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Lobetaler Bio-Molkerei und Naturpark Barnim schicken treue Kunden auf Entdeckertour

Ein Joghurt mit Mission

Sabine Rakitin / 11.05.2014, 21:02 Uhr
Biesenthal (MOZ) Auf Entdeckertour durch den Barnim gingen am Sonnabend Liebhaber des "Lobetaler Bio". Nach einer Wanderung durch das Nonnenfließ machten sie in der Bio-Molkerei in Biesenthal Station. Mit dabei: Brandenburgs Umweltstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt.

Hell, modern und blitzsauber präsentiert sich die Lobetaler Bio-Molkerei an diesem Sonnabend ihren Kunden. Die sind auf Einladung des Naturparks Barnim und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal aus ganz Berlin und Brandenburg zur "Entdeckertour" in den Barnim geeilt. Wie der Lobetaler Joghurt schmeckt, wissen sie, wie er produziert wird, noch nicht. Da bietet sich solch ein Betriebsrundgang an.

Almuth Hartwig-Tiedt hat sich der 40-köpfigen Gruppe angeschlossen. Die Staatssekretärin aus dem Brandenburger Umweltministerium kauft privat in ihrem Supermarkt in Berlin gezielt "Lobetaler Bio" - "seit es ihn gibt", erzählt sie. "Und dann schleppe ich den Joghurt mit ins Büro nach Potsdam." Besonders mag sie die Sorten, die etwas herber sind, wie "Schwarze Johannisbeere" beispielsweise.

Brigitte Köhler und ihr Mann stehen hingegen auf Naturjoghurt. In ihrem kleinen Dorf in der Nähe von Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) gibt es einen Bioladen, in dem die Produkte aus Lobetal angeboten werden. Dort sind die Köhlers auf den Joghurt gestoßen - und auf einen Flyer zu dieser "Entdeckungstour". Nun sind sie mit von der Partie durch den Naturpark Barnim. "Wunderschön ist es hier", lobt Bärbel Köhler nach der Wanderung durch das Nonnenfließ. "Die Gegend kannten wir noch gar nicht", sagt sie. Dann hört sie wieder Molkereimeister Michael Kuper zu, der in aller Einzelheit erklärt, wie aus Milch "Lobetaler Bio" in elf Frucht- und zwei Natursorten wird. Zudem produziert die Molkerei auch noch Ayran - ein salziges Joghurtgetränk, süße und saure Sahne sowie einen Weichkäse. Alles Bio, versteht sich.

In den Sommermonaten, wenn die Berliner in die Ferien fahren, gehe der Joghurt-Umsatz um 40 bis 45 Prozent zurück, erzählt Betriebsleiter Kuper. "Doch die Kühe machen keine Ferien. Die Milch ist nun mal da", stellt er fest. So wurde aus der Not eine Tugend: Es gibt jetzt auch Joghurt-Eis aus Lobetal.

1,6 Millionen Kilogramm Milch werden in der Molkerei, die 2010 an den Start ging, pro Jahr verarbeitet - 4000 Liter am Tag. Insgesamt hat der Betrieb 32 Mitarbeiter. In der Produktion sind 23 Behinderte beschäftigt.

Der "Lobetaler Bio" ist ein Joghurt mit Mission: Von jedem verkauften Naturjoghurt fließen drei Cent in Naturschutzprojekte des Naturparks Barnim. Der 2013 erstmals auf den Markt gebrachte Naturschutzbecher ist seit Januar 2014 ganzjährig im Handel. Durch Aufdrucke auf den Platinen des Naturjoghurts erhalten die Verbraucher im Jahresverlauf Informationen über zwölf Projekte des Naturparks.

Im vergangenen Jahr kamen so 3600 Euro zusammen, die dem Naturpark gespendet werden konnten. In diesem Jahr hoffen Molkerei und Naturpark auf rund 8000 Euro.

Auch deshalb gibt es diese "Entdeckertour" für die "treuen Joghurt-Esser", wie Molkereimeister Kuper seine Gäste nennt. Sie sollen mit eigenen Augen sehen, was genau sie unterstützen, wenn sie "Lobetaler Bio" kaufen. Und so führt Naturparkchef Peter Gärtner die Gruppe im Anschluss an den Besuch der Molkerei nach Hobrechtsfelde - zu den Waldweiden und in die Ausstellung im historischen Speicher. Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt wandert mit.

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