche Bibermonitoring, bei dem es wegen der guten Zusammenarbeit mit Naturschutz- und Bodenverbänden kaum Konflikte gab. "Inzwischen haben wir 81 Reviere mit 175 Tieren", sagte Gärtner. Auch die Fledermauserfassung und -beobachtung sei gut gelaufen. Man habe konstant hohe Besatzzahlen, allerdings auch einige "Flüchtlinge" in den Kreis Märkisch-Oderland.

Weitere Aufgaben, denen sich die Naturparkverwaltung im vergangenen Jahr gewidmet hatte, waren floristische Kartierungen, die naturschutzfachliche Baubetreuung sowie die Umweltbildung. So kümmerten sich Junior-Ranger um die Landschaft in der Schönower Heide, sagte Gärtner. Als weitere Höhepunkte nannte er die Übergabe des Besucherzentrums Gut Hobrechtsfelde, die Jubiläumstagung "50 Jahre Verband Deutscher Naturparke" sowie die Eröffnung des Barnim-Panoramas. "Mit den dortigen Besucherzahlen sind wir zufrieden", freute sich Gärtner.

Im laufenden Jahr wird sich die Einrichtung an einer Analyse zu regionalökonomischen Effekten von Naturparken beteiligen. "Darüber hinaus müssen wir ein Entwicklungs-, Finanzierungs- und Betreiberkonzept für Hobrechtsfelde erarbeiten", so der Leiter. Dies sei notwendig, da 2015 die Förderung für das Projekt auslaufe.

Der diesjährige Wettbewerb um die Naturparkgemeinde steht unter dem Thema "Interkommunale Zusammenarbeit". Positive Beispiele gebe es bereits bei den Radwegen, so Gärtner. Ferner soll das Barnim-Panorama komplettiert werden - in einem noch leeren Raum wird dann der "Wilde Barnim" gezeigt. Das Naturparkfest findet Ende August in Biesenthal statt, in Hobrechtsfelde wird es einen "Speichertag" geben. Den "Tag der Region" gibt es in Wandlitz. Gärtner kündigte eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mühlenbecker Land (Oberhavel) sowie der Gesundheitsregion Berlin-Buch an.

Gute Nachrichten hatte Andreas Scharschmidt. "Wir werden die nächsten Jahre die Informationsstellen in Wandlitz und Biesenthal betreiben können", sagte der Vorsitzende des Tourismusvereins Naturpark Barnim. Bis zum 30. April gelten Winteröffnungszeiten, im Sommer können Ausflügler sechs Tage in der Woche einen Ansprechpartner finden. Das Wandern bezeichnete Scharschmidt als "das Vermarktungsthema" 2014. "Wir setzen auf Entschleunigung". In Zusammenarbeit mit dem Amt Biesenthal-Barnim soll deshalb ab Mai eine entsprechende Ausflugskarte herausgebracht werden. Der Internetauftritt des Vereins wird zudem für die Zukunft fit gemacht. Die Seiten sollen bald auch von Smartphones abrufbar sein.

Bernd Hoffmann vom Förderverein zog ebenfalls eine positive Bilanz. "Unsere beiden Projekte stehen vor dem Abschluss", so Hoffmann. Dabei geht es um die ökologische Sanierung und naturtouristische Entwicklung von deutschen und polnischen Teileinzugsgebieten der Oder (läuft bis 2014) und das Erprobungsvorhaben Riesellandschaft Hobrechtsfelde (bis Frühjahr 2015). "Für das Besucherzentrum suchen wir noch kreative Ideen", warb Vereinsvorsitzender Hoffmann.

Bei anregenden Gesprächen und dem Verkosten von Produkten der Biomolkerei klang der Abend aus.

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Till 15.01.2014 - 18:14:12

Da war doch noch was...

Wir haben gestern in der MOZ mit großem Bild garniert gelernt, dass 400 Brandenburger und Berliner im Liepnitzwald am Liepnitzsee in Mitten des Landschaftsschutzgebietes des Naturpark Barnim eine tolle Protestwanderung absolviert haben. Der Liepnitzwald und die Probleme mit der Regionalplanänderung zu Gunsten von Windrädern im Naturpark Barnim, die sind offenbar nicht Kariere fördernd und werden vom angepassten Vorstand des Naturparks vor seinem Fördermitglied Frau Henze, der Leiterin der Regionalplanung Eberswalde und der übrigen Politikprominenz daher seit Jahren pflichtschuldig vor der Öffentlichkeit verschwiegen. Warum nur, wo´s doch alle wissen Herr Gärtner?

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