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Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung beschließt für Danewitz Satzungsentwurf

Dorfgestaltung nach Ansage

Dörfliches Ambiente: Ein Blick in den hinteren Teil der Danewitzer Dorfstraße. Dort reihen sich gepflegte Grundstücke aneinander. Im Vordergrund eine bepflanzte Baumscheibe.
Dörfliches Ambiente: Ein Blick in den hinteren Teil der Danewitzer Dorfstraße. Dort reihen sich gepflegte Grundstücke aneinander. Im Vordergrund eine bepflanzte Baumscheibe. © Foto: Ulli Winkler
Brigitte Horn / 12.04.2014, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der Biesenthaler Ortsteil Danewitz wird wieder eine Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung haben. In der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag ist das Papier einstimmig beschlossen worden. Es soll dazu beitragen, den historischen Dorfcharakter des Ortes zu erhalten.

Das Dorf Danewitz ist ein Angerdorf mit einem gut erhaltenen Bestand an Gebäuden und Gebäudeensembles. Das Dorfbild wird im Wesentlichen von Drei- und Vierseitenhöfen, der Kirche und der Schmiede, welche unter Denkmalschutz stehen, bestimmt. So beginnt die Begründung der Gestaltungs- und Werbesatzung. Dieser besondere Charakter des Ortes ist schon 1995 Grund gewesen, eine Gestaltungssatzung aufzustellen, die 1998 erlassen worden ist. Sie galt nach der Eingemeindung des Dorfes noch bis 2008. Um die Sicherung des Charakters der Ortes fortsetzen zu können, war nun die Aufstellung einer neuen Satzung erforderlich. Damit begonnen wurde 2011.

Entsprechend den berücksichtigten Einwänden der Kreisverwaltung dürfte das Papier jetzt klar und eindeutig sein. Dinge mit zu großen Auslegungsmöglichkeiten wurden gestrichen. So ist es im Vergleich zur Vorgängersatzung deutlich geschrumpft, die eigentliche Satzung passt auf zweieinhalb DIN-A4-Seiten. Umso ausführlicher sind die Begründung und die rechtlichen Grundlagen im Anhang des Satzungsentwurfs.

Der Geltungsbereich der Satzung gilt für die Dorflage Danewitz mit dem ursprünglichen Dorfkern am Dorfanger und der nördlich angrenzenden Siedlung. Es soll vom Grundsatz her erhaltenswerte Bausubstanz im großen und im Detail erhalten werden. Neue Bauten sollen sich harmonisch in das Ortsbild einfügen, "ohne mit den historischen Bauten in einen Wettstreit zu treten", heißt es in der Begründung.

Zu den Vorschriften, um diese Ziele zu erreichen, gehört, dass die Fassaden der Hauptgebäude einen Mineralputz haben müssen, der aber nicht grob strukturiert, glänzend oder gemustert sein soll. Unzulässig nach dem Satzungsentwurf sind Fassadenverkleidungen. Ausgenommen davon sind Klinker im Sockelbereich und Holzschalungen im Giebeldreieck.

Zu den Vorschriften für Fenster und Türen zählt, dass die Fassaden zur Straßenseiten gleichmäßig und rhythmisch gegliedert sein und die Fenster aufrechte rechteckige Formate haben sollen. Zu verzichten ist auf glänzende oder eloxierte Metallprofile oder -bleche sowie auf Fenster mit Glasbausteinen.

Geregelt sind auch der Bau oder die Modernisierung von Dächern und Dachaufbauten sowie von Nebengebäuden und sonstigen baulichen Anlagen. Danach müssen sich die Bauherrn bei Hauptgebäuden für rote, braune oder anthrazitfarbene Ziegel, Schieferplatten oder Dachziegelprofilplatten entscheiden. Besondere Bestimmungen gibt es auch für Solaranlagen, um ein weiteres Beispiel der Satzung anzuführen. Sie sind so auf dem Dach anzubringen, dass sie nicht über den Dachfirst hinausragen. Für Satelliten- und andere Empfangsanlagen gilt, dass sie auf eine Anlage pro Gebäude zu begrenzen und auf der straßenabgewandten Seite anzubringen sind. Carports dürfen im engeren Geltungsbereich, das sind die Gebäude rund um den Dorfanger, nicht an der Straßenseite der Grundstücke errichtet werden.

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