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Die Spielplatzbauer legen los

Vor der Tür der Amtsverwaltung: Im Lebuser Amtsgarten haben die Arbeiten zum Bau des ersten öffentlichen Spielplatzes in der Stadt begonnen.
Vor der Tür der Amtsverwaltung: Im Lebuser Amtsgarten haben die Arbeiten zum Bau des ersten öffentlichen Spielplatzes in der Stadt begonnen. © Foto: Johann Müller
Ines Rath / 08.04.2014, 19:22 Uhr
Lebus (MOZ) Im Amtsgarten hat der Bau des ersten öffentlichen Spielplatzes der Stadt begonnen. Wenn die Denkmalbehörde das Areal freigegeben hat, soll bis Ende Mai ein Paradies für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre entstehen.

Die Bauüberwachung hat Ulrike Elsholz quasi von ihrem Büro aus: Die Mitarbeiterin des Bau- und Ordnungsamtes der Lebuser Amtsverwaltung schaut aus dem Fenster auf die Spielplatz-Baustelle im Amtsgarten. Am Donnerstag haben Mitarbeiter der Lebuser Firma Biermann begonnen, die Grasnarbe abzuziehen und den Baugrund vorzubereiten. Nun gibt es eine kurze Bauunterbrechung - "bis sich die Denkmalbehörde das Areal angeschaut hat und die Spielgeräte angeliefert werden", wie Amtsleiter Mike Bartsch sagt.

Er glaubt nicht, dass die Denkmalpfleger noch fündig werden. Schließlich haben die Munitionsberger den Boden im Amtsgarten im Vorjahr schon gründlich unter die Lupe genommen. Der Bereich, in dem einst das Herrenhaus der Domäne Lebus stand, ist zum Bodendenkmal erklärt worden.

Der Trepliner Landschaftsarchitekt Uwe Krauter hat auch diesen Lebuser Spielplatz entworfen. Nach seinen Plänen ist Ende vorigen Jahres schon der neue Spielplatz für die evangelische Kita "Kirchenmäuse" gebaut worden. Er soll Ende Mai eingeweiht werden.

Auf dem 750 Meter großen, eingezäunten Baufeld sollen vier Spielbereiche entstehen. Auf einer großen Rasenfläche werden neben einer Federwippe für die Jüngsten auch eine Doppel-Schaukel und ein Steh-Karussell aufgebaut. Rechts davon soll eine große, mehrteilige Kletterkombination aus Holz, Metall und Seilen zum Spielen und Klettern einladen. Dass sich das Angebot auch an ältere Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre richtet, lässt vor allem die Aeroskate-Anlage erkennen: Auf ihr kann man, an Halteseilen hängend, mit Inlinern auf einem Seilbogen hin und her rollen.

Von einer Sitzgruppe am Ende der gepflasterten Zuwegung aus können Eltern und Großeltern das Treiben der Jüngsten beobachten. Aber auch die Spielplatznutzer selbst sollen sich hier ausruhen und zum Plausch treffen können. Dazu laden vor allem zwei "Lümmelbänke" ein, auf deren Lehnen junge Leute bevorzugt sitzen. Anstelle des Bauzaunes werden bald eine Hecke und Bäume den Spielplatz umfassen und abschirmen.

Auch wenn die Anlage im Amtsgarten an sich Ende Mai fertig sein soll - in Besitz nehmen können ihn die Lebuser Kids dann noch nicht gleich. "Die Rasensaat muss erst aufgehen, der Rasen angewachsen sein", erklärt Ulrike Elsholz.

Von den rund 90 000 Euro Gesamtkosten muss die Stadt Lebus rund 40 000 Euro aufbringen. Das Land hat Ende vorigen Jahres zwar 50 000 Euro Fördermittel bewilligt. Doch fließen werden wohl nur rund 40 000 Euro. Denn in der Zeit, als das Land der Stadt das Fördergeld für den Spielplatzbau noch verweigert hatte, haben viele Lebuser für das Projekt gespendet: 10 000 Euro sind zusammen gekommen. Das zweckgebundene Spendengeld müsse nun, den Förderrichtlinien zufolge, von der Fördersumme des Landes abgezogen werden, erklärt Ulrike Elsholz. Eine Regelung, die nicht nur die Lebuser Spender für ungerecht halten.

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