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Partytrend erreicht Eberswalde / Erstes Holi-Festival an der Freilichtbühne lockt über 650 Feierwütige aus vielen Orten

Farbwolke über dem Familiengarten

Drei, zwei, eins, bunt: Zum Holi-Festival kamen am Sonnabend Hunderte Menschen, vor allem Jugendliche, in den Familiengarten.
Drei, zwei, eins, bunt: Zum Holi-Festival kamen am Sonnabend Hunderte Menschen, vor allem Jugendliche, in den Familiengarten. © Foto: Fabian Bretzke
Fabian Bretzke / 08.09.2014, 06:45 Uhr - Aktualisiert 09.09.2014, 10:53
Eberswalde (MOZ) Der Countdown beginnt. Alle machen sich bereit. Drei, zwei, eins. Dann ist es soweit: Die Freilichtbühne verwandelt sich in eine einzige Farbwolke. Rund 650 Besucher, davon gehen die Veranstalter aus, haben sich beim ersten Holi-Festival im Eberswalder Familiengarten auf Elektromusik und eine Farbbombenschlacht eingelassen.

Es ist eine tolle Stimmung. Das ist nicht nur dem sonnigen Wetter zu verdanken, sondern auch der Moderation. Immer wieder wird das Publikum zum Tanzen, Mitsingen und Färben animiert. "Nehmt alle Hände hoch!", fordert der Stimmungsmacher auf. Es folgt eine meterlange Polonaise. Halbstündlich gibt es außerdem den sogenannten "Big Toss", bei dem sich alle an der Bühne versammeln und ihre Farbbomben in die Luft werfen. So verhindern die Veranstalter, dass die Stimmung abflacht.

Mehr als 600 Jugendliche kamen zum 1.Holifestival in den Eberswalder Familiengarten.
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1.Holifestival im Familiengarten

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Zusätzlich bringen A.N.I.C.E aus Berlin und der ortsansässige DJ LaVico mit ihrem Elektrosound die Masse in Ekstase. Sie legen bekannte Interpreten wie Paul Kalkbrenner oder Klangkarrussel auf. Ebenso eine gewagte Elektro-Variante von AC/DC. Die nahtlosen Übergänge von aktuellen und Songs aus den 90er-Jahren sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung. Weiße Shirts bestimmen den Dresscode an dem Samstag. Offensichtlich möchte jeder ein Andenken im Kleiderschrank haben. Wer im wahrsten Sinne des Wortes grün hinter den Ohren ist, plant eine Farbattacke aus dem Hinterhalt. Zur Verteidigung kann man sich jeweils für zwei Euro mit gelben, orangenen, blauen, roten oder grünen Farbbomben rüsten, die größtenteils aus Maismehl und Farbstoffen bestehen.

Die pulverisierten Minerale können es allerdings in sich haben. Dass der Farbspaß nicht in jedem Falle gesund ist, spürt die 23-jährige Jennifer von Zobltitz aus Eberswalde am eigenen Leib: "Als ich beim Abwurf in der Masse stand, haben meine Augen trotz Brille gebrannt. Richtig Luft bekam ich auch nicht", erzählt sie. "Einen Mundschutz hätte ich gut gebrauchen können." Nichts für Asthmatiker und Allergiker. Der Moderator warnt davor, die Farbe nicht in die Augen zu werfen. Einige schützen sich mit Sonnenbrille, Sombrero oder sogar Gasmaske.

Dennoch ist das ursprünglich aus dem Hinduismus stammende Fest der Farben in Eberswalde ein voller Erfolg. Gerade für die Jugend ist es eine kulturelle Bereicherung, wie Julia Neißler (18) aus Eberswalde bestätigt: "Ich finde es cool, dass auch mal in der Kleinstadt Eberswalde etwas los ist."

Die Atmosphäre erreicht am Abend ihren Höhepunkt. Jetzt gibt es niemanden, der keinen Farbklecks abbekommt. Von den Haaren bis zur Fußspitze erinnern die Feierlustigen an die fiktive Schöpfung von James Cameron im Film "Avatar". Sie hinterlassen auf dem Gelände einen bleibenden Eindruck. Der kolorierte Familiengarten lässt annehmen, in einer fremden Welt zu sein und zumindest für diesen Nachmittag den Alltag vergessen.

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