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Nach langem Hadern hat die Uckermark die Wiedereinführung alter Autoschilder beantragt

Wendung im Altkennzeichen-Streit

Bald wieder zu haben: die alten Kennzeichen von Angermünde, Schwedt, Templin und Prenzlau.
Bald wieder zu haben: die alten Kennzeichen von Angermünde, Schwedt, Templin und Prenzlau. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Michael Dietrich / 07.02.2014, 21:30 Uhr
Schwedt (MOZ) Jetzt also doch: Auch in der Uckermark werden aller Voraussicht nach die Altkennzeichen von Kfz, die vor der Kreisgebietsreform galten, wieder eingeführt. Sie würden dann zusätzlich zum Kennzeichen UM angeboten. Der Bürger kann dann wie im Barnim selbst entscheiden, ob er Kreiskürzel BAR als Kennzeichen auf dem Auto möchte, oder EW für Eberswalde beziehungsweise BER für Bernau. Uckermark-Landrat Dietmar Schulze informierte am Freitag darüber, dass er das zuständige Landesministerium gebeten habe, die Einführung der Altkennzeichen ANG, PZ, SDT und TP beim Bundesverkehrsministerium zu beantragen.

Das Land erklärte daraufhin, dass es den leidigen Streit um Zuständigkeiten zwischen zwei Behörden damit für beendet hält und keine Bedenken mehr gegen eine Wiedereinfühung der Unterscheidungskennzeichen bestünden. "Kommende Woche erhält der Bund von uns ein Schreiben, in dem wir um Prüfung einer Wiedereinführung bitten. Nach unseren Erfahrungen wird dann innerhalb von vier Wochen eine Zusage erteilt oder nicht", erklärte Sprecher Jens-Uwe Schade vom Verkehrsministerium.

Damit könnten Autofahrer möglicherweise im März oder April in der Zulassungsstelle in Prenzlau wieder ein ANG- oder SDT-Kennzeichen verlangen.

Landrat Dietmar Schulze hatte sich lange gewehrt, den vom Land geforderten Antrag zu stellen. Er wusste aus Befragungen der Bürgermeister und Amtsdirektoren, dass vor allem die Städte Angermünde, Schwedt und Prenzlau den Wunsch geäußert hatten, aber aus den Ämtern eher Ablehnung geäußert wurde. Diese unterschiedlichen Meinungen wollte er nicht übergehen und spielt deshalb den Ball ans Ministerium zurück. Nach wie vor hält er das Verkehrsministerium in der Frage rechtlich für zuständig.

Für die Wende im Streit sorgte zum einen das wachsende Unverständnis in der Bevölkerung, warum andere Kreise die Altkennzeichen bekommen, die Uckermark jedoch diesem Wunsch trotzte. Tatsächlich hatte man in der Kreisverwaltung bis dahin gehofft, bei UM als einzigem Kürzel und Ausdruck einer Uckermark-Verbundenheit bleiben zu können.

Doch dann widersprach Landrat Bodo Ihrke aus dem Barnim den rechtlichen Bedenken Schulzes und erklärte, dass für Zulassungsfragen sehr wohl der Kreis zuständig sei. Diese Position übernahm nun auch Landrat Dietmar Schulze. "Wenn es rechtlich möglich ist, werde ich mich nicht gegen den Wunsch der Bürger stellen", sagte er gestern.

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