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Alle Register gezogen

Rhythmische Begleitung: Singen mit Karl-Heinz Doherr am Keyboard gehört für Flüchtlingskinder in der Garzauer Gemeinschaftsunterkunft zur regelmäßigen Freizeitgestaltung. Passend zur Bewirtung mit Keksen, Stollen und Brause hatte der pensionierte Lehrer a
Rhythmische Begleitung: Singen mit Karl-Heinz Doherr am Keyboard gehört für Flüchtlingskinder in der Garzauer Gemeinschaftsunterkunft zur regelmäßigen Freizeitgestaltung. Passend zur Bewirtung mit Keksen, Stollen und Brause hatte der pensionierte Lehrer a © Foto: MOZ Gerd Markert
Gabriele Rataj / 19.12.2014, 04:33 Uhr
Garzau-Garzin/Rehfelde (MOZ) Freundlichkeit und kleine Geschenke wie zu weihnachtlichen Feiern mit Kindern aus dem Asylbewerberheim Garzau sind nur eine Seite der Medaille. Um Schulpflichtige in die deutsche Bildungslandschaft zu integrieren, braucht es mehr. Ein Runder Tisch brachte schnelle Resultate.

Das Rehfelder Hortteam wird zunächst befristet bis Schuljahresende um eine halbe Stelle verstärkt. Diese Entscheidung des kreislichen Jugendamtes wurde zu Wochenbeginn am Runden Tisch in Rehfelde getroffen. Damit hätten alle am Zustandekommen dieses Ergebnisses Beteiligten gezeigt, wie gemeinsam, schnell und unbürokratisch etwas erreicht werden kann, schätzte Rehfeldes Bürgermeister Reiner Donath gegenüber der MOZ ein.

Und das sei noch nicht alles. Auch das Schulamt in Frankfurt habe reagiert, zeigte sich Donath informiert. Es habe die Stundenzahl in der Rehfelder Grundschule um 20 aufgestockt.

Ausgangspunkt war die Tatsache, dass inzwischen vermehrt Kinder im schul- und hortpflichtigen Alter im Asylbewerberheim Garzau ankamen. Da Teilhabe am sozialen Leben in der Gesellschaft nur über eine frühzeitige sprachliche Förderung und Integration in Schule, Hort, Kita funktioniere, musste dringend reagiert werden, heißt es vom stellvertretenden Rehfelder Bürgermeister Patrick Gumprecht (SPD) in einer von ihm, Bildungsausschussvorsitzendem Carsten Kopprasch (Linke) und dem Bürgermeister unterzeichneten Presseerklärung.

Zunächst hatten sich die Rehfelder Gemeindepolitiker fraktionsübergreifend mit einem Brief um Hilfe an Ministerpräsidenten, Landtagsfraktionen, Landkreis gewandt, Gespräche geführt, Briefe und ganz unterschiedliche Reaktionen erhalten. Daran knüpfte der von Gumprecht schon vor einiger Zeit ins Gespräch gebrachte Runde Tisch an. Gemeinsam wurde nach Lösungen gesucht und solche gefunden.

Über die bewilligte halbe Personalstelle soll zuallererst der Kontakt zu den Eltern der Flüchtlingskinder gesucht werden, um mit den Kindern neben der Schule sprachliche Defizite zu verringern. Auch die Zusammenarbeit mit den Garzauer Hortkindern gehört in diese Rubrik.

Denn herzliche Worte und menschliche Wärme, wie sie durch Willkommensinitiativen gezeigt und durch vielfältige Aktionen untersetzt werden, sind nur eine Seite der Medaille. Beispiele dafür gab es in dieser Woche ebenfalls. In die Garzauer Gemeinschaftsunterkunft brachte Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski am Dienstag die ersten 140 von mehr als 500 Geschenkpaketen für Flüchtlingskinder.

Mitarbeiter des Ministeriums und verschiedener Finanzämter haben damit unmittelbar auf den Aufruf der Landesregierung zu Mitmenschlichkeit und Toleranz reagiert, verpackten liebevoll Gaben und versahen sie mit Altersangaben. Neben den 46 gegenwärtig in Garzau untergebrachten Kindern werden in diesen Tagen auch Kinder in anderen Gemeinschaftsunterkünften der Region, in Teltow-Fläming oder Havelland solche "Luxusartikel" wie Spielzeug oder ein eigenes Kuscheltier bekommen.

Die große Resonanz der Kolleginnen und Kollegen mache Mut, fand Daniela Trochowski, denn leider sorgten Intoleranz und Ablehnung häufig für größere Schlagzeilen.

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Guido 19.12.2014 - 14:00:14

Namen sind nur Schall und Rauch?

Ich bin schon etwas verwundert wie unterschiedlich die Schreibweise von Menschen in der MOZ geführt wird! Obwohl extra auf einen Beitrag verwiesen wird, wird hier der Name GUMPRICHT wiedermal falsch geschrieben. Schade MOZ ...so werden die Leserinnen und Leser nicht sonderlich animiert diese Zeit zu kaufen, geschweige denn zu abonnieren. Viele Grüße ihr einstig treuer MOZ-Leser

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