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Beifall, Pfiffe, Dialoge

26. Oktober 1989: Im überfüllten Kulturhaus Völkerfreundschaft fand das mehrstündige Forum "Dialog 89" statt. Der Neue Tag titelte einen Tag später "Offener Disput zu aktuellen Fragen unserer Gesellschaft". Wer erkennt sich auf dem Bild?
26. Oktober 1989: Im überfüllten Kulturhaus Völkerfreundschaft fand das mehrstündige Forum "Dialog 89" statt. Der Neue Tag titelte einen Tag später "Offener Disput zu aktuellen Fragen unserer Gesellschaft". Wer erkennt sich auf dem Bild? © Foto: Neuer Tag/Heinz Köhler
Jörg Kotterba / 24.10.2014, 07:45 Uhr
Frankfurt (MOZ) Am 9. November jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 25. Mal. Wie erlebten Frankfurt und die Frankfurter diese Zeit - davor und danach? Erlebnisberichte, Recherchen, Einblicke in Stasi-Akten und im Neuen Tag von damals erzählen ein Kapitel wichtiger Stadt-Geschichte.

Dienstag, 24. Oktober 1989. Im Wichernheim treffen sich 50 Frauen und Männer aus Frankfurt und der Region. Sie gehören der offiziell noch nicht zugelassenen Frankfurter Basisgruppe des Neuen Forums an, die sich 20 Tage vorher im Haus von Renate Schubert (heute Bauer) in der Wildenbruchstraße 7 bildete. Zu den 50 gehören der Grafiker Rainer Elfers, die Entwicklungsingenieurin Rosemarie Fuchs, der Rechtsanwalt Rolf Henrich, der Arzt Karl-Ludwig von Klitzing, der Fotograf Andreas Labes, der Ingenieur Ralf Mucker, Geriatriepfleger Eike Nettelbeck, Lehrer Wolfgang Pohl, die Musiker Ulrich Schröder und Manfred Zielinski, Krankenschwester Renate Schubert, die Grafiker Peter Sottmeier und Lothar Tanzyna sowie Student Andreas Spohn. Sie bereiten eine geplante Groß-Demo im Stadtgebiet am 1. November vor.

Der Neue Tag, Organ der SED-Bezirksleitung, titelt über das am 18. Oktober vom Neuen Forum organisierten Forum "Ohne Gewalt - für Demokratie und Freiheit" mit 1300 Frankfurtern in St. Georg am 21. Oktober: "Alles, was hemmt, das muss offen ausgesprochen werden".

Derweil häufen sich in der Frankfurter Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit die Berichte über "Stimmungen und Reaktionen der Bevölkerung." In sogenannten MfS-Lage-Berichten, die diese Zeitung von der Stasi-Unterlagenbehörde erhielt, ist von Unsicherheiten und Befürchtungen der Bürger ebenso die Rede wie von ihren Positionen zum Neuen Forum. Sie seien zur Zeit noch "sehr differenziert." Nach einer Dienstbesprechung bei Stasi-Generalmajor Engelhardt am 23. Oktober 1989 werden Antworten auf zahlreiche Fragen gesucht. Zum Beispiel: Wo gibt es welche Aktivitäten zur Sammlung/Vereinigung oppositioneller Kräfte? Wie ist die Lage in der Arbeiterklasse? Haben oppositionelle Kräfte dort bereits Fuß gefasst? Wie ist der politisch-moralische Zustand unter den Angehörigen der Kampfgruppe und der Volkspolizei einzuschätzen?

In der Abschrift eines IM-Berichts zur Veranstaltung des Neuen Forums am 18. Oktober datiert vom 23. Oktober 1989 - heißt es: "Die Leitung der Veranstaltung habe im wesentlichen Herr Henrich an sich gerissen. Aufgefallen sei, daß die Gäste in der Reihenfolge - CDU zuerst, SED zuletzt - vorgestellt worden seien ... Bei Äußerungen, Zwischenrufen usw. der Forum-Anhänger habe es frenetischen Beifall, Getrampel, Bravo gegeben. Bei allen anderen gab es Pfiffe, Unterbrechungen ... Eine ausgesprochene feindliche und Hass erfüllte Position soll Henrich bezogen haben. Er habe den Eindruck erweckt, sich als Führer der ,Opposition' profilieren zu wollen." Dem Bezirkschef der CDU bescheinigte der IM "Handfestigkeit und Schlagfertigkeit ... Die Aufforderung der Veranstalter zu Ruhe und Gewaltlosigkeit bewertet er zwiespältig."

Mit dem Diskussionsforum "Dialog 89" am 26. Oktober im Reichsbahn-Kulturhaus Völkerfreundschaft versuchen die SED-Bezirksleitung und die Nationale Front, die Initiative der Veränderungen zu übernehmen und mit den Frankfurtern ins Gespräch zu kommen. "Offener Disput zu aktuellen Fragen unserer Gesellschaft" titelt der Neue Tag einen Tag später. Es gab einen "lebhaften Disput, der sachlich, oft mit Beifall oder Pfiffen, begleitet, aber zumindest konstruktiv geführt wurde.

Zu den Rednern von damals gehörte Brigitte Brüning. Sie begrüßte die Wende, "weil ein Reisegesetz vereinbart war. Als ehrenamtliche BGL-Vorsitzende interessiere es sie namens der Kollegen, ob es bei uns Handelsvergünstigungen für bestimmte Kader gebe."

Heute, nach 25 Jahren, kann sich Brigitte Brüning noch gut an die Standpauke in der Industrie- und Handelsbank, in der sie arbeitete, erinnern. "Ich gab damals auch ein Rundfunk-Interview. Das schmeckte manchen nicht." Heute ist sie froh, dass Deutschland vereint ist. "Ich habe in Ost-Berlin studiert, stand oft an der Mauer und träumte davon, auch mal in den Westen fahren zu dürfen."

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Keine Verschwoerung alles echt 26.10.2014 - 03:09:47

Auge im Dreieck

Was den Zustand der Meinungsfreiheit in diesem Land angeht einfach mal den Stammtisch (das dumme Volk) anhoeren. In der Tat benoetigt man keinen Professor aber gut das es sichin den sogenannten Eliten auch schon herum gesprochen hat, dass gewaltig was schief laeuft in der deutschen und europaeischen Demokratur. So und jetzt werde ich mich wieder davon machen um nicht vom gutmenschlichen Mob erkannt zu werden. Leider wird, wenn es soweit ist, die Quelle geoeffnet sein. Werte Quelle, ich distanziere mich von meinen Aussagen und bitte die Guten Menschen um Gnade und Vergebung fuer meine Versuche der Wahrheit etwas mehr Geltung zu verschaffen.

Edeltraud Lademann 25.10.2014 - 20:19:11

"neue Lesergeneration herangewachsen" und "Kopfschütteln" über die Heutigen

Danke an A.S.H. für diesen Einblick in die Realität. http://www.ostblog.de/2014/10/geschichtsfaelschung_nicht_noe.php Die Fragen trafen wohl nicht den Nerv dieser Generation, cool ist was anderes. Und wie tolerant der unernste Abfrager mit den Antworten umgeht! Auch das will gekonnt sein. Vielleicht war es doch nur Satire. Ich amüsierte mich köstlich.

Anna Beer 25.10.2014 - 18:05:36

@DAMALS DABEI

Recht herzlichen Dank für Ihren wertvollen Link auf den Film "Oktoberfrühling", den ich hier noch einmal wiederhole, um damit eventuell die Forum-Diskussion wieder auf seinen Ausgangspunkt zu lenken: https://www.wir-waren-so-frei.de/index.php/Detail/Object/Show/set_id/226/object_id/1197 Ich hoffe, dass die MOZ-Redakteure diesen Link zum AFC-Film auch in den Druckausgaben (MOZ, Märkischer Sonntag, Märkischer Markt) veröffentlichen, damit alle Leser dieses interessante Zeitzeugnis anschauen können. Immerhin ist inzwischen auch eine neue Lesergeneration herangewachsen, für die dieser AFC-Film in seiner eigenartigen Struktur wahrscheinlich unbekannt sein wird. Der Film transportiert den Zeitgeist von 1989, zeigt kurze Szenen der Frankfurter Demonstrationen und einiger damaliger Politakteure, die inzwischen zu Recht in der Versenkung verschwunden sind! 25 Jahre nach dem Mauerfall sehe ich heute die Antworten einiger befragter Passanten mit einem Kopfschütteln und einem Lächeln. Für die Möglichkeit zur deutschen Wiedervereinigung bin ich heute dankbar - obwohl ich damals noch teilweise im DDR-Denken befangen war. Unsere heutige relative politische und wirtschaftliche Stabilität basiert auf der Vereinigung im Jahr 1990. Wie immer "man" sie heute rückblickend beurteilt - sie ist nicht rückgängig zu machen - und das ist gut so!

Auge im Dreieck 25.10.2014 - 16:47:36

Edeltraud Lademann

Ein Professor als Kronzeuge Ihrer sonderbaren Gedankenwelt. Vielleicht hat der ja auch das dritte Auge oder gar Sie?! Jedenfalls maßen Sie und Professor sich auch an, das Recht auf "Wahrheit" gepachtet zu haben. Dann darf ich das also auch. Nur die Elitenhörigkeit geht mir leider ganz ab, sonst würde ich auch noch einen Professor rauskramen.

Edeltraud Lademann 25.10.2014 - 15:24:18

"Denkfreiheit, Gedankenfreiheit, Meinungsfreiheit" - Forderungen der Demonstranten zur Wendezeit

Als "leidenschaftlicher Streiter für die Idee des Liberalismus" wird Norbert Bolz vom Moderator einer Radiosendung den Hörern vorgestellt. Was hat der Professor für Medienwissenschaft und Kenner der heutigen BRD-Praxis in Bezug auf die Meinungsfreiheit zu sagen?: Ausschnitt des folgenden Videos: ab Minute 9:45 bis 11:34 "Kernbestand der Freiheit - der bezeichnet ist durch den Begriff der Denkfreiheit, der Gedankenfreiheit, der Meinungsfreiheit. Und ich würde sehr in Zweifel ziehen, ob wir heute so ohne weiteres sagen können was wir denken. Das ist natürlich in vielen Bereichen, wo Meinungen frei gegeben sind der Fall. Sie können vieles gut oder schlecht finden, sie können sich für unterschiedliche Farben entscheiden und für unterschiedliche Parteien, die im politischen Spektrum angeboten werden. Aber der entscheidende Punkt, für mich jedenfalls, und dies diskutiere ich in diesem Buch ja sehr ausführlich unter dem Stichwort political correctness ist, dass es zunehmend Themenbereiche gibt, in denen man eigentlich gar keine abweichende Meinung mehr haben darf." Dann benennt er ein Beispiel und kommt schließlich zu dem Fazit: "Ich glaube sie alle kennen, jeder weiß das wie die Situation ist, wenn es auf bestimmte Themen kommt und wie schwer es ist oder wie unmöglich es eigentlich ist, ohne Gesichtsverlust und ohne Isolationsdrohung hier eine abweichende Meinung zu vertreten." https://www.youtube.com/watch?v=ld9PnI90A3U Und unser "Freund", der sich als "Auge im Dreieck" bezeichnet, meint ja dann wohl auch, alles zu sehen, alles zu wissen und möglichst alles für uns vor zu sehen und uns lenken zu können oder zu müssen. Wedelt er dazu mit dem Dollerschein mit entsprechendem Symbol?

Auge im Dreieck 25.10.2014 - 12:45:59

Gerald Winkler

Es ist dort auch bequem Antifaschisten mit der SA gleichzusetzen. Dort teilt man zwar als deutsches Opfer der Geschichte gerne aus, aber einstecken ist nicht drin. Weinerliche Memmen. Euthanasie? Sie wissen nicht, wovon Sie da reden.

Gerald Winkler 25.10.2014 - 12:32:22

Es ist natürlich bequem

, einen unbequemen blog und dessen Gäste als "Verwirrt" zu diffamieren. Aber Euthanasie wird doch hoffentlich noch nicht wieder erwogen?

Auge im Dreieck 25.10.2014 - 11:50:00

Elsässer?

Und auf dem Blog tummeln sich größtenteils Verwirrte rum.

Auge im Dreieck 25.10.2014 - 11:39:07

Edeltraud Lademann

"...falscher Anschuldigungen wegen inzwischen gezwungen, den Klageweg zu beschreiten..." Gezwungen ist gut. Nach dieser Logik müsste man Elsässer ja ständig verklagen. In Wahrheit ist nämlich das Gegenteil der Fall, mit seiner Klage unterdrückt er die Meinungsfreiheit. Die Ukrainer könnten Sie ja auch verklagen, weil Sie ihren Umsturz srtändig als faschistischen Putsch auslegen.

D. Wolf 25.10.2014 - 10:12:40

Beteiligter

Es war gut, dass wir die Wende zum Abschluß bringen konnten. Wobei zu sagen ist, es ging zu Anfang darum, die DDR zu reorganisieren und unser Land demokratisch zu machen. Es hat sich aber gezeigt, das die ökonomischen Grundlagen verspielt worden sind von den Handlangern der SED. Wobei auch Generaldirektoren wenig Spielraum gegen die alten Leute in Berlin hatten Es bot sich die gute Möglichkeit, uns der BRD anzugliedern, statt wie die anderen Ostländer im Alleingang die Demokratie zu erreichen. Für uns in der DDR war es ein Glücksfall, dass es das GG in der BRD gab, wo der Gesamtanspruch für alle Deutschen in Ost und West festgeschrieben wurde. Der Weg bis heute war kein Zuckerschlecken, die DDR wurde auch über den Tisch gezogen von der Treuhand und Beratern aus dem Westen, die oft im Westen nichts wurden, weil es "Flaschen " waren, aber in der DDR eine Chance sahen, um sich zu profilieren und einen Reibach zu machen. Wir aus der DDR waren einen solchen Stiel nicht gewohnt. Bei uns galt ein Handschlag als Vertrag, im Westen nur ein schriftlicher Vertrag. Uns fehlte die Unverschämtheit, alle kleinen Fehler auszunutzen. Deshalb ging für unsere Bürger viel schief. Zur Großveranstaltung in der Kirche möchte ich nocjhmal festhalten, die Veranstaltung wurde von zwei Mitgliedern des Neuen Forum geleitet, von Peter Mau und Detlef Wolf. RA Hendrich war auch da, aber im Hintergrund. Er hat den Überblick gewart und uns auf der Bühne Hinweise gegeben. Ich erinnere mich noch genau daran , als er und sagte, "uns gehört das Mikrofon und nicht der SED" Was war geschehen, die SED Vertreter wollten festlegen, wer die Veranstaltung leitet. Wir habe diesen Herren das Wort entzogen. Ich denke, diese Veranstaltung war die Initialzündung für Frankfurt zur damaligen Zeit. So sollte jeder, der dabei war, seine Erfahrungen aufschreiben und einer soll das zusammenfassen und ehrlich ein Buch schreiben. Fazit: Der folgende Umbruch war notwendig und gut, auch wenn nicht alles so lief, wie wir es uns gewünscht hätten. Aber das Ergebnis bis heute ist zu begrüßen.

Edeltraud Lademann 25.10.2014 - 00:00:14

nix NPD-Demo

Ich war in Berlin mit Friedensaktivisten der Uni Kassel und anderen außergewöhnlich progressiven Menschen auf der Bühne. Aber es gibt Leute wie Sie, die pflegen mit größter Hartnäckigkeit ihre böswilligen Vorurteile. Jürgen Elsässer, der Chefredakteur des COMPACT-Magazins war solcher provokativer, falscher Anschuldigungen wegen inzwischen gezwungen, den Klageweg zu beschreiten. Auf seinem Blog schreiben sehr kluge Leute, auch über Verschwörungspraktiken.

Auge im Dreieck 24.10.2014 - 22:45:04

Insider? Faschistischer Putsch?

"Später auf einer Demo in Berlin..." NPD-Demo? Bitte bleiben Sie dem Compact-Magazin als Kommtarschreiberin treu, hier schreiben doch schon genug Verschwörungsideologen.

Edeltraud Lademann 24.10.2014 - 21:39:58

@ M.D. Ihre Wut sagt mir, dass Sie doch etwas verstanden haben

Mit dem von mir betontem Abschnitt des Interviews wollte ich darauf aufmerksam machen, dass wir auch heute, 25 Jahre danach, noch längst nicht wirklich aufgeklärt sind über die tatsächlichen Verhältnisse und Hintergründe des Zustandekommens dieses Umbruches. Ein Insider erzählte mir mal in den Neunzigern, dass sich die DDR-Oberen bereits 1983 darüber im Klaren waren, dass sie die DDR nicht mehr halten könnten. Es könnte also bei allem eifrigen Willen der Demonstranten, mich eingeschlossen, so gewesen sein, dass unsere Bekundungen nur die Begleitmusik zu dem anstehenden Wandel waren. Wenn Sie das weiterdenken, bilden auch die späteren Farbrevolutionen und sogar die jetzige Zuspitzung zum faschistischen Putsch in Kiew mit maßgeblicher westlicher Unterstützung eine Kontinuität. Der "Kalte Krieg" wurde also nicht vom Ostblog gewonnen. Ich selbst war zur Wendezeit in Beeskow wohnend, in einer Gruppe aktiv, die sich gegen Amtsmissbrauch und Korruption engagierte. Ich war begeistert vom Gedanken der Basisdemokratie, die Bespitzelung des eigenen Volkes empfand ich als absolut unpassenen Vertrauensbruch. Ich wollte echte sozialistische Verhältnisse und unterschrieb den Aufruf: "Für unser Land". Später auf einer Demo in Berlin stand ich mit Rednern auf einer Bühne von denen einer in die Menge rief: "Ich bereue heute, dass ich die Wende damals mit herbei gerufen habe." Ausverkauf, Entlassungen, Überwachung, Korruption in ungeahntem Ausmaß, Selbstbedienung, Bildungs- und Kulturverfall und was müsste ich noch alles aufzählen. Da wundern Sie sich, dass ich nicht zu den "Gewinnern" zählen möchte? Aber trotz alledem freue ich mich über die neuen Freunde aus den westlichen Gefilden und auch aus den östlichen.

Maxim May 24.10.2014 - 20:28:29

@Reiner T.

Wenn Sie persönlich etwas wissen wollen, sollten Sie persönlich zuerst einmal SELBST recherchieren. Wir leben im Zeitalter des Internets mit Suchmaschinen, Wikipedia und anderen Hilfsmitteln! Zum Beispiel hier mein erster Nachhilfeunterricht zu Frau Rosemarie Fuchs: http://de.wikipedia.org/wiki/Rosemarie_Fuchs Bitte nehmen Sie die Lösung Ihrer Fragen zuerst einmal in eigene Hände und überlassen Sie es nicht anonymen Redakteuren und Kommentatoren!

Reiner T. 24.10.2014 - 18:16:52

Was hat sich da noch entwickelt?

Von manchen der genannte Personen hat man weiter gehört - zumeist positiv, auch wenn man nicht immer mit jeder Äußerung übereinstimmen muss, wir haben ja nun mal eine Demokratie. Einige Personen, z.B. Rosemarie Fuchs, sind verstorben. Aber was hat sie bis zu ihrem Tod gemacht? Was hat sich da entwickelt (Entwicklungsingenieurin ? - na wohl eher nicht)? Warum wird eigentlich über solche Personen ((B.Brecht "...die im Schatten sieht man nicht.") nicht recherchiert oder berichtet. Aber scheinbar haben daran weder die "alten" noch die "neuen" Kräfte Interesse.

Damals dabei 24.10.2014 - 17:31:34

@Anna Beer

hier der Link zum Film: https://www.wir-waren-so-frei.de/index.php/Detail/Object/Show/set_id/226/object_id/1197

Maria Dicht 24.10.2014 - 17:12:47

@Edeltraud Lademann

Wie immer, wenn Frau Lademann hier kommentiert, frage ich mich (und sicher nicht nur ich): Was will sie uns mit ihrem "Kommentar" eigentlich sagen? Wo war übrigens Frau Lademann an jenem berühmten 04. November 1989? Ich weiß, wo ich damals war: Auf dem Berliner Alexanderplatz! Um daran teilnehmen zu können, bin ich bereits einen Tag vorher nach Berlin mit dem Zug gefahren, weil ich befürchtete, dass am 04.11.89 alle Züge in Richtung Berlin entweder scharf kontrolliert werden oder erst gar nicht ankommen. Meine Furcht hat sich im Nachhinein als falsch heraus gestellt. Was immer sich vorher hinter irgendwelchen Berliner Kulissen abspielte: Was wirklich zählte, war auf dem Platz! Und da standen am Vormittag des 04.11.89 eine Million Bürger. Ich war mittendrin. Frau Lademann ganz sicher nicht. Sie stand wahrscheinlich zuhause neben sich - so wie heute. Anders kann ich ihren Beitrag hier nicht interpretieren.

Edeltraud Lademann 24.10.2014 - 13:47:07

Ines Geipel beschreibt die damalige Situation am Beispiel des "ambivalenten" 4. November 89

Im Gespräch mit Peter Voss äußert sie sich zu der Bemerkung, dass sich doch die Intellektuellen damals "zweischneidig" zur DDR und deren Zukunft gezeigt hätten: "Das ist ein hochgradig ambivalenter Tag. es ist ein Mythos - so hätte die DDR aussehen können wie an diesem 4. November. Und du siehst aber, wenn du die Akten anschaust (...) Es gibt keinen Tag in der DDR der geheimdienstlich so durchgestellt war bis in die Bezirksverwaltungen hinein wie dieser 4. November. Es ist ja erstaunlich, wir haben soviel Gelder in diese Aufarbeitungsmaschinerie hineingesteckt und z.B. so ´n Tag ist nicht ausrecherchiert. Sie finden ein Dokument; es gibt einen Mann der Gewerkschaft im Berliner Ensemble war, der am 10.10., also fünf Tage bevor die Theaterleute überhaupt über diese Demo entscheiden, am 10.10. bei der Polizei ein Schreiben abgibt, dass am 19. November eine Demo stattfinden soll. Am 10.10., da ist die Demo überhaupt noch gar kein Thema, also da fragt man sich - es ist erst mal nicht mehr als ein Indiz, aber man fragt sich doch: Was ist denn hier eigentlich los?!" ab 30. Minute Einführung zum 4. November http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=46939

max 24.10.2014 - 11:02:46

NEUES FORUM

gehe ich richtig in der annahme das der IM ,der den spitzelbericht an das mfs lieferte, unter den gründern der basisgruppe in ffo war?wir alle wissen wen ich meine.

Anna Beer 24.10.2014 - 10:39:47

Film des AFC

Das Frankfurter Amateur-Film-Centrum war bei dieser "Versammlung" am 26.10.1989 mit ihrer Kamera dabei und hat Teile ihrer Aufnahmen im Film "Oktoberfrühling - Dokumente eines Aufbruchs - Frankfurt (Oder) im Herbst 1989" eingearbeitet. Dieser Film entstand parallel zu den Zeitereignissen im Oktober und November 1989 in Frankfurt (Oder). Die erste öffentliche Aufführung erfolgte am 16.12.1989. Durch seine Entstehungszeit ist nicht nur der Inhalt, sondern auch die Gestaltung des Films von der Atmosphäre der Herbstereignisse des Jahres 1989 geprägt. Der Film hat eine Länge von ca. 50 Minuten und ist in VHS/PAL entstanden. Heute dürfte es kaum noch Leute geben, die sich diesen Film anschauen könnnen, denn: Wer hat jetzt noch einen Video-Kassetten-Recorder im Haushalt? Ich leider nicht mehr ...

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