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Gründungsmitglieder ausgezeichnet

Gruppenbild mit Dame: Oranienburgs  Björn Lüttmann (MdL), Dieter Kohllöffel, Bernd Schulze, Gerd Feierbach, Lieselotte Ristau,Dirk Blettermann, Stephan Westphal,  Burkhard Wilde und Klaus Wendland (v.l.).
Gruppenbild mit Dame: Oranienburgs Björn Lüttmann (MdL), Dieter Kohllöffel, Bernd Schulze, Gerd Feierbach, Lieselotte Ristau,Dirk Blettermann, Stephan Westphal, Burkhard Wilde und Klaus Wendland (v.l.). © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 10.11.2014, 07:00 Uhr
Oranienburg (MZV) Nach 1900 und 1945 war es am 16.  Dezember 1989 die dritte Gründung eines sozialdemokratischen Ortsvereins in Oranienburg. Vier Männer und eine Frau der ersten Stunde, die den Grundstein für den inzwischen mehr als 100 Mitglieder starken Verband legten, sind jetzt für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden.

"Es war eine aufregende, aber auch eine schöne Zeit, in Oranienburg endlich politisch so gestalten zu können, wie wir uns die Demokratie vorstellten", erinnert sich Lieselotte Ristau gern zurück. Sie wurde damals zur Kassenwartin gewählt, und war später mehrfach Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete.

Weil sich niemand sonst unter den 23 Gründungsmitgliedern im Saal von "Eisbein-Otto" bereitfand, den Vorsitz zu übernehmen, ließ sich Gerd Feierbach breitschlagen. Er wurde einstimmig zum ersten und Wolfgang Schäfer zum zweiten Sprecher des neuen SDP-Ortsvereins gewählt. "Bei seiner Statur, schien er mir der geeigneteste Mann für dieses Amt zu sein", verrät Rechtsanwalt Klaus Wendland, der Feierbach damals vorschlug. Wendland hatte gemeinsam mit Kurt Vetter, dem ersten Nachwende-Bürgermeister von Birkenwerder, zu der Gründungsversammlung eingeladen.

Feierbach mit seinen zwei Metern unübersehbar - "und weil ich ein ungeduldiger und impulsiver Mensch bin, meist auch unüberhörbar"- machte den Job. "Wir waren angetreten, die Kommunisten aus dem Rathaus zu verjagen", sagt er. Schon bei seiner ersten politischen Diskussion mit hohen NVA-Offizieren und Kirchenvertretern in der Kaserne Lehnitz habe er kein Blatt vor den Mund genommen und die Militärs mit provokanten Fragen herausgefordert. "Danach hatte ich bei den Pfarrern einen Stein im Brett", erinnert sich Gerd Feierbach, der Stadtverordneter war und sich vor allem der Seniorenarbeit widmete.

Zu den Männern der ersten Stunde gehören noch Klaus Wendland, Dr. Michael Lohse und Bernd Schulze, der langjährige Geschäftsführer der Oranienburger SPD, der seit einigen Jahren in Berlin lebt. "Das war eine spannende Zeit in Oranienburg, die mir sehr viel Spaß gemacht hat", sagt er heute.

"Wir standen zusammen, weil wir uns den ökologischen, sozialen und demokratischen Grundsätzen verpflichtet fühlten, wie sie im Statut der SDP in Schwante niedergelegt worden waren", sagen die Ausgezeichneten und sind dankbar, dass sie mit ihrer politischen Arbeit in den zurückliegenden Jahren im Oranienburger Mikrokosmus doch einiges bewegen konnten.

"Mit dem 16.  Dezember 1989 begann in Oranienburg wieder politische Arbeit, die mit sozial-demokratischen Idealen verbunden ist. Nach mehr als 40 Jahren Unterdrückung habt ihr den Mut gehabt, die sozialdemokratische Hand aus dem kommunistischen SED-Zeichen herauszulösen", würdigte SPD-Ortsvereins- und Fraktionschef Dirk Blettermann die Jubilare. "Ich freue mich, dass ihr euch immer noch aktiv einbringt und im Ortsverein rege mitarbeitet", bedankte sich Blettermann.

Neben Urkunden bekamen Lieselotte Ristau, Gerd Feierbach, Klaus Wendland und Bernd Schulze - Dr. Michael Lohse war verhindert - die silberne SPD-Ehrennadel vom stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Björn Lüttmann (MdL) angeheftet.

Ausgezeichnet wurden vor dem dritten Martingansessen der Oranienburger SPD am Sonnabend zudem der frühere Ortsvereinsvorsitzende Dieter Kohllöffel für 30-jährige sowie Schatzmeister und Stadtverordneter Stefan Westphal für zehnjährige SPD-Mitgliedschaft.

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