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Bollersdorfer feiern froh ihr Haus

Endlich ist es da: Am Freitag wurde in Bollersdorf das neue Feuerwehrgerätehaus offiziell übergeben. Zur Gratulation kamen viele Abordnungen von Wehren aus der Nachbarschaft.
Endlich ist es da: Am Freitag wurde in Bollersdorf das neue Feuerwehrgerätehaus offiziell übergeben. Zur Gratulation kamen viele Abordnungen von Wehren aus der Nachbarschaft. © Foto: MOZ
Margrit Höfer / 17.08.2014, 22:19 Uhr
Bollersdorf (MOZ) Mit Sirenengeheul kurz nach 18 Uhr am Freitagabend wurde die offizielle Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses in Bollersdorf eingeläutet. Es ist der erste Neubau, den die 1912 gegründete freiwillige Wehr in Betrieb nehmen kann.

Geduldig sind sie, die Bollersdorfer Freiwilligen. Viele Jahre hatten sie in der ehemaligen Dorfschmiede ihr Domizil. Ein winziger Raum für alle. Direkt neben dem Tragkraftspritzenfahrzeug hing die Montur der elf aktiven Männer und fünf Frauen. Eine Toilette gab es nicht, ebenso wenig ein Waschbecken. Dass es dennoch unter diesen Bedingungen eine Freiwillige Wehr gibt, zu der noch elf Alters- und Ehrenkameraden wie etwa der 82-jährige Lothar Gottschalk gehören: Hut ab. "Diese misslichen Bedingungen haben uns bisher auch davon abgehalten, eine Kinder- und Jugendabteilung aufzubauen", sagt Alexander Krenz und nennt dies aber als jetzt anzugehende Aufgabe. Der Wehrleiter ist am Freitag offiziell zurückgetreten, agiert nun künftig als Stellvertreter für Michael Mangelsdorf. Letzterer hat nun die große Freude, in den kommenden Tagen in das nur 100 Meter vom alten Haus entfernte von Planer Wolfgang Palm entworfene Gerätehaus ziehen zu dürfen. Dort gibt es Umkleideräume, Sanitäranlagen, einen Schulungsraum, ein Büro für die Wehrführung, demnächst eine Teeküche. Vieles ist in Eigenleistung der im Durchschnitt 25 Jahre alten Kameraden geschafft worden.

Amtsdirektor Rolf-Dietrich Dammann bedauerte, dass am Freitag noch immer nicht alles komplett fertig war, im Hof fehlen noch Pflastersteine, "ich bin aber optimistisch, dass das in zwei Wochen erledigt ist", sagte er. Und erinnerte an den Amtsausschuss, der 2011 grünes Licht gab, Mittel für die Planung einzustellen. Die Baugenehmigung lag im Februar 2013 vor. Eigentlich sollte im vorigen Dezember alles fertig sein. Das hat aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. Neu angeschafft wurde jetzt auch Mobiliar. "Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Geld gut, sinnvoll und zukunftssicher angelegt ist", sagte Dammann, der auf bis zu zehn Einsätze der Wehr pro Jahr verwies.Das sehen auch die Kollegen aus anderen Wehren wie etwa Ihlow (dort wird ebenfalls derzeit ein neues Haus gebaut), Grunow und Buckow so, die zur Einweihung kamen und gratulierten.

"Die Männer und Frauen setzen im Ernstfall ihr Leben aufs Spiel. Dann ist es nur richtig, dass sie eine gute Unterbringung haben. Und nach Einsätzen die Chance, die Dinge auszuwerten", sagte Bürgermeister Lothar Arndt. Sein Stellvertreter und Ortsvorsteher Detlef Daubitz betonte, dass die Wehr wichtig ist für Bollersdorf. Bei jedem Fest seien die Freiwilligen dabei. "Das ist 'ne dufte Truppe", sagte er.

Übrigens ist das Gerätehaus der erste Neubau für die Feuerwehr. Gräfin Frau von Itzenblitz initiierte 1906 eine Gutshof-Wehr, die dort untergebracht war. Die 1912 gegründete Freiwillige Wehr residierte in einem Stall an der Hauptstraße und zog etwa 1934 in die ehemalige Schmiede um.

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