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In Trebnitz kann man sein Bier brauen

Bieten Kreatives und Lehrreiches für Erwachsene: Rebekka Uhlig, Projektleiter Oliver Spatz, Dariusz Sapkowski, Antonia Duende, Reinhard Holzhauer, Silke-Katarina Hahn, Dorica Poggi, Emilia Fabianczyk sowie Dana Wolter (v.l.) sind die Dozenten.
Bieten Kreatives und Lehrreiches für Erwachsene: Rebekka Uhlig, Projektleiter Oliver Spatz, Dariusz Sapkowski, Antonia Duende, Reinhard Holzhauer, Silke-Katarina Hahn, Dorica Poggi, Emilia Fabianczyk sowie Dana Wolter (v.l.) sind die Dozenten. © Foto: michael märker
Doris Steinkraus / 04.03.2014, 07:13 Uhr
Trebnitz (MOZ) Das deutsch-polnische Kulturbüro im Schloss Trebnitz bietet ab März wieder interessante Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung. Die Angebote richten sich vor allem an Leute mit Kreativität und viel Neugier.

Erst einmal gibt es eine Einführung zum allseits geliebten Gerstensaft. Es folgen eine Exkursion zu einer Brauerei und schließlich das Selberbrauen. Was Tomasz Holynski da ankündigt, dürfte nicht nur nach dem Geschmack von gern Bier trinkenden Männern sein. Das dreitägige Bierseminar wird auch Frauen interessieren. Hinzu kommt die Aussicht, das Selbstgebraute nach erfolgter Reife in einem urigen Lokal in Gorzow, nämlich dem von Tomasz Holynski, zu verkosten.

Wenn man dann noch weiß, dass der Gastwirt an der Kunsthochschule Posen Film und Fotografie studiert hat, aus seinem Lokal vor allem einen Kulturort schaffen will, dann darf man auf dieses Seminar gespannt sein. Zumal dazu auch eine Grafikrunde gehört, in der das passende Etikett und der Bierdeckel gleich selbst entworfen werden.

Deutsche und polnische Dozenten haben mit Projektleiter Oliver Spatz und Emilia Fabianczyk im zweiten Jahr des Kulturbüros ein breit gefächertes Programm für die Erwachsenenbildung zusammengestellt.

Das Angebot des Kulturbüros hebt sich ab von den üblichen Projekten im Schloss. "Es sind alles Selbstzahlerseminare", unterstreicht Oliver Spatz. Sie sind für jene Frauen und Männer gedacht, die Lust haben, mal zwei, drei oder auch vier Tage aus dem Alltag auszusteigen, sich kreativ mit anderen zu betätigen und neugierig aufs Entdecken sind.

Nach den ersten Seminaren im vergangenen Jahr, bei denen nur deutschsprachige Dozenten tätig waren, wechseln sich in der zweiten Runde deutsche und polnische Gestalter ab. Durch Simultantechnik ist die Verständigung jederzeit gesichert. So bieten die Seminare eine gute Gelegenheit, außerhalb von offiziellen Begegnungen mehr von, mit und über Polen zu erfahren. Vorkenntnisse oder Fertigkeiten sind nicht nötig. Jeder kann sich für ein Seminar oder auch mehrere bewerben. Es gibt keine Vorauswahl.

Auch Rebekka Uhlig bietet ein Seminar. Mit ihrem etwas anderen Chorprojekt hat sie schon ihre Fans in der Region. Wer mitmacht, muss nicht singen können. "Es geht um Experimente mit der Stimme", sagt sie bei der Vorstellung. "Es geht um Klänge der deutschen und polnischen Sprache." Da gebe es mehr Gemeinsames, als viele ahnen. Stimmen werden ebenso trainiert wie Performance-Einlagen.

Fast schon ein Selbstläufer ist der etwas andere Polnisch-Kurs. Gerade ist eine neue Staffel gestartet, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Bei letzteren, versichert Emila Fabianczyk, rede sie fast nur noch polnisch mit den Teilnehmern. Jeden Dienstag treffen sich die Fortgeschrittenen von 16.45 bis 18.15 Uhr, ehe ab 18.30 Uhr die Anfänger starten. Einsteiger sind jederzeit willkommen. Das Besondere an dem Kurs sind auch die Kenntnisse, die zur Landeskunde vermittelt werden, Exkursionen inbegriffen.

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