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Ideengeber für das Oderland gesucht

© Foto: Nadja Voigt/MOZ
Nadja Voigt / 10.04.2014, 08:51 Uhr
Altreetz (MOZ) Die neue Förderperiode steht an. Gemeinsam mit Interessierten warfen Regionalmanager Andreas Schmidt und Georg Balzer vom Büro Stadtlandprojekte Berlin einen Blick zurück auf die letzte Förderperiode und gaben eine Prognose für die nächste ab.

Die Zoobaude in Altreetz, die selbst mit Fördermitteln gebaut wurde, war am Montagabend Treffpunkt für Planer und Interessierte. Darunter Ideengeber aus dem Amt Barnim-Oderbruch und der Stadt Bad Freienwalde. Wie Regionalmanager Andreas Schmidt von der Lokalen Aktionsgruppe Oderland in Wriezen ausführte, bricht in diesem Jahr die neue Förderperiode an.

Sie geht bis 2020 und bietet viele Möglichkeiten der Förderung. "Die vergangene Förderperiode bis 2013 brachte für den Oderbruchzoo in Altreetz zum Beispiel eine Summe von rund einer Million an Fördermitteln", fasste Schmidt zusammen. Davon, wie Gastgeber Peter Wilberg ausführte, konnten die Baude, der Wirtschaftshof, das Feriendorf und der Spielplatz mitfinanziert werden.

Über die Möglichkeiten, die die neue Förderperiode bringen kann, sprach Georg Balzer vom Berliner Planungsbüro Stadtlandprojekte. Auftraggeber für das Leitbild "Lebendige Vielfalt im Oderland" ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG). Sein Planungsbüro habe nun seit Januar und noch bis Mai Zeit, das Leitbild zu vervollständigen. Dabei haben er und seine Mitarbeiter bereits die Stärken und Schwächen, das Leitmotto und die Entwicklungsziele, die Qualitätsanforderungen, die Handlungsfelder und deren Ziele formuliert. "Nun ist die Frage, ob Sie sich darin wieder finden oder andere Schwerpunkte sehen?", stellte Georg Balzer in den Raum.

Als bereits aus den Gesprächen mit Amtsdirektoren und anderen Entscheidungsträgern destillierte Schwerpunkte nannte er "die Stärkung der regionalen Wirtschaft", "Zukunftswege in die Daseinsvorsorge", das "kulturelle Erbe", "Klimaschutz und Natur" gestalten. Sechs Wochen blieben nun noch für die Endbearbeitung, so Balzer weiter. "Dann beginnt die halbjährige Bearbeitungsphase, sodass im nächsten Jahr begonnen werden kann", blickte der Planer voraus.

Andreas Schmidt ergänzte, dass das zuständige Ministerium betonte habe, dass bei den Fördersätzen im Großen und Ganzen alles so bleiben solle wie bisher: 75 Prozent-Förderungen für Kommunen und gemeinnützige Vereine mit gemeinnützigen Maßnahmen, 45 Prozent für Unternehmen. Einzig die Förderung von Kooperationsprojekten solle von 85 Prozent auf 80 sinken, so Schmidt weiter. "Auch Privatleute können wieder gefördert werden. So zum Beispiel mit 30 Prozent für dorfbildprägende Wohnstätten - zudem kofinanzierbar mit dem Amt für Denkmalpflege."

Oderaues Bürgermeister Bodo Schröder stellte das Projekt "Altersgerechtes Wohnen", das auf dem Areal der alten Gärtnerei seit langem geplant ist, vor. "Doch die Gemeinde hat Probleme, den notwendigen Eigenanteil zu leisten", sagte Schröder. Der müsse, führte Andreas Schmidt aus, aufgebracht werden. "Egal wie." Wenn dies nicht gelingen sollte, so Schmidt, müsse Oderaue nach Investoren suchen. Ein weiteres brennendes und ähnlich gelagertes Problem im Oderbruch sprach Neulewins Bürgermeister Horst Wilke an - die Straßen. Sie seien vielfach in katastrophalem Zustand. "Und wir haben als Kommune keine finanziellen Mittel, um Fördermittel überhaupt zu beantragen." Und, so Wilke weiter, man könne alle Projekte vergessen, wenn weder Bürger noch Touristen die Dörfer erreichen könnten. "Das Ministerium sieht da nicht mehr den Förderschwerpunkt", sagte Andreas Schmidt. Wahrscheinlich käme erst Bewegung in die Sache, wenn sich vom Müllauto bis zum Rettungsdienst alle weigerten, die Straße noch zu befahren.

Kontakt zur LAG: Andreas Schmidt, Tel: 033456 71055; a.schmidt@lag-oderland.de

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