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Biesenthaler machen sich für Berufspendler stark

Pfeifkonzert am Bahnhof

Lautstarker Protest: Mit einem Pfeifkonzert verschafft sich die Lokale Agenda 21 am Biesenthaler Bahnhof Gehör.
Lautstarker Protest: Mit einem Pfeifkonzert verschafft sich die Lokale Agenda 21 am Biesenthaler Bahnhof Gehör. © Foto: Rainer Horn
Rainer Horn / 15.04.2014, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Bessere Bahnverbindungen soll es für Biesenthaler Bürger geben. Dafür demonstrierte die Lokale Agenda 21 am vergangenen Sonntag mit einem schrillen Pfeifkonzert. Etwa 40 Demonstranten hatten sich dazu unter Polizeiaufsicht neben dem Bahnsteig - noch vor der Mittagstunde - eingefunden. Menschen aus verschiedenen politischen Lagern, die sich hüteten, den Bahnsteig zu betreten. Alles lief friedlich und geordnet ab. Die bunte Truppe, mit Kind und Kegel, hatte Pfeifen, Plakate, spezielle Bahnkellen und auch Mützen dabei, doch es war keine Kulturveranstaltung. Der Protest der Demonstranten ergibt sich aus den anhaltenden Schwierigkeiten der Pendler, mit dem Zug nach Berlin zur Arbeit zu fahren und zurück nach Biesenthal zu kommen. Die Sorgen gehen künftig bis dahin, womöglich den Arbeitsplatz zu verlieren, wenn das pünktliche Erscheinen nicht mehr möglich ist.

"VBB und Landespolitik sind nicht dazu bereit, der Forderung nach einem regelmäßigen Halt des Regionalexpresses (RE) in Biesenthal zuzustimmen", das erklärte per Megaphon Thomas Janoschka am Bahnhofsvorplatz. Außerdem habe der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) geplant, den Fahrplan im Dezember 2014 so zu verschlechtern, dass längere Fahrzeiten entstehen und es unmöglich wird, in Bernau umzusteigen. "Dagegen protestieren wir mit unserem Biesenthaler Pfeifkonzert", sagte er. "Das Pfeifkonzert haben wir gewählt, weil wir bisher nur auf taube Ohren gestoßen sind."

Die Demonstration soll besonders der Landespolitik deutlich machen, dass bessere Lösungen für die Fahrgäste dringend notwendig sind. Es sei nicht hinnehmbar, das mehrere hundert Fahrgäste jeden Tag 45 Minuten länger für ihren Arbeitsweg nach Berlin brauchen, obwohl mit dem RE-Halt eine einfache und preiswerte Verbesserung möglich wäre, betonte Janoschka. Anderswo ginge es doch auch, so der Tenor bei der Demonstration.

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