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Ein Euro-Jobber sammeln jeden Monat 20 Kubikmeter Kehricht auf Schwedter Straßen, Wegen und Plätzen ein

Die Saubermänner

Treff vor der Inpro-Zentrale im Haus der Bildung und Technologie. Geschäftsführer Michael Pries mit einem Teil seines Außenteams. Die Langzeitarbeitslosen in den orangefarbenen Westen fallen im Stadtbild auf und tragen dazu bei, Schwedt sauber zu halten.
Treff vor der Inpro-Zentrale im Haus der Bildung und Technologie. Geschäftsführer Michael Pries mit einem Teil seines Außenteams. Die Langzeitarbeitslosen in den orangefarbenen Westen fallen im Stadtbild auf und tragen dazu bei, Schwedt sauber zu halten. © Foto: Dietmar Rietz
Dietmar Rietz / 28.04.2014, 21:08 Uhr - Aktualisiert 28.04.2014, 21:18
Schwedt (MOZ) Jeden Monat sammeln die "Saubermänner" in ihren orangefarbenen West 20 Kubikmeter Müll im Stadtgebiet Schwedt ein. Es sind Langzeitarbeitslose, die vom Jobcenter an die Inpro GmbH vermittelt werden. Ein-Euro-Jobber, wie der Volksmund sagt.

"20 Kubikmeter Kehricht ist irre viel", sagte Michael Pries, Geschäftsführer der Inpro GmbH. Er organisiert mit sechs Mitarbeitern den Einsatz von weit über 100 Frauen und Männern in Schwedt und auf den Dörfern des Amtes Gartz. Das sind öffentlich geförderte Beschäftigungsverhältnisse. Die Ein-Euro-Jobber dürfen nur machen, was die private Konkurrenz nicht erledigen kann oder will.

Die kleinen Gruppen von Straßenmüllsammler fallen mit ihren orangefarbenen Westen auf im Stadtbild. Auch anerkannt wird von den Schwedtern, dass sie in gutes Stück dazu beitragen, dass die Stadt sauberer wirkt als andere Orte. Altholz, Kehricht, Kippen, Papier, Plastebecher, Silvesterböller - alles, was anderen auf Straßen, Wegen und Plätzen aus der Hand fällt, wird eingesammelt. Besonders viel Müll wird auf dem Platz der Befreiung und am Bollwerk eingesammelt oder nach Stadtfesten. Im Gedächtnis geblieben ist den Außenteams das letztjährige Oktoberfest. Das war Müllsammeln im Akkord, säckeweise, schier endlos.

Im Winter beginnt die Arbeit um 7.30 Uhr. In den Sommermonaten schon um 6 Uhr. "Wir nutzen für die Außenteams das Tageslicht und meiden im Sommer die Mittagshitze", erklärt Michael Pries den wechselnden Arbeitsbeginn. Ihr Arbeitsgebiet reicht vom Bollwerk und Berliner Straße bis zur Leverkusener Straße am Waldrand - über das gesamte Stadtgebiet.

In den Teams haben alle eine lange Karriere als Arbeitslose hinter sich. Darunter sind Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wie gebürtige Schwedter, ehemalige Chemiefacharbeiter, Handwerker. Ärzte. Der Fallmanager im Jobcenter verordnete ihnen den Ein-Euro-Job, um sie wieder für den Arbeitsmarkt zu aktivieren, Struktur in ihren Alltag zu bringen, das Selbstwertgefühl zu steigern, neue soziale Kontakte zu knüpfen.

Andrea, seit mehr als fünf Jahren arbeitslos und erst kurze Zeit in der "Saubermann"-Truppe, sagt zu ihrem Mini-Job: "Ich würde lieber etwas anderes machen, wenn ich eine andere, bezahlte Arbeit bekäme. Aber ich komme unter Leute und verdiene ein paar Euro dazu. Deshalb mache ich das hier." Daniel, seit mehr als zehn Jahren arbeitslos und seit ungefähr neun Monaten ein Inpro-"Saubermann" kommentiert: "Wenn Du den Dreck einsammeln musst, bist Du manchmal sauer. Aber Du überlegst Dir auch, ob Du noch mal einfach so was auf die Straße wirfst, weil Du weißt, wie viel Mühe es macht, das wieder einzusammeln." Er ist froh über den kleinen Job. 30 Stunden pro Woche ist er mit Kollegen im Stadtgebiet unterwegs. 1,10 Euro gibt es pro Stunde als Mehraufwandsentschädigung. "Na klar ist das Geld wichtig. Aber so komme ich vor allem unter Leute, mache was Sinnvolles. Wir machen Schwedt ein bisschen sauberer. Allemal besser als zu Hause sitzen und mir fällt die Decke auf den Kopf."

Manchmal stecken ihnen die Leute ein Schachtel Pralinen zu oder Schokolade. Mancher hat ein gutes Wort für ihre gute Arbeit. Das motiviert. Aber andere Passanten oder Zuschauer werden garstig, beschimpfen die Ein-Euro-Jobber "Müllmänner" oder faules Pack oder greifen tiefer in die Schimpfwortkiste. Oft die selben, die wider jedes Gesetz verlangen, dass Arbeitslose zwangsweise zur Arbeit herangezogen werden. Das stimmt die "Saubermänner" traurig.

Inpro-Geschäftsführer Michael Pries steht zu seinen Leuten. Er hat erst im April wieder Zugang vom Jobcenter bekommen. Er schätzt ein: "Die Arbeit meiner Leute ist wichtig und die Schwedter würden schnell merken, wenn Sie nicht mehr unterwegs wären. Außerdem glaube ich, dass ohne den mit einer Arbeit einhergehenden Zwang regelmäßig früh aufzustehen, pünktlich zur Arbeit zu gehen, zu arbeiten, hier soziale Kontakte zu haben und etwas Geld dazu zu verdienen mancher für den Arbeitsmarkt vielleicht völlig verloren gegangen wäre. Das ist für sie ein kleine, aber reale Chance, irgendwo den Fuß wieder in die Tür zu bekommen. Wir haben jede Woche Ehemalige im Büro, die sofort wieder anfangen würden. Aber den Einsatz regelt das Jobcenter den geltenden Kriterien." Pries ist seit 1998 in dem Geschäft und seit 2009 Geschäftsführer. Er schätzt, dass es Arbeit für doppelt so viel Leute gibt, wenn das Geld dafür da wäre. Hoffnung machte ihm folgende Meldung. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will deutlich mehr Geld für die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zur Verfügung stellen. Ein entsprechender Vorschlag während der Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag eingebracht. Danach könnten in den kommenden vier Jahren die Mittel für die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit um insgesamt 1,4 Milliarden Euro aufgestockt werden. Für 2014 ist wäre das ein Mehr von 325 Millionen Euro. Der Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke hatte nachgerechnet und herausgefunden: "Konkret bedeutet das für das Jobcenter Uckermark eine Erhöhung der Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik in diesem Jahr um 686332 Euro. Er glaubt, dass damit nach jahrelangen Kürzungen in diesem Bereich endlich eine Trendwende in Gang gesetzt werden kann. Zierke: "Das nützt vor allem den Langzeitarbeitslosen, von denen endlich wieder deutlich mehr eine Chance auf einen Arbeitsplatz, auf Qualifizierung und damit auf Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben erhalten.

Der ein oder andere seiner "Saubermänner ist heute sein Angestellter, andere sind Gemeindearbeiter geworden oder haben eine andere Anstellung gefunden. Für diese wenigen war der Ein-Euro-Job, die Chance, sich für eine Arbeit zu empfehlen, die Brücke auf den ersten Arbeitsmarkt.

Über das Programm Arbeit für Brandenburg kann Pries auch Leute am Schwedter Theater einsetzen, in der Requisite und zum Sauberhalten des Hugenottenparks zwischen Bollwerk und Wassersportzentrum. Andere Frauen und Männer helfen an der Musik- und Kunstschule oder sind als Integrationshelfer an Schulen aktiv. Pries versichert: "Alle ausgeführten Arbeiten sind marktneutral." Das soll heißen: Sie schaden der Privatwirtschaft nicht und nehmen keinem anderen Schwedter einen bezahlten Job weg.

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wie immer der selbe 30.04.2014 - 18:28:50

mal für den Redakteur

E-Mail-Adresse ist doch bekannt, oder doch nicht? Ich finde den Beitrag in seiner Würdigung nicht gerade berauschend. Sie hinterfragen nicht die Motivation, derjenigen die diese Maßnahmen initiieren. es geht der Firma impro nicht um jene Menschen, es geht um Geld verdienen in der Armutsindustrie , man benutzt hierfür Menschen. da Sie selbst den Grund/ die Antwort selbst nennen, wundert mich das schon. hier mal ein Beispiel sie schreiben:...sie wieder für den Arbeitsmarkt zu aktivieren, Struktur in ihren Alltag zu bringen.... und sie liefern die Sinnlosigkeit dieser Maßnahme gleich mit sie schreiben ... Integrationshelfer an Schulen.... und zusammenfassend Leute die Indikationsbedarf haben und an dieser Maßnahme teilnehmen, integrieren andere Menschen? Wenn Sie dazu der Lage sind, wäre die Maßnahme selbst sinnlos, wer andere integrieren kann , kann auch sich selbst zu integrieren. Entscheidender ist aber dass dann diese Maßnahme selbst als haltlos überflüssig und gesetzeswidrig daherkommt. Schon allein das diese Maßnahme niemals zusätzlich sein kann, da sie ausschließlich Aufgabe eines Sozialträgers ist, also ein gesetzlicher Auftrag. und hier kann sich niemand herausreden dieses wäre unbekannt. alle Verantwortlichen wissen sehr wohl, dass sie sich gesetzeswidrig verhalten. Und hier die juristische Definition : Arbeiten, die auf Grund einer rechtlichen Verpflichtung durchzuführen sind oder die üblicherweise von juristischen Personen des öffentlichen Rechts durchgeführt werden, sind nur förderungsfähig, wenn sie ohne die Förderung voraussichtlich erst nach zwei Jahren durchgeführt würden. Straßenreinigung, Winterdienst, Silvester Böller, usw. unterliegen der öffentlichen Daseinsvorsorge und sind über die Gebührenordnung der Stadt vom Bürger bezahlt worden. auch die Argumentation: "Alle ausgeführten Arbeiten sind marktneutral." Das soll heißen: Sie schaden der Privatwirtschaft nicht und nehmen keinem anderen Schwedter einen bezahlten Job weg. wenn dieses so wäre, gäbe es keine Hausmeisterdienste die sich ihr Einkommen über das Jobcenter aufstocken lassen müssen. Soll es wirklich in Schwedt niemand geben der bereit wäre den Auftrag der Stadt zur Reinigung und die Sammlung von Abfällen anzunehmen? Wie viel ist der Stadt Schwedt die Arbeit Wert? Oder andersherum was wäre die Stadt bereit zu zahlen? Wie viel Arbeitsplätze könnte so finanziert werden? das nacharbeiten was andere Auftragnehmer liegen lassen, zeugt nicht gerade von Qualitätsarbeit. Sollte die Stadt Schwedt schon für die Beseitigung dieses Mülls bezahlt haben, so wäre ein Garantieanspruch in Anspruch zu nehmen. Integrationshelfer ist eine auf dem Markt nachgefragte Beschäftigung und sind außerdem Eingliederungshilfe für Behinderte vom Sozialhilfeträger als Kostenträger zu finanzieren und wenn man sich nun die Definition oben anschaut, bezweifle ich sehr dass man das zwei Jahre liegen lassen darf. Ich mache den Redakteur sicherlich keine Vorwürfe, es ist schon ein spezielles Gebiet. Mir ist auch durchaus bewusst das heute hintergründige Recherche schon eine Seltenheit ist. Aber dieses ist ebenfalls eine Auswirkung der wunderbaren Agenda Politik der SPD. und schon wären wir bei dem SPD Bundestagspolitiker Zierke, "Das nützt vor allem den Langzeitarbeitslosen, von denen endlich wieder deutlich mehr eine Chance auf einen Arbeitsplatz, auf Qualifizierung und damit auf Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben erhalten. ich erinnere nur mal in dem Zusammenhang das dass es SPD Politiker waren die ein so verachtenswertes System Ausbeutersystem installiert haben. Und dann sind mir die Wahlversprechen dieses Politikers noch deutlich in den Ohren. Bleibt nichts weiter übrig als SPD - Lügen, auch das ist mir nicht neu. Wäre der SPD auf den Leim geht, hat schon verloren. mit den Worten zu sprechen, die sie niederschrieben! Daniel, seit mehr als zehn Jahren arbeitslos und seit ungefähr neun Monaten ein Inpro-"Saubermann" unabhängig davon dass eine Maßnahme maximal sechs Monate dauern darf, wie viel Maßnahmen soll dieser Mensch noch erhalten?. das sind Maßnahmekarrieren, da sind mehr Maßnahmen enthalten als Bewerbung. Der Lebenslauf solcher Menschen umfasst in der Uckermark schon mehr Maßnahmen als Beschäftigungsverhältnisse! Entscheidender ist was nach solch eine Maßnahme erfolgt! Was kommt danach? welchen Qualifizierungsfortschritt haben diese Menschen erreicht? welchen Berufsabschluss oder Qualifizierung/ Fortbildung haben Sie werden der Maßnahme erzielt? Wie haben sich die Chancen der Arbeitsermittlung erhöht? Ich kenne Beurteilung von Maßnahmeträger zu genüge! In diesem Sinne wünsche ich ihn mehr Erfolg und wünsche mir mehr kritische Betrachtung, beim nächsten Beitrag.

wie immer der selbe 30.04.2014 - 12:04:04

Ostern das Fest der christlichen Liebe und Achtung

wer Menschen für diesen Hungerlohn in Nachtschicht arbeiten lassen will , gehört vor den Staatsanwalt. das ist nicht mal Ironie, das ist Verachtung

Michael Knöfel 30.04.2014 - 09:39:52

Osterkrone bewachen

Ich bin mir nicht sicher ob es Ironie ist, aber für 8.80€ jemanden zur Nachtschicht zu schicken ist wohl nicht ganz ernst gemeint. Mit "besinnlichen Ostern" wird es dabei wohl nicht viel werden.

B.Neßler 29.04.2014 - 13:22:19

1€ Jobber

Vielleicht hat sich der Arbeitsmarkt bis 2015 noch nicht so weit erholt und es gibt dann immer noch langzeitarbeitslose Uckermärker. Sinnvoll wäre es die Maßnahme Osterbaumbewachung in den Plan auf zu nehmen. Der stetige Zerstörungstrend der Osterkrone am Vierradener Platz hat sich auch 2014 fortgesetzt. Bewachung von 22:00 - 6:00 Uhr = 8h x 1,10€ = 8,80€ pro Nachtschicht. Billiger geht's nicht. Kosten : Nutzen einmalig hoch. Mein Vorschlag für ein besinnliches Osterfest 2015 in der wunderschönen Uckermark.

Jörg Kuschel 29.04.2014 - 11:32:54

Und was passiert danach???

http://www.andreas-bernig.de/nc/politik/meldungen/detail/zurueck/meldungen-27/artikel/fachgespraech-war-ein-erfolg-und-fand-viel-interesse-bei-den-teilnehmern/ Vielleicht ist das ein machbarer Weg zur Integration und damit zur Teilhabe und einer bezahlten Tätigkeit. Ansonsten sollte man mit dem mehr an Geld Zurückhaltung üben. Die Prioritäten sind etwas anders gesetzt. In der Betrachtung liegt der Focus auf LeB bis 35 Jahre ohne Ausbildungsabschluss und Jugendliche im Übergang Schule Beruf zur Sicherstellung einer Ausbildung und deren erfolgreicher Abschluss. Die große Koalition sorgt erstmal für Stagnation in der Entwicklung, da die arbeitsmarktpolitische Keule von Frau v. d. Leyen eine zerschlagene Landschaft hinterlassen hat. Die wird sachte beräumt bis zum Ende der Legislaturperiode. Neben dem Zweifel an der Zusätzlichkeit mischt sich auch immer die Frage nach dem Qualifizierungsanteil in der Tätigkeit und der ehrlichen Hinwendung zur Frage nach der Arbeitsmarktfähigkeit.

wie immer der selbe 29.04.2014 - 11:14:08

Indikationshelfer an Schulen was ist das?

und vor allen Dingen ganz zusätzlich, verdrängt auch keine reguläre Arbeit:-) http://www.kimeta.de/Jobs?q=integrationshelfer Nach doch ein ganz regulär bezahlter Job! Na hoffentlich sind die Integrationshelfer in Schwedt so intelligent und fordern den entsprechenden Lohn. Von wegen wettbewerbsneutral, und dann sollte sich der Geschäftsführer mal Gedanken machen welches Bild er von seinen Integrationshelfern hier vermittelt. Sollte ich ein behindertes Kind haben würde ich mehr das verbitten. Ersten die Leute weder in der Lage ihr eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen, (so die Aussage des Geschäftsführers) wenn sie aber in der Maßnahme sind sind sie vollwertige Arbeitskräfte und können als Indikation Helfer arbeiten?

wie immer der selbe 29.04.2014 - 10:44:06

was macht eigentlich die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes?

wenn solche Machenschaften in Schwedt möglich sind, muss die Gewerkschaften kräftig mit in der Suppe herumrühren. die Gewerkschaft ist beim Einsatz von diesen Maßnahmen zu beteiligen? Welche Entscheidung traf die Gewerkschaft/der Betriebsrat in der Stadtverwaltung Schwedt ? oder falls es dann doch für den Landkreis von Bedeutung haben sollte die dortige Betriebsrat Vertretung/Gewerkschaft? Wie ist so ein Betrug überhaupt möglich? Keiner wusste von der Gesetzwidrigkeit? Fragen über Fragen.. Ich hoffe nur der entsprechende Redakteur bleibt dieser Menschen-Ausbeutung auf der Spur und nennt die Verantwortlichen beim Namen! Ich fang gleich mal an Herr Steffen, Leiter der Jobcenter, dürfte wohl ausreichend informiert sein. auf jeden Fall trägt er die volle Verantwortung für diesen Missbrauch von Steuergeldern oder besser gesagt Missbrauch von mit Menschen. Das ganze geschieht auch noch unter Androhung von Sanktionen! ich bin selbstverständlich auch bereit, jeden Betroffenen darin zu unterstützen, sein Lohn einzuklagen. meldet euch einfach wenn ihr auf die ca.2500 Euro nicht verzichten wollt, und nebenbei angemerkt Wertersatz kann nicht auf die Leistung angerechnet werden.

wie immer derselbe 29.04.2014 - 10:33:41

nein, nicht für den Anwalt oder doch hundertmal Anwaltsgebühren

das Jobcenter und der Landkreis hat sowas zu unterbinden, Das ist nicht unbewusst eine falsche Herangehensweise, sondern ganz bewusst, werden die Leute um ihren regulären Lohn betrogen. eine Gebührensatzung und die daraus resultierenden Aufträge können niemals zusätzlich sein. Und das trifft wohl für die Beseitigung von Müll in Schwedt vollumfänglich zu. Ich hoffe nur die Leute schließen sich zusammen und erheben mal gleich Widerspruch ich erhebe Widerspruch gegen die Zuweisung vom.......wegen fehlender Zulässigkeit. Bei gleichzeitiger Beantragung ich Wertersatz für die geleistete Arbeit bisher, bitte überweisen Sie entsprechend des öffentlichen Tarifs für Kommunen, den mir zustehenden Wertersatz/Lohn auf das Ihnen bekannte Konto. mit freundlichen Grüßen Ihr immer ergebener Leistungsempfänger und für die Betroffenen hier euer zustehender Lohn E5- E6 ca. 2200 bis 2500 Euro je Monat geleistete Arbeit. http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/vka?id=tvoed-vka-2014&matrix=1

Dirk Sill 29.04.2014 - 10:14:25

Geschädigt werden auch andere.

Nämlich Vereine und Institutionen die wirklich auf die geförderten Maßnahmen angewiesen sind. Die Zuteilung darüber obliegt der Stadt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Während die Stadt normale Arbeit darüber erledigen läßt, gehen andere leer aus und daran irgendwann kaputt. Bei 100 Leuten erwirtschaftet diese Pseudo-GmbH ein erquickliches Sümmchen. Der Geschäftführer muß "gute" Verbindungen haben. Man kann auch kurz und direkt sagen, dieses System ist eine große Schweinerei, unmoralisch und hilft niemandem.

stille G. 29.04.2014 - 09:26:26

Lohndumping ???

hier wartet also Arbeit für den Anwalt : -) und fürs Gericht : -)) http://www.moz.de/details/dg/0/1/1267845/ ich schließe mich den ausführlichen Kommentaren an : -)))

Papa Lars 29.04.2014 - 00:55:46

Ist dass die sogenannte Schaffung von Arbeitsplätze?

Ist bei euch in Schwedt nicht die Kommune für Sauberkeit und Ordnung zuständig? Stellt die Kommune keine Arbeitskräfte ein oder hat diese bereits entlassen? Das ist doch das Gegenteil von Arbeitsplätze schaffen oder? Warum Schreibt der Autor eigentlich nur schwammig? Wie viele wurden denn wo, wie lange und zu welchen Lohn eingestellt?

Klaus 29.04.2014 - 00:18:20

alles Lügner

verklagt nun Jobcenter Uckermark sich selbst Herr Steffen? “Weitere Klagen gegen Unternehmen, die sittenwidrige Löhne zahlen, führt das Jobcenter Uckermark. Es geht dabei um die Eindämmung von Lohndumping.“ http://www.moz.de/details/dg/0/1/1264056/ soviel zur Glaubwürdigkeit oder besser gesagt Scheinheiligkeit behördlichen Handelns. Der Spruch ....beim betreten eines Jobcenter verlassen sie dem Boden des Grundgesetzes ....dürfte hier wohl wieder von ganzem Tragen kommt. ach so Herr Steffen Paragraph 115 SGB X verpflichtet sie aktiv zu werden und diesen Missbrauch und gesetzeswidrigen Einsatz von ein Euro Kräften zu beenden. Auch der Schadenersatz gegenüber den ausgebeuteten,der zu erbringen ist, wäre schon mal eine moralische Verpflichtung.

Klaus 29.04.2014 - 00:04:39

für die die es wieder gut finden

sollte sich wieder ein später finden der solche Ausbeutung schön findet dem sei gesagt er zahlt einmal Steuern für die Hartz IV Leistung damit sie die Stadt säubern können und einmal über die Abgaben als Mieter für die Straßenreinigung. Die Gebührensatzung der Stadt Schwedt gibt Auskunft Die Stadt Schwedt/Oder erhebt für die von ihr durchgeführte Reinigung der öffentlichen Straßen Straßenreinigungsgebühren. Die Gebühren werden dem Gebührenpflichtigen durch einen Abgabenbescheid bekannt gegeben. Zahlungstermine 15. Februar, 15. Mai, 15. August, 15. November Hinweis zu den Zahlungsterminen und wie die aktuellen politischen Akteure in Stadt und Landkreis den Bürger berscheißen könnte ihr euch hier http://www.schwedt.eu/sixcms/detail.php/land_bb_boa_01.c.109113.de?_lang=de herauslesen. Alles das tun diese Saubermänner bei impro GmbH , sie bescheiden im Auftrag von Jobcenter Landkreis und Kommune den Mitbürger und prellt sie um ihre Gebühren

Klaus 28.04.2014 - 23:59:19

warum immer so ein Witz

hundertmal klagen gegen das Jobcenter, auf vollwertigen tariflichen Lohn. notwendige Klageschriften stelle ich gern zur Verfügung. Ich habe lange genug zugeschaut, wie man Menschen ausbeutet, sollte sich jemand finden der seinen Lohn haben möchte, den stehe ich voll umfänglich zur Seite. und nein ich habe schon alle Behörden wegen dieser Machenschaften angeschrieben und um Abhilfe gebeten leider stecken Sie unter ein und derselben Decke. na hoffentlich findet sich jemand der auch sein Lohn haben möchte und sich nicht zum Hampelmann machen lässt. http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-aus-fuer-1-euro-jobs-und-buergerarbeit-4094.php Selbst von der Behörde als zusätzlich bezeichnete Arbeiten wie die Tätigkeit als "Hilfsarbeiter bei der "Aktion "Saubere Stadt" - Aufsammeln von Müll und Unrat im Stadtgebiet, Park oder Wald" gehört in der Regel zu den originären Aufgaben der Gemeinde, stellt also in der Praxis keine wirklich zusätzliche Arbeit dar. In einigen Städten wurden „1-€-Jobber“ gar rechtswidrig für Abriss- oder Bauarbeiten herangezogen. Derartige Auswüchse dürften der Vergangenheit angehören, da solche Tätigkeiten nicht mehr den Anforderungen an die Zulässigkeit einer „Arbeitsgelegenheit“ entsprechen. Die neuen Urteile sind zu begrüßen, da durch einige Arbeitsgelegenheiten den „echten“ Firmen und Handwerksbetrieben Aufträge verloren gingen und somit reguläre Arbeitsplätze gefährdet waren.

MB 28.04.2014 - 23:14:58

Rechtswidrige Zwangsarbeit

... ist das nach meiner Einschätzung und die Betroffenen sind schon so hilflos und deprimiert, dass die sich nicht trauen noch etwas dagegen zu sagen, aber auch verständlich wenn man ständig mit Sanktionen bedroht wird. Nur diese GmbH wird ein gutes Geschäft machen mit dieser "Integrationsleistung". Leute wehrt euch und sagt NEIN!

OlafP 28.04.2014 - 22:45:45

warum stellt man die Leute nicht fest und sv pflichtig ein ?

achne da würde diese GmbH nichts verdienen, der Gf sein Job verlieren. Man müsste Geld ausgeben. Und so verdient man noch was und lsst die Arbeit kostenneutral verrichten. "Zierke: "Das nützt vor allem den Langzeitarbeitslosen, von denen endlich wieder deutlich mehr eine Chance auf einen Arbeitsplatz, auf Qualifizierung und damit auf Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben erhalten." genau dafür arbeitet auch der Herr. Und nicht um sein leben zu finanzieren. ""Alle ausgeführten Arbeiten sind marktneutral." Das soll heißen: Sie schaden der Privatwirtschaft nicht und nehmen keinem anderen Schwedter einen bezahlten Job weg." falsch das ist ein job auf den ersten Arbeitsmarkt. wenn nicht sogar ein Job der Stadt Schwedt und dessen Bauhof.

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