Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Nachfolger leitet schon heute das Training

Preussen setzt Trainer Pröger vor die Tür

Uli Gelmroth / 17.11.2014, 20:59 Uhr
Eberswalde (MOZ) Diese Nachricht kommt nicht unerwartet: Nach dem katastrophalen Saisonverlauf hat das Präsidium von Brandenburgligist Preussen Eberswalde die Reißleine gezogen und sich nach nur fünf Monaten von Trainer Gerd Pröger getrennt. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Nach einem Drittel der Spielserie stehen die Westender mit nur fünf Zählern auf Abstiegsrang 15, haben erst einen Sieg und zwei Unentschieden auf dem Konto. Ansonsten stehen sieben Niederlagen, zuletzt vier in Folge, zu Buche.

Die Entscheidung über den Trainerwechsel fiel einstimmig im Präsidium, das sich bereits am Sonntag zu einer Sondersitzung getroffen hatte. Trainer Pröger wurde durch Präsident Danko Jur über die Entscheidung des Gremiums informiert.

Neuer Trainer des Eberswalder Brandenburgligisten ist Obrad Marjanovic aus Berlin. Marjanovic ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Der 53-Jährige, in Jugoslawien geboren, ist Bau-Unternehmer. Im Fußball ist der neue Preussen-Trainer kein unbeschriebenes Blatt. Seit 1980 kickte er in mehreren Berliner Vereinen, auch in der Oberliga. Später war er als Trainer aktiv. Seine Stationen: Stern Britz, Spandau 06, Tasmania und Blau-Weiß Berlin, wo er noch heute im Ü-50-Team kickt.

Auch in der Brandenburgliga ist der Berliner kein Unbekannter mehr. So spielte Preussens heutiger Kapitän Marcel Hellmich unter seiner Leitung bei TuS Sachsenhausen. Die TuS-Elf führte Marjanovic in der Saison 2012/13 nach seiner Ankunft in den verbliebenen 20 Spielen noch aus der Abstiegsregion bis in die Aufstiegszone. Am Ende wurde man Vierter, da der Verein nicht aufsteigen wollte, so Marjanovic.

Letzte Saison (2013/2014) stand seine Elf die ersten acht Spieltage erneut an der Spitze der Liga, hatte die Oberliga im Visier. Doch im Verein gab es eine andere Orientierung, so der Ex-TuS-Trainer. Aus diesem Grunde beendete er von sich aus nach 14 Spieltagen sein Traineramt bei TuS vor fast genau einem Jahr, am 30. November 2013.

Jetzt freue er sich auf die neue anspruchsvolle Aufgabe, wie der Trainer erklärt. Preussen sei für ihn eine große Herausforderung. Es gelte jetzt erst einmal, den Klassenerhalt zu sichern, das Potential der Mannschaft auszuschöpfen. Zudem soll und muss in der Winterwechselperiode der Kader qualitativ aufgestockt werden, wie Marjanovic bei seiner Vorstellung im Präsidium erläuterte.

Heute leitet Obrad Marjanovic bereits das Training. Am Freitagabend steht ab 19 Uhr im Westendstadion für Preussen im Spiel gegen den Eisenhüttenstädter FC Strahl dann die erste Bewährungsprobe an - für die Spieler und den neuen Trainer.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Ohne Worte 18.11.2014 - 22:26:08

Beim ersten mal nichts gelernt?

Herr Pröger ist bereits das zweite Mal in Eberswalde entlassen worden. Warum wurde er eigentlich wieder gehohlt? Der Kader ist nicht verstärkt worden. Wie soll er mit diesem Team denn erfolgreich sein. Nun wird es sicherlich wieder um Geld gehen, wie beim Ersten mal..

lm-ler 18.11.2014 - 10:07:42

Von nichts kommt nichts

So sehe ich das auch. Einer muss schließlich das Sagen haben. Die Vereinsdemokratien, wo jeder reinquakt, funktionieren nicht. Wer Erfolg haben will, muss auch durchgreifen und Erfolglose, Dummschwätzer und Verhinderer vor die Tür setzen.

Pro_FB 18.11.2014 - 08:50:52

Richtung Marienwerder...

Der Erfolg einer Mannschaft, eines Teams, einer Partei usw. wird immer an den Fähigkeiten seines Führers gemessen und steht in direktem Zusammenhang. Neben Fachkenntnissen zählen Kommunikation, Empathie, Motivationsfähigkeit und jede Menge anderer Softskills Herr Jur verhält sich als Führungskraft bilderbuchmäßig: Seilschaften zerschlagen, sein Team formen, dabei Negatives entfernen, Leistungsträger aufbauen und die Verlierer rauswerfen. Was ist dagegen einzuwenden? So steht es in jedem Manager-Lehrbuch...

Anti Jur aus Marienwerder 18.11.2014 - 07:00:55

Trainer vor die Tür gesetzt

Das ist mal wieder typisch Herr Jur: Wenn ihm was nicht passt oder er mit Leuten nicht klar kommt, setzt er sie einfach vor die Tür, Diese Masche hat er bereits zu Zeiten als er das Bürgermeisteramt in Marienwerder inne hatte angewandt, er wendet sie im Kreistag an und nun auch als Präsident eines Fußballvereins. Wie wäre es, wenn er selbst mal einige Trainingsstunden leiten würde. Den Erfolg einer Mannschaft kann man nicht immer auf den Trainer zurück führen. Aber so war Herr Jur schon immer. Getreu dem Motto : ICH habe das Sagen und ICH bestimme. Wer so von sich eingenommen ist, wie Herr Jur, kann ganz ganz schnell sehr sehr tief fallen. Aber selbst das scheint einem Herrn Jur nicht zu jucken. Sollche Größenwahnsinnigen Leute gehören von all ihren Ämtern abgesetzt!

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG