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Backofenfest in Danewitz lockt wieder viele Gäste an nah und fern an

Ein irrer Duft von frischem Landbrot

Am Backofen von Familie Cezarek herrscht Hochbetrieb.
Am Backofen von Familie Cezarek herrscht Hochbetrieb. © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 25.05.2014, 22:00 Uhr
Danewitz (mes) "Ach, das ist ein ganz altes Rezept, sechs Eier, ein Kilo Quark und ein bisschen Grieß ..." ließ sich eine Besucherin den Kuchenteig erklären. Reger Betrieb herrschte schon am Samstagvormittag auf dem Hof von Familie Klockow. Hier waren Brot und Kuchen heiß begehrt, im Backofen waren bereits die nächsten Laibe und auf den Tischen standen Bleche mit Rhabarber-, Pflaumen, Kokos- oder Zuckerkuchen. Schmalzstullen und Soljanka standen bereit, Kaffee und Wein gab es reichlich.

Am Sonnabend begingen die Danewitzer ihr 20. Backofenfest. Obwohl es erst um 11 Uhr losging, warteten manche Besucher bereits ab 9 Uhr auf frische Brote aus den Feldsteinbacköfen. Gemütlich wanderten sie zwischen den einzelnen Höfen herum, standen nach Brot und Kuchen an, kamen miteinander ins Gespräch. Am Backofen von Familie Cezarek wurde gerade der Ofen für die nächste Schiebung vorbereitet. René Cezarek beantwortete fleißig viele Fragen. "Zwei Stunden muss der Ofen vorgeheizt werden." "Und Sie schieben da wirklich die Brote nur rein?" "Ja, 50 bis 60 Stück fasst der Feldsteinofen, den wir hier einmal im Jahr anheizen. Für den Teig haben wir jetzt eine Maschine, sonst ist alles Handarbeit. Schauen Sie, die Frauen sitzen jetzt in der Küche und machen die Kuchen."

Etwa hundert Jahre alt sind die Öfen, die früher direkt am Haus standen. Seit einst ein Brand alles zerstört hatte, wurden sie entfernt im Garten aufgestellt. Ein Stück weiter zieht Friedhelm Gesche die Brote nach der "Klopfprobe" heraus. Schon in der Nacht zuvor war hier wie andernorts schon gebacken worden, um genügend Vorlauf zu haben. Am Festplatz herrschte denn auch reges Treiben zwischen Kunstgewerbestand, Dirndlverkauf, Hüpfburg sowie Getränkewagen und Eisbude. An der Gulaschkanone bedienten die Männer der Löschgruppe Danewitz. Eine lange Schlange hatte sich vor dem Kuchenstand gebildet. Auch Detlef Matzke, Vorsitzender des Märkischen Backofenvereins, hatte alle Hände voll zu tun. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn - ein paar Haare sind leicht versengt. "Das ist wegen des neuen Ofens", erklärte er. Der Gemeindebackofen sei innen gerade erst neu mit Schamottsteinen repariert worden.

Die ganze Woche hatten sich die Danewitzer auf ihr Fest vorbereitet. Die Besucher belohnten sie. Die Gäste kamen aus der näheren Umgebung, aber auch aus der Uckermark, Thüringen und sogar aus Sachsen. Ein buntes Unterhaltungsprogramm fand zudem für Groß und Klein statt und am Abend konnte noch ausgiebig das Tanzbein bis in die Tiefe Nacht geschwungen werden.

"Also ich bin jetzt die Runde rum", so eine Besucherin, die gerade wieder bei Familie Klockow eintraf. "Ist überall schön, aber hier gefällt's mir doch am Besten - die ganze Atmosphäre - einfach super gelungen!" lobt die Frau.

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