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Länder-Messen angekündigt

heinz kannenberg / 23.01.2010, 08:00 Uhr
Brandenburgs Vizeregierungs-chef Helmuth Markov (Linke) kündigte am Freitagabend beim Neujahrsempfang der Linken an, dass er sich gemeinsam mit Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) um Länder-Messen am Standort Frankfurt kümmern wird. Er verspreche nichts, aber die erste Messe mit Belarus (Weißrussland) 2011 sei bereits auf einem guten Weg. "Wir wollen mit den Länder-Messen eine kontinuierliche Institution in Frankfurt etablieren", betonte er vor mehr als 100 Gästen im Kleist Forum. Der Finanzminister hob hervor, dass er bereits Verhandlungen mit weiteren Ländern vereinbart habe.

Helmuth Markov war aber vor allem nach Frankfurt gekommen, um für seinen Parteifreund Stefan Ludwig als Oberbürgermeister-Kandidaten zu werben. "Die politischen Rahmenbedingungen, dass die Linken in der Landesregierung sind, verknüpft mit einem Kandidaten, der schon mal Bürgermeister war und weiß wie man eine Verwaltung führt, ist ein Vorzug des Linken-Kandidaten", warb er für Stefan Ludwig, der bis 2009 Bürgermeister in Königs Wusterhausen war. Helmuth Markov präsentierte sich als ein politischer Finanzminister und empfahl der Stadtpolitik im Sinne von Zukunftsgestaltung: "Nicht die Finanzen dürfen bestimmen, was passiert, sondern es müssen Schwerpunkte gesetzt und dann dafür das Geld zur Verfügung gestellt werden." Als Finanzminister wisse er, dass dies auch heiße, woanders etwas einzusparen.

Stefan Ludwig, verheiratet und Vater von vier Kindern, nannte als inhaltliches Wahlziel: "Ich will Frankfurt fit machen für die Zukunft." Die nächsten acht Jahre würden die Entwicklung Frankfurts prägen. Er wolle dazu als Oberbürgermeister einen besonderen Beitrag leisten. "Frankfurt muss spürbar zum Motor in der Region werden", betonte der 42-Jährige. Derzeit werde die Stadt als Oberzentrum dieser Rolle nicht gerecht. Stefan Ludwig, stellvertretender Fraktionschef im Landtag, konstatierte zufrieden, dass der bisherige Wahlkampf bereits zu "Lockerungsübungen" zwischen den Frankfurter Parteien geführt habe. Er nannte es als eines seiner Ziele, die Gräben zwischen den Parteien und in der Verwaltung zuzuschütten. Für ein weiter-so stehe er nicht zur Verfügung. Wer dies wolle, könne Martin Wilke wählen. Dieser habe die Parteien hinter sich und den Segen des jetzigen Oberbürgermeisters, die die bisherige Entwicklung zu verantworten haben, gab sich Stefan Ludwig schon ein wenig wahlkämpferisch.

Der Kreischef der Linken René Wilke warb für einen Neuanfang in der Frankfurter Stadtpolitik. Mit jemandem von außen könne dies seiner Meinung nach besser gelingen. Die Frankfurter Politik werde von Einzelnen und Grüppchen bestimmt und mancher verdrehe schon die Augen, wenn er nur die Namen höre. Die Bilder, die man voneinander habe, seien schon festgelegt. René Wilke sieht in Stefan Ludwig einen erfahrenen Kommunalpolitiker, der für einen Neustart geeignet ist. Er warb für einen fairen Wettstreit um die beste Ideen für die Stadtentwicklung im Wahlkampf.

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