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Grundschule eröffnet Spielezimmer / Eingereichtes Konzept als Basis

Kinder finden es "cool"

Konzentration gefragt: Maximus Dagobert und Mattis (r.) bauen aus Legosteinen ein Feuerwehrauto.
Konzentration gefragt: Maximus Dagobert und Mattis (r.) bauen aus Legosteinen ein Feuerwehrauto. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 20.12.2014, 04:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Eine vorfristige Bescherung gab es gestern in Biesenthal. In der Grundschule "Am Pfefferberg" ist das Spielezimmer eröffnet worden. In den Regalen stapeln sich dort mehr als 40 Spiele. Sie heißen Rondo oder Cuatro. Darunter sind Experimentier-, Bau- und Gesellschaftsspiele sowie vieles mehr.

Die Schüler stehen oder sitzen an Tischen oder haben es sich in einer mit Polstern ausgestatteten Ecke bequem gemacht. Sie knobeln, basteln und gestalten. Lukas Grimm ist gerade dabei, einen Truck zu bauen. Ihm macht das Spaß, wie er selbst sagt. Am Nachbartisch stehen drei Jungen und bauen mit Legosteinen. Das Feuerwehrauto von Mattis, der das Spielezimmer "cool" findet, ist fast fertig.

Doch woher kommt der Spiele-Segen. Die Lehrerinnen Katrin Saliter und Ingrid Schulze sind dem Aufruf der Initiative "Spielen macht Schule" gefolgt, haben ein Konzept eingereicht und dafür den ersten Preis bekommen. In ihrem Konzept geht es unter anderem darum, wie Spiele zur Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten beitragen können und helfen, Kinder vom Computer wegzulocken. Schulleiterin Cornelia Grasse ist ganz stolz, dass die Leistung der Kolleginnen solch eine Anerkennung fand.

Die Initiative "Spielen macht Schule" ist vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm und dem Verein "Mehr Zeit für Kinder" ins Leben gerufen worden. Hintergrund des Projektes sind Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie würden zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher seien, als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfinde, heißt es in einem Informationsmaterial der Initiative "Spielen macht Schule".

Die Stadt Biesenthal unterstützte die Initiative, indem sie einen der Räume der Schule, die für den Fall der Wiedereinrichtung der Oberschule reserviert sind, freigab. Außerdem stellten die Biesenthaler Stadtverordneten 5000 Euro für die Renovierung des Spielezimmers zur Verfügung.

Das Spielezimmer soll nun im Unterricht und in den Pausen, aber auch im Hort genutzt werden können. Einmal in der Woche kommt Camillo Wieland vom Kulti an die Schule, um das Spielezimmer zu betreuen.

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