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Begeisterungsstürme in der Marienkirche für fulminantes Konzert mit Kathy Kelly

Lob für die Bernauer Sänger

Kehrte nach drei Jahren nach Bernau zurück: Kathy Kelly. In der Marienkirche bestritt sie das zweite Konzert gemeinsam mit den Bernauer Sängern. Es war ein Heimspiel für sie und den Chor. Beide rissen das Publikum von Anfang an mit.
Kehrte nach drei Jahren nach Bernau zurück: Kathy Kelly. In der Marienkirche bestritt sie das zweite Konzert gemeinsam mit den Bernauer Sängern. Es war ein Heimspiel für sie und den Chor. Beide rissen das Publikum von Anfang an mit. © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 03.10.2014, 21:17 Uhr
Bernau (MOZ) An die 500 Besucher erlebten am Vorabend des Tages der deutschen Einheit in der Marienkirche ein fulminantes Konzert mit Kathy Kelly und den Bernauer Sängern. Es war das zweite seiner Art. Vor drei Jahren war die Irin schon einmal mit Bernaus größtem Chor zusammen aufgetreten.

"Es ist schön, wieder in Bernau zu sein", sagt Kathy Kelly. Der Satz kommt natürlich rüber, und die Bernauer jubeln das erste Mal. Dann legt die Vollblutmusikerin los: Lieder in Spanisch, Irish Folk, eigene Kompositionen, eine Arie aus Puccinis "Tosca". Mal singt sie a-capella, zumeist aber wird sie von Andreas Recktenwald am Piano begleitet - und von sich selbst, mit wechselnden Instrumenten - auf der E-Gitarre, auf der elektrischen Geige ("Die kann sich nicht verstimmen") und auf dem Akkordeon. Das spielt die Irin besonders meisterhaft. Scheinbar mühelos gleiten ihre Finger über die Tasten. Und dann ihre Mezzo-Sopran-Stimme: Kaum ein Ton, den Kelly nicht trifft. Sie ist stimmgewaltig, verbreitet gute Laune, zeigt keinerlei Starallüren. So erobert sie die Herzen des Publikums im Sturm - und auch die der Bernauer Sänger.

Der Chor unter der Leitung von Andreas Wiedemann ist eines der größten und besten Laien-Ensembles im Barnim und in Brandenburg. Sein Repertoire reicht weit - vom Volkslied über Spiritual und Gospel bis zu Rock und Pop. Fast 70 Mitglieder zählen die Bernauer Sänger. Für den Auftritt mit Kathy Kelly werden sie von zwölf sangesfreudigen Bernauern verstärkt, die sich auf einen Aufruf des Chores zur Teilnahme an diesem zweiten Gemeinschaftskonzert bereits im Frühjahr gemeldet hatten.

Die Bernauer Sänger bestreiten gleich zu Anfang und nach der Pause allein einen Teil des Konzertes. Sie sind besonders stark, wenn sie "Mein kleiner grüner Kaktus" oder "Wenn ich einmal reich bin" aus "Anatevka" interpretieren. Ihre Interpretation von "Amazing grace" jedoch ist Gänsehaut pur".

Das Konzert endet nach fast zwei Stunden mit sechs Titeln, die Kathy Kelly und der Bernauer Cor gemeinsam singen. "Glory.Glory.Hallelujah" macht den Auftakt, gefolgt von "Jesus Christ", "Down by the River" und "When the Saints Go Marching In". Das Publikum tobt. Viele springen von ihren Sitzen auf, klatschen und tanzen mit. Doch das ist noch nicht das Ende dieses Abends. Als Zugabe stimmt Kathy Kelly "Knocking on heavens door" von John Lennon an. Spontan, ungeprobt. Sie dreht sich leicht um, macht eine auffordernde Handbewegung - und die Bernauer Sänger stimmen ein, rocken mit.

"Guten Abend, gut' Nacht" wird a-capella gesungen. Es ist das Letzte und vielleicht ein Anfang. "Wir sollten etwas gemeinsam zu Weihnachten machen", raunt Kathy Kelly Chorleiter Andreas Wiedemann zu. Gibt es ein größeres Lob?

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KSeiler 07.10.2014 - 07:23:53

Gerne immer wieder

Als aktive Teilnehmerin des Konzertes kann ich sagen, dass uns die Proben und der Auftritt mit Kathy irre viel Spaß gemacht haben. Wir haben unter der professionellen Leitung von Andreas Wiedermann nicht nur spannende Proben erlebt, sondern auch ein mitreißendes Konzert. Besonders gekribbelt hat es auf meiner Haut, als die Zuschauer rasch begannen, bei unseren eigenen Titeln mitzuklatschen. Wir bedanken uns für die tolle Stimmung, die das Publikum trug und möchten alle herzlich zu unseren nächsten Konzerten einladen. Ich kan garnicht das Gefühl beschreiben, das ich hatte, als wir erfuhren, dass Kathy gern ein weiteres Konzert (diesmal in einer Adventszeit) mit uns gestalten möchte. Ich weiß nicht, wie vielen Chören ihrer Tournee sie dieses Angebot unterbreitete? Dreimal nach Bernau zu kommen- eine tolle Sache. Da haben wir Bernauer (Chor und Zuschauer) wohl alles richtig gemacht! K. Seiler

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