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Fahrverbot für Reisebusse

Ulf Grieger / 01.07.2014, 01:09 Uhr
Küstrin-Kietz (MOZ) Die polnische Straßenbaudirektion der Wojewodschaft Lebus in Zielona Góra (Grünberg) hat als verantwortliche Stelle bei der deutschen Seite die Tonnagebegrenzung für die Grenzoderbrücke Küstrin auf ausnahmslos 7,5 Tonnen beantragt. Bisher galt zwar bereits die Beschränkung auf Fahrzeuge mit einem Gewicht bis 7,5 Tonnen. Allerdings gab es die beiderseits anerkannte Ausnahmeregelung, dass im Interesse des Tourismus' der Busverkehr davon ausgenommen war.

"Den Antrag auf entsprechende Beschilderung haben wir ebenfalls erhalten", informierte Tobias Seyfarth, Sprecher des Landrates von Märkisch-Oderland. Bis zum 1. August sei die Umsetzung in Absprache mit dem Landesbetrieb geplant. Dabei gehe es um die Beschilderung der Brücke und den entsprechenden Hinweise an den Zuwegungen zur Brücke.

Die Tonnagebegrenzung war auf Wunsch der polnischen Seite eingerichtet worden. Sie ist durch das deutsch-polnische Brückenabkommen von 1995 für die Küstriner Autobrücke zuständig geworden. "Bei den jährlichen Brückenprüfungen wurde eine zunehmende Verschlechterung der Bausubstanz festgestellt", informierte der Pressesprecher. Die letzte Prüfung Ende November 2013 hatte diese erneut zutage gebracht. Daraus resultiert nun die Eingrenzung der Befahrbarkeit.

Im Landratsamt wird durch die erneute Einschränkung keine wesentliche Belastungen für den Tourismus erwartet. "Erfahrungsgemäß haben sich die Busreisen von Berlin zu den grenznahen polnischen Märkten seit längerem auf die in Hohenwutzen/Osinow Dolny konzentriert", so Seyfarth.

In der Grenzgemeinde Küstriner Vorland beobachtet man die Entwicklung an der Oderautobrücke kritisch. Der Gemeinderat hat kürzlich einen gesonderten Verkehrsausschuss gegründet. Zudem gibt es eine Bürgerinitiative, die im Falle eines Brückenneubaus mit folgendem Lkw-Verkehr die Interessen der Anwohner der B1 deutlich machen will.

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Leser 01.07.2014 - 14:06:33

Anonymus könnte

bei der Brandenburgischen Landesregierung arbeiten! Auch diese ist der Meinung, dass man wegziehen kann, wenn der Lärm welcher vor 20 Jahren noch nicht herrschte, einem stört. Überlegen wir doch einmal! Wie war die bundesstraße B1 in der DDR befahren? Wie war die bundesstraße B1 bis vor 5 Jahren befahren? Was ist jetzt dort los? Mit jetzt meine ich den Zustand zwischen Müncheberg und Autobahnauffahrt Hoppegarten! Hat das Problem B1 nur etwas mit den Anwohnern zu tun? Nein, es hat auch etwas mit Pendlern, Berufsfahrern, ganz normalen Menschen die nicht an der B1 haben zu tun!"!! Es beschwert sich niemand über den PKW - Verkehr!!!! Es geht hier um die Öffnung des Grenzüberganges für LKW größer 7,5 Tonnen. Diese stellen das Problem dar! Lärm macht krank!!!!

Pendler 01.07.2014 - 13:28:09

was hat das mit outback zu tun...

wenn die Anwohner einfach nur Fordern das die Gesetze und Lärmgrenzwerte eingehalten werden?Jeder hat ein recht,das er vor gesundheitsschädlichem Lärm geschützt wird..oder würden sie sich das gefallen lassen wenn vor ihrem haus dieser Lärm herrschen würde??Diese bemerkung mit dem Wegziehen find ich immer "lustig"..man wohnt dort vielleicht schon seit generationen und schon zu zeiten,wo nicht so ein LKW Terror war?

Anonymous 01.07.2014 - 12:54:31

Zieht doch...

in den Dschungel oder ins Outback nach Australien. Da gibt's keine B1 und keinen Straßenverkehr...

Leser 01.07.2014 - 11:09:09

Bürgerinitiative B1 geggen Schwerlasttransport

Wenn ich richtig informiert bin, geht es der Bürgerinitiative nicht nur um die Belange der Anwohner der B1! Es geht Ihnen um die Menschen in der Region! MOZ hat Recht, dass die Anwohner von der Verkehrsbelastung am Stärksten betroffen sind! Betroffen sind aber auch die anderen Bürger. Die Bürger welche auf die B1 auffahren müssen um zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Arbeit zu gelangen! Das Problem der Öffnung der Grenze geht somit alle Bürger entlang der B1 etwas an! Wenn man den Artikel lesen tut, stellt sich die Frage ob der Landkreis Märkisch Oderland der „Handlanger“ der polnischen Regierung ist! Polen sagt, ihr habt zu tun und der Landkreis tut! Wem hat bisher der Busverkehr über Küstrin-Kietz gestört? Ich habe gerade mit jemanden von der Bürgerinitiative in Manschnow gesprochen. Der Busverkehr hat niemanden gestört und die Bürgerinitiative sagt klar und eindeutig, last die Busse rüber Was jedoch verwundert ist, dass zwischen 20:00 Uhr und 6:00 Uhr bereits heute LKW mit mehr als 7,5 t über den Grenzübergang fahren! Das Thema ist lt. Bürgerinitiative auch der MOZ bekannt. Warum wurde bisher durch die MOZ bei der Polizeiwache gefragt, warum die deutsche aber auch die polnische Polizei gegen diese Zustände nichts unternimmt?

twmolde 01.07.2014 - 08:44:20

Fahrverbot für Reisebusse

Wieder wird das Thema vom Landratsamt heruntergespielt. Kommt rüber als wenn alles nicht so wichtig. Da fahren die Busse ebend nach Hohenwutzen. Und wir sind doch nicht im Wunschkonzert. Wie die PL Seite wünscht sich die erweiterte Tonagenbegrenzung der Brücke. Da ist zu beantragen und zu begründen. Salamiitaktit der PL Seite. Scheibchenweise will man einen neue Brücke begründen. Man sollte sich von den deutschen Behörden den Prüfbericht vom November 2013 übermitteln lassen. Da ist sicher jede Spelulation offen. Denn die PL Interessen sind klar. Die werden auch noch die Brücke für den PKW Verkehr sperren. Damit eine neue gebaut werden muss. twmolde

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