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Neuer Chef der Wohnbauten Angermünde Land setzt soziale Verantwortung fort

Wohnen in ländlicher Idylle

Peter Achterberg
Peter Achterberg © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 18.03.2014, 08:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Die Wohnbauten GmbH Angermünde Land hat einen neuen Chef. Peter Achterberg will als Nachfolger von Bernd Winkler das Wohnen auf dem Lande wieder attraktiver machen. Eine große Herausforderung, aber "einfach kann jeder", sagt er selbstbewusst.

Mehrere 1000 Grundstücke, 400 Wohnungen in 18 Dörfern, rund 10 Prozent Leerstand, demografischer Wandel, Altschulden in Millionenhöhe - es ist kein leichtes Brot, das sich Peter Achterberg aufgetischt hat. Der neue Geschäftsführer der Wohnbauten GmbH Angermünde Land weiß, worauf er sich einlässt. "Einfach kann jeder", sagt er. "Ich habe fast mein gesamtes Berufsleben in der Wohnungswirtschaft zu tun gehabt, war 25 Jahre lang auch Aufsichtsratsvorsitzender der GWG. Ganz neu ist mir das Metier nicht."

Peter Achterberg hat die Nachfolge von Bernd Winkler angetreten, der sich nach zwei Jahrzehnten als Wohnbauten-Chef beruflich neu orientieren will. Peter Achterberg übernimmt damit das einzige kommunale Wohnungsunternehmen und eine soziale Verantwortung, die schon sein Vorgänger hoch gehalten hat. 400 Wohnungen bewirtschaftet das Unternehmen, davon 320 eigene, überwiegend in den Dörfern rund um Angermünde, vom Altbau bis zum Neubau, vom Einfamilien- oder Doppelhaus bis zum Wohnblock.

"Mein Anliegen ist es, zu beweisen, dass sich Wohnen auf dem Lande nach wie vor lohnt. Allerdings gehört dazu nicht nur bezahlbarer, attraktiver Wohnraum, sondern auch eine intakte dörfliche Gemeinschaft und Infrastruktur. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", meint Peter Achterberg. Damit alte Leute so lange wie möglich in ihren Wohnungen bleiben können, investiert die Wohnungsgesellschaft in altersgerechten Umbau, das beginnt bei rutschfesten Bodenbelägen und reicht bis zum Einbau einer Dusche statt Wanne. So werden in Polßen gerade Wohnungen nach den Wünschen der Mieter altersgerecht umgebaut.

"Der demografische Wandel sorgt für erhebliche Bewegung auf dem Wohnungsmarkt. Das ist ein großes Problem aber auch eine Chance für uns, wenn wir flexibel reagieren und für behagliches individuelles und vor allem auch bezahlbares Wohnen auf dem Lande werben. In Crussow wird gerade eine Wohnung für eine junge Familie mit Kindern nach ihren Wünschen modernisiert." Als Stärke des Unternehmens hebt er den direkten persönlichen Kontakt zu den Mietern hervor. "Wir müssen zwar sparsam und solide wirtschaften aber wir beraten, helfen und finden immer Wege bei Problemen."

Rund zehn Prozent Leerstand machen dem Wohnungsunternehmen zu schaffen. Durch Modernisierungen und individuelle Wohnlösungen soll der Leerstand verringert werden. "Wir wollen unsere Mieter halten und neue gewinnen, den Wohnungsbestand mit gutem Standard pflegen und uns auf die Bedürfnisse der alternden Bevölkerung einstellen aber auch attraktiven Wohnraum für junge Familien mit Kindern auf dem Lande schaffen", sagt Peter Achterberg.

Doch auch an den Altschulden für Kredite aus DDR-Zeiten hat die Gesellschaft noch lange zu knabbern. "Das Geld fehlt uns für Neuinvestitionen." Der Neubau ist deshalb derzeit kein Thema. 2014 steht weiterhin Sanierung und Modernisierung im Vordergrund, z. B. in Herzsprung aber auch in der Angermünder Stadtrandsiedlung. In der Alten Schule Mürow, die derzeit zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wird, gehört der linke Gebäudeteil der Gesellschaft, der später auch ausgebaut werden soll.

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