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Wasserbüffelschinken und Himbeereis aus Stutenmilch

Thomas Messerschmidt / 16.09.2014, 14:06 Uhr - Aktualisiert 18.09.2014, 20:23
Brandenburg (MZV) Kurze Wege, frische Waren, transparente Erzeugung, Hochwertigkeit und Qualität, Individualität und direkter Kontakt. Auf dem Regionalmarkt im Paulikloster, konnte man die Herkunft der Lebensmittel hinterfragen. "Der Kauf von regionalen Produkten schafft Vertrauen. Denn man begegnet den Produzenten von Angesicht zu Angesicht. Hier erfahren die Besucher, unter welchen Bedingungen Obst und Gemüse angebaut werden und wie die Tiere leben, von denen Milch, Eier oder Fleisch stammen. Zudem zeigen wir hier die kulinarische Vielfalt unserer Region", erklärten die Initiatoren Undine Damus-Holtmann und Wulf Holtmann. Eingeladen waren Erzeuger aus der Region mit Produkten aus ökologischer Bewirtschaftung. Denn so manche Lebensmittel, reisen, bevor sie in Deutschland verkauft werden, fast um die ganze Welt. Für ein Mittagessen, kommen so mehr als 10.000 transportierte Kilometer zusammen, wenn Kartoffeln aus Ägypten, die Steaks aus Argentinien und Pilze aus China importiert werden. "Das Kaufverhalten ändert sich und regionale Erzeuger rücken wieder in den Fokus der Kunden. Ihre Arbeit dient zudem zum Erhalt von Landschaftsbiotopen, fast vergessene Kulturpflanzenarten und Nutztierrassen", betonte Wulf Holtmann. Natürlich wurden frisches Gemüse, Kräuter, Kartoffeln, Honig und Käse von den über 70 Teilnehmenden angeboten. Doch Brandenburg kann auch "exotisch".

So konnten die Besucher am Eisstand von Olaf Köller, Nougateis aus Büffelmilch oder Himbeereis, hergestellt aus gegorener Stutenmilch, probieren. "Alles reine Naturprodukte, die ideal sind für Menschen die unter Laktose-Intoleranz leiden", erklärte Olaf Köller. Nach einem kurzen Geschmackstest, am Nachbarstand vom Sonja Moor Landbau, landete auch schon mal, ein Wasserbüffelschinken in den Einkaufskorb. Ein deutscher Whisky aus heimischen Rohstoffen wie Gerste & Roggen reift zurzeit in Werder/Havel. "Die Lagerung in ausgesuchten Holzfässern, verleiht unserem Whisky seinen milden und fruchtigen Geschmack", erklärte Nicole Krause von der Destillerie und Mälzerei Glina Whisky. Doch trotz des unglaublich breitgefächerten Angebots, wird zurzeit in Deutschland, beim Lebensmitteleinkauf nicht einmal ein Prozent für Waren aus der Region ausgegeben.

"Deshalb nutzten viele Teilnehmer den Markt um sich zu vernetzen. Sie können so, durch die geknüpften Kontakte, ihre existierende Handelsstrukturen und das Marketing ausbauen", resümierte Undine Damus-Holtmann. Und Besucher kamen freilich auch - rund 4.000! Ein Publikumsmagnet war die Prämierung  des ältesten handgeschriebenen Rezepts von 1817 (Preisträger Alfred Kubina) und des ältesten gedruckten Kochbuchs von 1823 (Preisträgerin Ingrid Lippok). Besonders stimmungsvoll war die Präsentation der Naturstoffkollektion des Modeateliers Bendick bei der die zahlreichen Zuschauer von sphärischen Klängen verzaubert wurden.

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