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Im Amtsbereich geben Biesenthal und Marienwerder pro Kopf und pro Verein am meisten aus

75 000 Euro zur Vereinsförderung

Brigitte Horn / 23.02.2014, 06:16 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Kommunen des Amtes Biesenthal-Barnim haben im vergangenen Jahr ihre Vereine mit rund 75 000 Euro unterstützt. Davon flossen 32 000 Euro in investive Maßnahmen. Insgesamt kamen  80 Vereine in den Genuss der Zuwendungen.

An der Spitze der Vereinsförderung liegt im Amt Biesenthal-Barnim die Stadt Biesenthal. Pro Kopf der Einwohner hat die Stadt im vorigen Jahr 8,40 Euro für die Vereinsarbeit ausgeben.Zieht man die Zahl der Vereine als Vergleichsgrundlage heran, sind an die 28 Vereine der Stadt durchschnittlich 794 Euro verteilt worden.

Einige Vereine erhielten mehr, andere weniger, wobei die höheren Beiträge nach Worten des Biesenthaler Bürgermeisters André Stahl an die Vereine gehen, die sich besonders der Kinder- und Jugendarbeit widmen. Dazu zählt in Biesenthal, wie auch in den meisten anderen Gemeinden, der Sportverein. Der hat daher auch mit 25 000 Euro den höchsten investiven Zuschuss erhalten, und zwar für die Flutlichtanlage.

Damit besteht die Möglichkeit, dass auch in der dunklen Jahreszeit die Kinder und Jugendlichen von 17 bis 19 Uhr trainieren können, erläutert der Bürgermeister. Die Trainingstermine könne man nicht einfach früher ansetzen, weil die ehrenamtlichen Übungsleiter zumeist berufstätig seien und erst gegen 17 Uhr Zeit hätten.

Darüber hinaus weist der Biesenthaler Bürgermeister darauf hin, dass Vereine für Betriebskosten grundsätzlich selbst aufkommen müssten. Dagegen stehen wiederum niedrige Gebühren für Sportplatz und Sporthalle. Was die investiven Zuschüsse betrifft, so gibt es die in Biesenthal im Grunde in jedem Jahr. In der Vergangenheit etwa hat der Verein Kultur im Bahnhof Geld als Hilfe zur Instandsetzung des Gebäudes erhalten. Daneben würden Dinge,wie Öffentlichkeitsarbeit  und besagte Jugendarbeit, besonders gefördert werden.

Marienwerder hat an 18 Vereine des Ortes im Schnitt 623 Euro gegeben und liegt damit nach Biesenthal auf Platz zwei. Auf Platz drei kommt Melchow mit einen Durchschnittswert von rund 5,90 Euro. Dazu trägt auch ein Investitionszuschuss bei. 5000 Euro hat der Förderverein Glockenturm für den Bau des Kirchturms erhalten.

Betrachtet man die Vereinsförderung ohne die investiven Zuschüsse, dann hat Marienwerder sogar einen Spitzenplatz mit 6,30 Euro pro Einwohner. Bei diesem Vergleich folgt Biesenthal mit etwa 3,90 Euro, Sydower Fließ mit 2,60 Euro, Rüdnitz 1,80 Euro, Breydin 1,70 Euro und Melchow mit 0,99 Euro.

Diese Rangfolge ergibt sich aus der einstimmig bestätigten Mitteilungsvorlage des Amtes Biesenthal-Barnim zu den abgerechneten Zuschüssen. Eine Nachfrage beim Melchower Bürgermeister zu dem Thema ergab jedoch, dass im Vorjahr 1350 Euro für die neun Vereine zur Verfügung standen. Damit käme Melchow zwar auf 1,40 Euro pro Kopf, bleibt aber Schlusslicht. Das wiederum relativiert sich, nimmt man, wie unten stehend, den investiven Zuschuss dazu.

Rüdnitz folgt in dieser Kategorie auf Platz vier mit 2,90 Euro pro Kopf der Einwohner der Gemeinde. Der investive Zuschuss  in Höhe von 2000 Euro ging nach Information der Rüdnitzer Bürgermeisterin Christina Straube   an den Sportverein Rüdnitz/Lobetal für die Anschaffung von Toren.

Von den insgesamt 80 Vereinen in den Kommunen des Amtes sind 29 Sportvereine. Zehn widmen sich Kunst und Kultur, 13 verstehen sich als Fördervereine. Die meisten Vereine gibt es mit 28 in Biesenthal und die wenigsten mit vier in Breydin.

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