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Universitäts-Mitarbeiter begeistert Achtklässler der Kinder- und Jugendakademie

Kohlendioxid-Fahnder im mobilen Labor

Einsatz im Chemielabor: Jeremy Gieseler (14), Julian Thieme (13) und Ruprecht von Glasnapp (14) - von links - bereiten für ihr Kohlendioxid-Experiment Verteilerkolben vor.
Einsatz im Chemielabor: Jeremy Gieseler (14), Julian Thieme (13) und Ruprecht von Glasnapp (14) - von links - bereiten für ihr Kohlendioxid-Experiment Verteilerkolben vor. © Foto: MOZ/Sven Klamann
Sven Klamann / 30.04.2014, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Brausetablette sprudelt im Glasbecher. Das mobile Schülerlabor der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg ist im Gymnasiumsteil der Kinder- und Jugendakademie zu Gast. 15  Achtklässler sind darin vertieft, den gasförmigen Zustand von Kohlendioxid zu erforschen. Für ihr Experiment benutzen sie Spritzen, Hahnenbänke und allerlei andere medizin- und labortechnische Gerätschaften. Die Jugendlichen sind Feuer und Flamme.

Am Pult steht ausnahmsweise nicht Jeanette Orthey, die Fachlehrerin für Biologie und Chemie an der von den Johannitern getragenen Bildungsstätte, sondern Karl-Heinz Krätschmer. Der Diplom-Chemiker arbeitet für ein mobiles Wissenschaftslabor, das vor sechs Jahren von der damaligen Hochschule Lausitz gegründet wurde und seither durch Brandenburgs Schulen tourt, um die Lust an den Naturwissenschaften zu schüren.

"Es ist ja ein bundesweiter Trend an den weiterführenden Schulen: Was unbequem wirkt, wird abgewählt", bedauert der Beschäftigte im Projekt "Science on Tour", das mit Fördermitteln der Europäischen Union und durch Zuschüsse des Landes Brandenburg sowie Eigenmittel der Universität finanziert wird. Chemie, Physik und Biologie fielen an den Gymnasien häufig als Erstes weg.

Das mobile Wissenschaftslabor ist an ein frisch aus der Taufe gehobenes Zentrum für Studierendengewinnung und Studienvorbereitung angedockt. Und feiert erste messbare Erfolge. "Bei der Immatrikulation im vorigen Jahr haben wir unter den rund 600 Neustudenten am Standort Senftenberg einen Fragebogen verteilt, auf dem wir uns auch nach den Gründen für ihr Interesse an einem Chemiestudium erkundet haben", sagt Karl-Heinz Krätschmer. Immerhin 18 Studierende hätten den Besuch von "Science on Tour" als ihre Initialzündung genannt.

"Was ich später einmal machen will, ist noch völlig offen", sagt hingegen Sarah Lembke (14) aus Eberswalde. Die Achtklässlerin gibt aber an, den Chemieunterricht zu mögen. "Vor allem die Experimente sind toll", sagt sie. Ihr pflichtet ihre Mitschülerin Laura Bender (14) aus Grüntal bei, die sich vorstellen könnte, Medizin zu studieren. Dann verlangt das Geschehen im Messglas wieder ihre Aufmerksamkeit.

An der Kinder- und Jugendakademie gibt es mittlerweile 120 Grundschüler und 68 Gymnasiasten.

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