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Amtsverwaltung bereitet für Biesenthal einen Nachtragshaushalt vor / Umschichtungen in Richtung 2015

Kita-Erweiterung teurer als geplant

Brigitte Horn / 15.07.2014, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung muss Biesenthal über einen Nachtragshaushalt abstimmen. Der Erweiterungsbau für die Kita "Knirpsenland ist deutlich teurer geworden als geplant. Hinzu kommen noch ein paar kleinere Positionen.

Wenn unerwartete Auszahlungen 50 000 Euro übersteigen, dann muss ein Nachtragshaushalt her, erklärte die Kämmerin des Amtes Biesenthal-Barnim Kathleen Reinhardt-Jess in der Hauptausschusssitzung. Die Summen, um die es geht, liegen deutlich drüber. An der Spitze stehen mit rund 200 000 Euro die Mehrkosten für den Kita-Erweiterungsbau. Unter anderem sei in der Planung die Netto-Bausumme von 392 000 Euro als Brutto-Betrag ausgewiesen worden, informiert Bürgermeister Andre Stahl. Dazu kommen noch 29 000 Euro Zusatzkosten für das Dach eines Schulcontainers und ein paar andere kleinere Posten. Außerdem sollen die Ausgaben für die Technischen Dienste nicht mehr in der Rubrik Personalkosten, sondern bei den jeweiligen Leistungen erscheinen, was letztlich nichts an der Gesamtsumme, wohl aber an der Struktur des Haushalts etwas ändere.

Die Kämmerin erläuterte den Biesenthaler Stadtverordneten, wie die zusätzlichen Kosten abgedeckt werden können, ohne den Haushalt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Sie empfahl, den Bau der Steganlage am Wukensee und die Skateboardanlage für den "Kulti" in das nächste Jahr zu verschieben und beide Positionen schon jetzt mit einer Verpflichtungsermächtigung für 2015 zu versehen. Dessen ungeachtet könne aber die Planung und Vorbereitung der Projekte bereits in diesem Jahr beginnen. Nach Worten von Reinhardt-Jess würden sich beide Projekte anbieten, weil der jetzige Stand zeige, dass ohnehin erst im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden könne. Damit könnten im Haushalt dieses Jahres rund 70 000 Euro kompensiert werden, erläutert die Finanzfachfrau. Daneben sollen die übrigen Mehrausgaben aus dem Kassenbestand der Stadt, der das auch hergebe, entnommen werden.

Dass solche Umschichtungen erfolgen müssen und die Kosten für den Kita-Umbau so sehr von der eigentlichen Planung abweichen, ist auch dem Umstand geschuldet, dass die Ausschreibungen nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht haben, erfuhr der Hauptausschuss. Nach Information der Amtsverwaltung liegt dies zum einen an gestiegenen Baupreisen, aber auch am Zeitpunkt der Ausschreibung in der Mitte des Jahres, wenn also die meisten Firmen gut ausgebucht sind. Außerdem sind zusätzliche Kosten von rund 40 000 Euro für eine unerwartet notwendig gewordene Entwässerungsanlage erforderlich.

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