Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Neu gestalteter Schlossberg präsentiert sich zur Eröffnung mit Feen und Sagengestalten

Zauberhaftes Naturparkfest

Hochseilartistik: Die "weiße Frau", womöglich eine Prinzessin, schwebt am Seil zwischen dem Schlossbergturm und dem kleineren Küchenberg über der üppigen Natur.
Hochseilartistik: Die "weiße Frau", womöglich eine Prinzessin, schwebt am Seil zwischen dem Schlossbergturm und dem kleineren Küchenberg über der üppigen Natur. © Foto: Micha Winkler
Brigitte Horn / 01.09.2014, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Mit dem Naturparkfest ist am Sonnabend der als touristische Attraktion neu gestaltete Biesenthaler Schlossberg im Beisein der Ministerin Anita Tack (Linke) eröffnet worden. Insgesamt sind für das EU-Projekt in der Euro-Region Pomerania eine halbe Million Euro ausgegeben worden.

"Voll cool", sagte die kleine Hanna aus Eggersdorf. Die Grundschülerin war gerade mit ihren Eltern die Schlossbergtreppe herunter gekommen Auch Mama Kerstin Fiedler fand die Angebote "interessant".

Oben auf dem Berg konnte der Turm bestiegen, von dessen Aussichtplattform ein weiter Blick möglich ist. Man kann in den Feldsteinkeller der Burgruine gehen, der sprechende Wände hat. Sie erzählen die Sage vom Schatz, der von elf Männern gehoben werden kann, nur - der elfte wird sterben. Darum sind immer nur zehn zusammengekommen und der Schatz liegt noch in seinem Versteck. Zu hören ist auch die Sage von der Weißen Frau, die alle 100 Jahre um Mitternacht erscheint und auf ihre Erlösung wartet.

Diese "weiße Frau" schwebte am Seil zwischen dem Turm und dem Küchenberg. Eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde dies von den Hochseilakrobaten des Theaters "Lufttanz". Vor diesem atemberaubenden Spektakel vertiefte die Saxophonistin Tina Tandler auf der Schlossbergtreppe die märchenhafte Stimmung mit der Filmmusik des Streifens "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". "Ich denke, es ist uns gelungen, den Zauber des Berges wachzukitzeln", sagte ein zufriedener Frank Göritz von der Agentur public.

Zuvor hatte Umweltministerin Anita Tack den neu gestalteten Schlossberg eröffnet und an die Fakten jenseits des Zaubers erinnert. So ist das Projekt der Ökologischen Sanierung und naturtouristischen Entwicklung von deutschen und polnischen Einzugsgebieten der Oder mit rund 360 000 Euro vom Land unterstützt worden. Gleichzeitig wird durch die Renaturierung von Mooren und Fließgewässern die Landschaft rund um Biesenthal ökologisch aufgewertet, sagt Tack.

Einigermaßen erleichtert, dass das Projekt nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen werden konnte, zeigte sich der Chef des Naturparks Barnim Peter Gärtner. Es habe manche Klippe überwunden werden müssen, nicht zuletzt weil bei dem deutsch-polnischen Projekt die polnischen Vorhaben zeitweise wegen Zahlungsproblemen gestoppt worden sind, was wiederum Auswirkungen auf das gesamte Vorhaben hatte.

Von alldem haben natürlich die mehrere Tausend Besucher nichts mitbekommen. Sie standen Schlange, um auf den Turm zu steigen, bewunderten die interaktiven Infotafeln über das Biesenthaler Becken, die Kleinsten kletterten auf den beiden Findlingen, die Schloss- und Küchenberg symbolisieren. Auf dem Wehrmühlenweg vor dem Schlossberg waren zig Imbiss- und Infostände aufgereiht, der deshalb allerdings für Radfahrer gesperrt war, was für ein bisschen Ärger sorgte. Veganes und Vegetarisches war genauso gefragt wie die unabdingbare Bratwurst. Wildkräuter konnte man am Stand der Naturfreunde kennen lernen.

Gekürt wurde der beste Naturparkhonig. Er kommt aus der Imkerei Krugmann Probstheide. Erneuert wurde auch die Partnerschaft mit der Biomolkerei Lobetal, die einen Naturschutzbecher Joghurt verkauft, vom dem pro Becher drei Cent dem Naturpark zugute kommen.

Den Besuchern, ob aus Berlin, wie Petra Lautenschlag, oder aus Biesenthal, wie Helga Sens und Walter Klix, gefiel, was am Schlossberg auf die Beine gestellt worden ist. Biesenthals Bürgermeister Andre Stahl wünschte sich, dass das Fest 2015 wieder nach Biesenthal kommt. Eine Vorstellung, mit der sich offenbar auch Naturparkchef Peter Gärtner anfreunden konnte.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG