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Jahresauftaktveranstaltung des Naturparks Barnim mit zufriedenstellender Bilanz / 2015 mehr kreisübergreifende Projekte

Vom Naturschutzbecher bis zur Fischtreppe

Lobetaler Naturschutzbecher: Mit dem Joghurt bekommt der Käufer mit der Packung Wissenswertes über den Naturpark vermittelt. Michael Treptow, Achim Christians und Uwe Lecoutré von der Naturwacht (v.l.) sprechen mit Michael Kuper von der Bio-Molkerei
Lobetaler Naturschutzbecher: Mit dem Joghurt bekommt der Käufer mit der Packung Wissenswertes über den Naturpark vermittelt. Michael Treptow, Achim Christians und Uwe Lecoutré von der Naturwacht (v.l.) sprechen mit Michael Kuper von der Bio-Molkerei © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 09.01.2015, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Zur Jahresauftaktveranstaltung hatte der Naturpark Barnim am Mittwoch eingeladen. In der Biesenthaler Schaumolkerei der Hoffnungstaler Stiftung zogen die Akteure eine zufriedenstellende Bilanz für 2014 und gaben einen Ausblick auf das Jahr 2015.

Das von der EU geförderte Interreg IVa-Projekt, die ökologische Sanierung von Teileinzugsgebieten beiderseits der Oder und die touristische Erschließung dieses Raums, ist im abgelaufenen Jahr erfolgreich abgeschlossen worden. Rund zwei Millionen Euro sind dafür von der EU zur Verfügung gestellt worden. Gerade auch, weil bei diesem mehrjährigen Projekt manche Schwierigkeit zu überwinden war, zeigte sich der Leiter der Naturparkverwaltung Peter Gärtner besonders froh, dass in der Kooperation mit Biesenthal nun auch noch das Schlossbergprojekt fertiggestellt werden konnte. Zuvor waren unter anderem schon mehrere Gewässer saniert worden. So sind unter anderem in der Finow und im Nonnenfließ Fischtreppen angelegt worden.

Als nicht weniger bedeutsam schätzte Gärtner den Naturschutzbecher ein. Hier kooperiert der Naturpark mit der Biomolkerei Biesenthal, die Naturjoghurt produziert und die Becher mit verschiedenen Informationen über den Naturpark versieht. Oberdrein gehen jeweils drei Cent pro verkauftem Becher an den Naturpark. Rund 7000 Euro sind so im vergangenen Jahr zusammengekommen. Doch es sei nicht nur die finanzielle Seite positiv zu bewerten. "Durch den Verkauf des Bio-Joghurts aus Biesenthal in Berlin ist der Naturpark Barnim auch in Berlin noch mehr bekannt geworden. Das hat uns sehr geholfen", sagte der Leiter der Naturparkverwaltung.

Zur erfolgreichen Bilanz gehört aber auch die Beweidung der halboffenen Weidelandschaft im Bereich um Hobrechtsfelde. Nicht zuletzt zeige die Zahl der Besucher des Barnim-Panoramas, wie groß das Interesse am Naturpark Barnim sei. Seit der Eröffnung im September 2013 haben mehr als 33 000 Menschen das Naturparkzentrum besucht, das zusammen mit dem Agrarmuseum Wandlitz als Barnim-Panorama in Wandlitz Dorf zu finden ist.

Doch die Ausstrahlung des Naturparks reichte und reicht noch weiter. So seien die Juniorrangertouren immer ausgebucht, die Homepage und die Facebookseite erfreuen sich wachsenden Zuspruchs. Aber auch das freiwillige Engagement für den Naturschutz sei gestiegen. Überdies ist durch das DwF in München, das Daten für Wirtschaft, Forschung und Ingenieurswesen auswertet, ermittelt worden, dass durch die Kapitalflüsse im Naturpark Barnim 292 Arbeitsplätze entstanden seien, so Gärtner bei der Jahresauftaktveranstaltung des Naturparks Barnim.Wenn auch im vergangenen Jahr der Schwerpunkt der Arbeit im Barnim gelegen habe, so werde man sich in diesem Jahr verstärkt auch dem Bereich Oberhavel widmen, kündigte Gärtner vor dem Hintergrund an, dass der Naturpark über den Barnim hinaus reiche.

Mit dem Mühlenbecker Land ist die Zusammenarbeit begonnen worden. Als weitere Schwerpunkte nannte er die Schnelle Havel sowie den ehemaligen Truppenübungsplatz Lehnitz, der über viel Potenzial verfüge. Nicht zuletzt will man im Rahmen des Leader-Programms zur Stärkung des ländlichen Raums mit dem Kreis Oberhavel sowie mit der Lokalen Aktionsgruppe Märkische Seen zusammenarbeiten. Schwerpunkt sollen die Pflege und Entwicklung von Feldhecken und die Vernetzung touristischer Angebote mit dem Schwerpunkt Wandern sein.

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