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Schöner Blumen nie blühen

Neugier auf beiden Seiten des Zauns: Paulshof nahe der Stadt Altlandsberg war ein Anziehungspunkt der Landpartie. Inhaber Katharina und Lutz Bähr erklärten den ganzen Tag geduldig die Farmwildhaltung mit deren Besonderheiten. Die Gäste erfreuten sich an d
Neugier auf beiden Seiten des Zauns: Paulshof nahe der Stadt Altlandsberg war ein Anziehungspunkt der Landpartie. Inhaber Katharina und Lutz Bähr erklärten den ganzen Tag geduldig die Farmwildhaltung mit deren Besonderheiten. Die Gäste erfreuten sich an d © Foto: Irina Voigt/MOZ
Irina Voigt / 16.06.2014, 03:44 Uhr
und Kerstin Schmidt Altlandsberg/Rehfelde (MOZ) Die Gastgeber der Landpartie und in den offenen Gärten blieben am Wochenende stetig in Bewegung. Aus jeder Wolke goss es und so mussten immer wieder Kissen reingeholt, Stühle und Tische trocken gewischt und Kissen wieder rausgelegt werden - für die zahlreichen Gäste.

Altlandsberg: Man musste die scheuen Tiere schon mit etwas Leckerem locken, sonst kamen sie nicht bis an den Zaun. Lutz Bähr in Paulshof hatte eine ganze Schubkarre mit altem Brot vorbereitet, so dass sowohl die Gäste beim Füttern der Tiere ihren Spaß hatten als auch das Damwild auf seine Kosten kam. Viele Fragen zur Haltung und zur Zucht der Tiere prasselten auf Lutz Bähr ein, die er geduldig beantwortete. Er zeigte sich kundig bis in die Anfänge von Paulshof, die Jahrhunderte zurückliegen. Mit seiner Frau gemeinsam haben sie die Farm im Nebenerwerb aufgebaut. Der Betrieb unterscheidet sich in vielen Dingen von der üblichen Nutztierhaltung.

Zurzeit ist Setzzeit bei den Damwildkühen. Im hohen Gras haben sie ihre Ruhe und sind nicht zu sehen, so dass erst in ein paar Wochen wieder die genaue Zahl der Tiere ermittelt werden kann. Rund 50 sind es im Augenblick. "Man muss etliche Prüfungen und Schulungen absolvieren, um die Farmwildhaltung betreiben zu dürfen und sie zu beherrschen", sagt Bähr. Dazu gehören auch Schlachten und Vermarkten, Gehegegestaltung und dergleichen. Inzwischen habe es sich gut herumgesprochen, dass es hier frisches Wild gibt, sagt er. Die meisten Leute bestellen es (www.hirschkoppel.de), über einen Hofladen mit regelmäßigen Öffnungszeiten habe man bisher nur nachgedacht. In größerem Umfang probieren können Gäste die Produkte der Hirschkoppel beim Hoffest Anfang Juli. "Da machen wir bei der Gärtnerei Kühnlein mit", sagt Lutz Bähr.

Die Gärtnerei hatte am Sonnabend auch Hochbetrieb. Vor allem Kunden kamen, die sich zuvor in anderen Gärten umgesehen hatten, und nun nach den passenden Pflanzen suchten. "Aber auch viele Fragen gab es", sagt Gärtnerin Barbara Jander. Zur Tomatenzucht - bei ihnen stünden alle Pflanzen noch in richtiger Erde - und zu Beet- und Balkonpflanzen.

Rehfelde: Zwergengarten, Imkergarten, Siedlergarten, Liliengarten, Kräutergarten bis hin zu den Kleingartenanlagen hatten am Sonntag in Rehfelde geöffnet. Bereits vor 150 Jahren siedelten sich naturhungrige Großstädter mit ihren Familien hier an. Es entstand die Gartenstadt Rehfelde, die teilweise heute noch erkennbar ist und die interessierten Besucher bei einem Blick hinter die Gartenzäune mehr als einmal überraschte.

In der Gemeinde hat sich ein Verein an die traditionsreiche Offene-Gärten-Aktion von Berlin und Umgebung "drangehängt" und lockt jetzt nicht nur die Nachbarn zum schauen, sondern auch zahlreiche Besucher in den Ort. Zum zweiten Mal nahm am Sonntag Helmut Kandler aus der Parkstraße 55 A in Rehfelde am Tag der offenen Gärten teil. Als passionierter Hobbygärtner hat der sich der japanischen Gartenthematik gewidmet und symbolisiert seine Leidenschaft mit einem großen Koi-Teich, zahlreichen Brunnen, Pflastersteinen, Skulpturen sowie mit Pflanzen, wie Chinaschilf, Bambus und japanischem Ahorn. "Der Garten ist etwas Lebendiges. Heute blüht etwas, morgen ist es verblüht - ein stetiger Wandel", so der naturverbundene Rehfelder. Eine kleine japanische Ruhequelle mitten in Rehfelde.

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