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Verein sucht Areal in Schöneiche oder Woltersdorf

Konkrete Pläne für Montessori-Campus

Michael Gabel / 10.05.2014, 07:41 Uhr
Schöneiche/Woltersdorf (MOZ) Eine Gruppe von Montessori-Pädagogen hat Interesse, in Schöneiche oder Woltersdorf eine weiterführende Schule zu errichten. Auch der Bau einer Aus- und Weiterbildungsstätte ist vorgesehen. Derzeit laufen noch Verhandlungen. Bis Juni/Juli will man sich für einen der beiden Standorte entscheiden.

Gespräche führen die Vertreter des möglichen Trägers parallel mit Kommunalpolitikern in Schöneiche und Woltersdorf. Träger wäre die Internationale Montessori Institut GmbH und die gemeinnützige Montessori Campus GmbH. Beide Gesellschaften befinden sich in Gründung.

In Schöneiche haben die Initiatoren den Standort ehemaliges Schlossgelände ins Auge gefasst. Dort, so die Idee, könnte der Montessori-Campus in den kommenden Jahren Stück für Stück wachsen, so dass das Grundstück am Ende in der Form eines Vierseithofes bebaut würde. Vorgesehen ist eine Ansammlung mehrerer Bildungseinrichtungen - von der Krippe bis zur gymnasialen Oberstufe sowie darüber hinaus eine Aus- und Weiterbildungsstätte für Montessori-Pädagogen.

Wie Schöneiches Bürgermeister Heinrich Jüttner den Ausschüssen der Gemeindevertretung sagte, will der Interessent in der Planung "das ursprüngliche Schloss- und Gutshofensemble aufgreifen". Bei dem ehemaligen Schlossgelände handelt es sich um ein 9200 Quadratmeter - etwas mehr als ein Fußballfeld - großes Grundstück. Es gehört zwei Eigentümern: der Gemeinde Schöneiche und den Berliner Stadtgütern.

Aber die Pädagogen haben ihre Fühler nicht nur nach Schöneiche ausgestreckt, sondern auch nach Woltersdorf. Dort käme das Delta-Gelände an der Schleusenstraße infrage, auf dem sich unter anderem ein Bürogebäude und die Stöberhalle stehen. Das Areal befindet sich in Privateigentum.

Uwe Reyher, Leiter der Freien Grundschule in Woltersdorf, gehört zu den Initiatoren des Projekts Montessori-Campus. Er sagte der MOZ, man sei fest gewillt, an einem der beiden Standorte zu bauen. Knackpunkt sei die Frage des Grundstückserwerbs beziehungsweise anderer Möglichkeiten der Nutzung wie zum Beispiel durch Erbbaurecht. Darüber würden noch Gespräche geführt. "Bisher hat alles, was wir angefangen haben, geklappt", verweist Reyher auf ein ähnliches Projekt in Berlin-Köpenick. Dort hatten Montessori-Pädagogen vor zehn Jahren eine weiterführende Schule gegründet, in die zunächst 13 Schüler gingen. Jetzt sind es 350. Reyher war dort der erste Schulleiter, bevor er Anfang dieses Schuljahres die Leitung der Freien Grundschule Woltersdorf übernahm.

Das nach der italienischen Pädagogin Maria Montessori (1870-1952) benannte Bildungskonzept beruht auf dem Bild des Kindes als Baumeister seiner selbst. Als Grundgedanke der Montessori-Pädagogik gilt die Aufforderung: "Hilf mir, es selbst zu tun"..

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