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Zwei Investoren an der Angel

Martin Stralau / 10.04.2014, 20:00 Uhr
Frankfurt (MOZ) Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) geht davon aus, dass sich in naher Zukunft zwei weitere Logistikunternehmen in Frankfurt ansiedeln werden. Das sagte Wilke im Anschluss an eine dreitägige Reise nach Weißrussland von Sonntag bis Mittwoch. Zusammen mit Markus Kappes, Geschäftsführer vom Investor Center Ostbrandenburg (ICOB), war Wilke auf Einladung des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft dorthin gereist.

"In Weißrussland sind viele Investoren aus dem Ausland in der Logistik tätig. Dort entstehen derzeit gigantische Logistikzentren, in die zehn bis 100 Millionen Euro investiert werden", sagte Wilke. "Wenn wir davon nur einen kleinen Teil abbekommen würden, wäre das nicht schlecht." Brandenburg und Frankfurt seien in einer ähnlichen Situation wie Weißrussland, erklärte Wilke. "Sie liegen jeweils an den Enden der Verkehrsverbindung einer Ost-West-Logistikkette. Es ist also sinnvoll, wenn wir die Investoren in Weißrussland ansprechen, ob sie nicht auch am anderen Ende dieser Kette, in Frankfurt, investieren wollen." Bei den Gesprächen konnten laut Wilke zwei Unternehmen ausgemacht werden, die an Investitionen im Bereich Logistik in Frankfurt interessiert sind. "Wir sind so verblieben, dass es weitere Gespräche und einen fortlaufenden Informationsaustausch gibt."

Diskutiert worden sei auch schon über konkrete Standorte. In Frage kommen dafür nach Einschätzung des Oberbürgermeisters Flächen im Umfeld des KV-Terminals und am ETTC Süd.

Über die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen Frankfurts mit Weißrussland ist Wilke erfreut. "Wir haben inzwischen vier Projekte von weißrussischen Unternehmen in unserer Stadt, die realisiert werden beziehungsweise wurden, darunter eine Niederlassung der weißrussischen Warenbörse", sagt Wilke. Die Warenbörse ist in dem osteuropäischen Land für die Koordination des Bereichs Import/Export zuständig.

Über die wirtschaftlichen Verbindungen hinaus sei noch ein anderer Punkt diskutiert worden. "Weißrussische Logistikunternehmen wollen gerne ihre Mitarbeiter stärker qualifizieren. Da haben wir ja beispielsweise an der Viadrina einige Angebote. Es gibt in Weißrussland ein starkes Interesse an unserem Know-how in diesem Bereich." Das wolle man mit dem Investor Center aufgreifen.

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Max B. 11.04.2014 - 04:42:57

..klar die Weißrussen kommen

@ Marco Habeck, ich gebe Ihnen recht, was die Karawane des Niedriglohns betrifft, allerdings ist die Niedriglohnkarawane ja schon durch hier, ich verweise auf das BMW Ersatzteillager in Slubice (PL), welches hätte durchaus auch in FFo stehen können, weiterhin auf die Spedition Rosner welche eine zeitlang im alten "Allkauf" im Gewerbegebiet "Seefichten" eingemietet war und dort den Warenfluß der LIDL Warengruppe ab D --> PL steuerte, das wurde jetzt nach Slubice ausgelagert. Weißrussische Firmen haben dem Artikel nach bisher keine Zusagen getroffen, lediglich einen Infornationsaustausch, warum, na klar weil der BY - Russe höflich ist. Ich glaube wenn es so kommen sollte, dass sich Weißrusssische Logistikfirmen hier ansiedeln, dann sicher nur mit einem kleinen Büro, was sicher nicht wirklich Arbeitsplätze schafft.

Marco Habeck 10.04.2014 - 22:14:22

ja so ist es

Ich meine gegen den Versuch ist ja nichts zu sagen. Es liegt aber schon nahe das keine Arbeitsplätze für Frankfurter Bürger entstehen. Wir kennen ja alle das Beispiel vom KV-Terminal das ja recht sauer bei den einheimischen Speditionen auf stößt. Wahren es nicht 1,5 Millionen Steuergeld wovon kaum Arbeitsplätze geschaffen wurden. Jedenfalls nicht für Frankfurter Bürger. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/amazon-plant-neue-logistikzentren-in-polen-a-926476.html Die Karawane des Niedrigen Lohnes zieht weiter. Mich würde es nicht wundern wenn auch Deutsche Kunden aus Polen beliefert würden. Das dass kaum Arbeitsplätze hier schafft sondern er verdrängt müsste jeden klar sein. Frankfurt steht genau an der Grenze und die Lohnkosten werden immer ein Entscheider Faktor sein wenn sie 100m weiter weit aus niedriger sind. Ich kann die Hilflosigkeit des OB schon verstehen denn die Ursachen sind eine verfehlte Europapolitik.

Daxchecker 10.04.2014 - 21:26:56

Haha!

Soll der Artikel jetzt ein verspäteter Scherz zum 1. April sein? Eine reine Erwartung als Hoffnung dargestellt. Paßt zum OB, seiner gescheiterten Ansiedelungspolitik und dem k.w. Vermerk beim ICOB. Wann hört endlich die sinnlose Geldverbrennung auf?

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