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Biesenthals Bauausschuss sucht nach Lösung / Schutz der Bäume im Vordergrund

Gefährliche Straßenborde

Immer höher hinaus wachsen die Bordsteine in der Beethovenstraße.
Immer höher hinaus wachsen die Bordsteine in der Beethovenstraße. © Foto: Ulli Winkler
Brigitte Horn / 21.04.2014, 08:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Beethovenstraße ist ein traditionelles Siedlungsgebiet und hat noch das alte Natursteinpflaster. Vermutlich genauso alt sind dort die Straßenborde, die durch die Wurzeln der Bäume immer mehr nach oben gedrückt werden und so eine Gefährdung für Passanten darstellen.

Die Borde ragen dermaßen über das allgemeine Straßenniveau heraus, dass sie für Fußgänger eine Stolpergefahr bilden. Wer dort unbedacht eine Autotür öffnet, kann ebenso sein blaues Wunder erleben. Aber auch Radfahrer sind nicht gerade glücklich, wenn sie den Drahtesel über die hohen Kanten hieven müssen. Im Biesenthaler Bauausschuss hatte man sich jüngst der Thematik angenommen.

Die radikale Lösung würde bedeuten, die Bäume zu fällen und den Gehweg neu anzulegen, dies besonders vor dem Hintergrund, dass der Bürgersteig in diesem Bereich der Beethovenstraße sehr schmal ist und nicht viel Platz für die Bäume vorhanden ist.

Diese Lösung wurde jedoch sofort von den Mitgliedern des Bauausschusses verworfen. Im Sinne einer grünen Stadt Biesenthal sollten die großen Bäume auf jeden Fall erhalten bleiben. Darüber hinaus besteht die Sorge, dass man die Wurzeln der Bäume schädigt, wenn man versuchen würde, die Bordsteine neu einzusetzen. Was also ist tun?

Ausschussmitglied Uwe Bruchmann plädierte für einen vollständigen Verzicht der Bordsteine. Dies allerdings sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht zu machen, gab Jens Heidebrunn von der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim zu bedenken. Vielmehr sollten die Bereiche, in denen keine Bäume stehen, ordentlich hergerichtet werden. Anne Schulz, Mitglied des Ausschusses, sah im "abflexen" der hochstehenden Steine eine mögliche Variante, um dem Problem Herr zu werden.

Demgegenüber empfahl der Ausschussvorsitzende Andreas Jahn, Baumscheiben aus Recycling und Schotter anzulegen, die zum Teil bis auf die Straße reichen. Bei zwei Bäumen sollte dies zunächst getestet werden, um zu prüfen, wie sich das bewährt.

Angesichts der besonderen Problematik dieser Straße war man zum einen dafür, die Straßenbäume zu erhalten, andererseits bestand auch Einigkeit darüber, dort künftig keine Bäume mehr nachzupflanzen.

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