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Forderung nach Gesundheitsstudie und einheitlichen Mindestabständen in ganz Brandenburg

Kritiker verlangen Planungsstopp

Die ganze Uckermark ist vollgestellt mit Windrädern.
Die ganze Uckermark ist vollgestellt mit Windrädern. © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 14.01.2015, 07:50 Uhr
Angermünde (MOZ) Einen sofortigen Stopp des neuen Windplans verlangen Bürgerinitiativen aus den Landkreisen Uckermark und Barnim. Sie wollen ein Landesgesetz für größere Abstände zwischen Windgebieten und Wohnhäusern erzwingen. Notfalls mit einem Volksentscheid.

Kommt der neue Windplan nach jahrelanger Diskussion in seinem zweiten Entwurf wieder zum Erliegen? Wenn es nach dem Willen zahlreicher Bürgerinitiativen in den Kreisen Uckermark und Barnim geht, muss das laufende Verfahren sofort gestoppt werden. Der Widerstand gegen die immer größer werdenden Strommühlen wächst. Das macht nicht nur eine aktuelle Studie zur Akzeptanz der Windenergie in Brandenburg deutlich. Viele betroffene Bürger aus teilweise äußerst regen Initiativen schließen sich zu einer Aktionsfront zusammen. "Wir sind eine starke Bewegung in der Bevölkerung", sagt Hans Jürgen Klemm von der Volksinitiative Rettet Brandenburg. Insgesamt 79 Bürgerinitiativen hätten sich unter deren Dach zusammengefunden. Wenn das brandenburgische Parlament nicht bereit sei, eine Debatte zuzulassen, werde man einen Volksentscheid herbeiführen. Aufgrund der Betroffenheit im ländlichen Raum würden die 20 000 Unterschriften im ersten und die 80 000 im zweiten Anlauf spielend zu holen sein.

Wie stark die Bewegung inzwischen geworden ist, zeigen die Aktionen allein im Nordosten Brandenburgs. Hier wird seit Jahren der neue Windplan für die Kreise Uckermark und Barnim heiß diskutiert. Ziel: Ausbau der alternativen Stromerzeugung.

Doch die Gegner finden, dass es genug ist. Keine Anlagen in Wäldern, größere Mindestabstände zu Siedlungen, mehr Wertschätzung für das Landschaftsbild - so lauten nur einige der Forderungen. Was die Bürger wütend macht: Zwar kann ein einziger Kranich oder Schwarzstorch ein ganzes Windeignungsgebiet verhindern, nicht aber der Protest betroffener Anwohner. Immer wieder würden ihre Argumente "weggewogen", heißt es in den öffentlichen Debatten, die vor allem auf dem Lande stattfinden.

Jetzt verlangen Bündnis 90/Die Grünen und die Bürgergemeinschaft Rettet die Uckermark einen Planungsstopp aus rein menschlichen Gesichtspunkten. Der Stift der Mitarbeiter in der Planungsstelle Eberswalde soll so lange ruhen, bis eine Studie fertig ist, die über mögliche Gesundheitsrisiken durch Windkraftanlagen informiert. Man bezieht sich dabei auf eine Forderung des Bundesgesundheitsamts. "Gesundheitsgefahren sind nicht von der Hand zu weisen", so Rainer Ebeling von der Bürgerinitiative Crussow. In Sichtweite des Dorfes vor den Toren der Stadt Angermünde soll ein Windfeld auf dem Gebiet des Nachbarortes Neukünkendorf deutlich erweitert werden. Ebeling hat Angst vor den Folgen des Infra-Schalls. "Es geht hier nicht um eine Belastung wie sie jeder Kühlschrank auch hat, sondern um einen Infra-Schall riesigen Ausmaßes rund um die Uhr."

Nun flammt die Diskussion um Mindestabstände zwischen Eignungsgebieten und Wohnsiedlungen erneut auf. Hat sich bisher die Landesregierung Brandenburgs um eine einheitliche Richtlinie herumgemogelt, gerät sie jetzt durch die vom Bundestag abgesegnete Länderöffnungsklausel unter Druck. Auch in den eigenen Reihen ist die Rede von der sogenannten 10-H-Regel. Dahinter versteckt sich die Formel: Höhe des Windrades mal Faktor zehn. Bei einer 200 Meter hohen Strommühle würde ein Abstand von zwei Kilometern bindend sein.

Doch genau damit ginge die Energiestrategie Brandenburgs baden. "Da bleibt nicht mehr viel übrig", rechnet Windkraftbetreiber Jan Teut vor. Sein Berliner Büro bewirtschaftet einige Anlagen im Raum Uckermark. Teut ist, wie die Windkraftgegner auch, Mitglied im Planungsausschuss der regionalen Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim. Bislang gilt ein Mindestabstand von 800 Metern zu Häusern, künftig kommen 200 Meter hinzu. Jede Planungsregion handhabt das anders.

Nach Berechnungen der Planungsstelle sind aber ohnehin 99 Prozent der gesamten Kreisflächen durch alle erdenklichen Ausschlusskriterien tabu. Ein schwieriges Wirtschaften für die Windunternehmen, die lieber viele Anlagen konzentriert auf einer Fläche hätten.

Käme nun noch eine Landesvorgabe über vorgeschriebene Mindestabstände hinzu, würde man vor Ort überhaupt keinen Gestaltungsspielraum mehr haben, kritisiert Gustav-Adolf Haffer von der SPD Uckermark.

Das trifft auch auf die Kommunen zu. Ohnehin gibt es Bestrebungen von einigen Dörfern, den Ausbau der Windkraft zu forcieren. Dahinter stehen vor allem finanzielle Gründe. Aber auch hier verhindern alle erdenklichen Kriterien solche Bemühungen. Der Chef des Planungsausschusses, Frank Bretsch, will jegliche Diskussion darüber zulassen. Der Antrag der Uckermark-Retter kommt auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung, um allen Fraktionen die Gelegenheit zu geben, sich darauf vorzubereiten. Über einen Stopp der Planungen kann ohnehin nur die komplette Regionalversammlung entscheiden.

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Tüdelmassten.de 24.01.2015 - 12:38:21

Windkraftsatire

Auch mal nett: http://windkraftsatire.de/

Aus Crussow 21.01.2015 - 19:08:22

Im Kreis drehen...

Also lieber Tüddelmasten, nun drehen wir uns aber im Kreis! Es ging hier ursprünglich um MINDESTABSTÄNDE zur Wohnbebauung und nicht um das Ende der Energiewende! Warum die Bürgerinteressen in die Ecke drängen, unnötig?  Und nach aktuellen Informationen liegt der Windkraftausbau bereits über dem von der Bundesregierung gesetzten Ziel - also haben wir doch Spielraum, um uns über die Ausgestaltung des weiteren Ausbaus Gedanken zu machen. ‎

Tüddelmasten.de 21.01.2015 - 18:33:53

Jeder lebt in seiner eigenen Wahrheit

Tja ist wohl so, jeder lebt in seiner eigenen Wahrheit. Muss sich die Geschichte so zurechtbiegen, dass er daran glauben kann. So sind wir Menschen. Große Worte sind hier im Kommentar-Forum gewechselt worden. Nur eine Sache ist echt offen geblieben: Was ist die wirkliche Alternative zu den EE´s, die ja nichts bringen und die Landschaft verschandeln? Ernsthaft, jeder halbwegs intelligente Bürger weiß, dass die fossilen Brennstoffe endlich sind, das wir eine Verantwortung auch den folgenden Generationen gegenüber haben, dass wir nicht immer mit dem Finger auf die anderen zeigen können. Wir müssen vorangehen, zeigen dass es geht. Weil es keine Alternative gibt. Und da gehört Energieeinsparung und die ganzen anderen Dinge natürlich mit dazu, auch wenn Mensch persönlich nicht immer begeistert ist. Also wie kann es weitergehen.

Till 21.01.2015 - 17:18:27

Populismus und Dummheit sind oft Brüder im Geist

Ich erledige diese Populisten des Forums heute mit Fakten: Ums Schönreden bereinigte Wahlergebnis kann man nachlesen unter: http://www.dr-schacht.com/Landtagswahlen_in_Brandenburg_2014.pdf Danach jedoch rate ich, dass Herr/Frau WCK in sich geht und bevor weiteres verlautbart wird, den Verstand benutzt. Denken ist zwar kein Grundrecht, sondern eine Gabe natürlichen Ursprungs, aber es ist auch beim verfassen von Kommentaren sinnvoll sie zu nutzen, bevor er oder sie sich an Themen heranwagt. Bei den Populisten erkt man allzu schnell, dass in den Beiträgen für die richtige, sachdienliche Zuordnung offekundig zu weinig substanzielle Kenntnisse bestehen. Polemik schadet aber hier nicht nur WCK und Co., sondern auch der Diskussion des Zielkonfliktes und der wäre: Subventionsabsahnung durch wenige oder Erhalt von Lebensqualität für viele.

Liepnitz 21.01.2015 - 14:35:57

@WCK...ich bin der Meinung von @ aus Crussow zu Ihrer Aussage...

...aber auch von mir ein Hinweis: Wie Sie wissen sind nur 47,9 % der Wahlberechtigten zur letzten Landtagswahl gegangen. Und nun verlangen 39,2 % der gewählten Landtagsabgeordneten und nach Ihrer Aussage kommen da auch noch ein paar Grüne dazu die Einführung der 10 H-Regel. Wenn ich da mal Nichtwähler, die sich auch auf diese -zugegeben dümmste -Weise gegen die Politik der ehemaligen und nun auch neuen Landesregierung ausgesprochen haben und die gesicherten 39,2 % der durch die Abgeordneten vertretenen Bevölkerung zusammenrechne, komme ich auf 1.4 Mio Brandenburger Wahlberechtigte, die nicht von SPD oder Linken vertreten werden. Und das bei nur ca. 2 Mio Wahlberechtigten. Glauben Sie wirklich, Sie verteten die Interessen der Gesamtbevölkerung? Ob Herr Bretsch Mut oder Parteidisziplin beweist, vermag ich nicht einzuschätzen. Seine Arbeit in der Regionalversammlung verdient aber trotzdem meine Achtung und ich hoffe auch bei ihm und seiner Partei, die das Wort Sozial im Namen trägt, auf eine Neueinschätzung der Lage zu Gunsten der 10-H-Regel.

Aus Crussow 21.01.2015 - 13:24:39

Zu WCK und die Aussage "Populismus der billigsten Art"

Eigentlich sollte man auf solche Angriffe nicht eingehen. Aber hier doch an "WCK" der Hinweis, dass es auch in der SPD Befürworter von höheren Mindestabständen gibt!

wck 21.01.2015 - 13:11:20

Populismus der billigsten Art

„Monsterräder, umzingelte Dörfer, Gesundheitsgefahren“ – die Gegner der Windenergie setzen auf Populismus der billigsten Art. Sie spielen mit der Angst der Bürgerinnen und Bürger und instrumentalisieren sie für ihre politischen Zwecke. AfD, freie Wähler, CDU, sogar Teile der Grünen – geht es ihnen wirklich um Umwelt und Gesundheitsschutz? Oder geht es darum, Stimmung gegen die Landesregierung zu machen? Doch die Energiewende ist zu wichtig, um sie zwischen den politischen Fronten aufzureiben. Um in Zukunft zuverlässig und zu bezahlbaren Preisen klimafreundlichen Strom zu beziehen, geht an der Windenergie kein Weg vorbei. Statt Panikmache brauchen wir eine Politik mit Augenmaß, die die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger aber auch die wirtschaftlichen und ökologischen Belange im Blick behält. Frank Bretsch, SPD-Unterbezirksvorsitzender in der Uckermark geht in seiner Ablehnung der 10H-Regelung mutig voran und hat richtig erkannt: Damit die Energiewende in Brandenburg gelingen kann, braucht es einen vernünftigen Energiemix, zu dem auch die Windenergie gehört.

Till 21.01.2015 - 10:57:47

Was geht und wo´s Unsinn wird

Mal was zur Weiterbildung für NIMBY-Schlagwortverteiler zu diesem Problemen: Energiewende. Der teure Traum vom Ökostrom Autor: Helmut Moldaschl Verlag Edition Riedenburg Erscheinungstermin: August 2014 Umfang: 140 Seiten Format: 15,5 x 22 cm Ausstattung: Paperback ISBN: 978-3-902943-54-5 Ladenpreis: EUR 16,90 [D], EUR 17,40 [A], CHF 27,50 [CH] und abschließend ein Zitat: "... ich kann Ihnen versichern, dass "meine Chinesen" hier in ... die Deutschen mit ihrer Energiepolitik fuer Narren halten und China in der Zukunft weiter auf die Kernenergie (spaeter KKW der 4. Generation) setzen wird. Ich rechne Ihnen auch gerne vor, dass die Energiewende Deutschland in einen bitterarmen Agrarstaat umwandeln wird, und von Elektrochemie verstehe ich eine ganze Menge. Allerdings koennen die sog. "Erneuerbaren" in der Gebaeudebeheizung sinnvoll sein, daher habe ich kein Problem mit einer sinnvollen "Heiz-Energiewende", wo auch die Materialforschung noch sehr viel tun kann ... ... Meine Ansage ist sehr einfach: "Finger weg von der Kohle!" und erst mal die heutige Technik in der Gebaeudebeheizung ausreizen. Kernenergie braucht Deutschland in den kommenden 50 Jahren nicht unbedingt, darueber werden die Generation nach uns entscheiden muessen. Auch bei der Filtertechnik in Kohlekraftwerken geht noch was, ferner kann man mit Kohle auch fluessige Treibstoffe herstellen und, hat man genug Energie, das CO2 aus Kohlekraftwerken in Wertstoffe umwandeln. Die Chemie kann eine ganze Menge leisten. Ich brauche Ihnen nicht zu erzaehlen, dass Deutschland jedes Jahr nur 600 TWh an Strom, aber rund 2600 TWh fuer Heizung und Mobilitaet benoetigt."

Aus Crussow 20.01.2015 - 15:58:17

An den Unbekannten (aus?) Goeldenitz und andere Diskutanten

Auch wir verstehen die Interessen der Windkraftbranche (falls Sie dazugehören…). Bei den engagierten Bürgern, die sich gegen unterschiedlichste Formen des Windkraftausbau wehren, gibt es ja auch einige Nuancen. Einige stellen generell die Energiewende in Frage, andere wünschen sich eine ressourcenschonendere Umsetzung der Planungen, weitere stehen irgendwo dazwischen. Es gibt nicht „den Gegner“ oder auch nicht nur den notorischen „Nein-Sager“. Bitte bedenken Sie auch, dass die vom Windkraftausbau betroffenen Bürger nicht dafür verantwortlich sein können, alternative Lösungen für die Energieversorgung zu entwickeln. Literatur über die Probleme der Energiewende gibt es wahrlich reichlich in allen Medien und Diskussionsforen - da kann niemand mehr behaupten, der weitere Ausbau der Windkraft - und speziell in der vorbelasteten Uckermark - ist für das Gelingen der Energiewende unerlässlich! Es gibt viele Argumente und Theorien, was davon richtig ist, kann ich zumindest nicht abschliessend beurteilen, da fehlen mir einfach die Fachkenntnisse. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir bzw. fragt sich: Wo gibt es Energie einzusparen? Wie kann man Energie besser und kostengünstiger speichern? Wie kann die internationale Rohstoffversorgung gesichert und optimiert werden (Exporte und Importe)? Wie kann die Energiegewinnung besser zwischen den Bundesländern abgestimmt werden (schon heute Übererfüllung der Ausbauziele, wenn alles addiert wird?) Wie läuft die Abstimmung über die EU? Wie kann die Industrie in Deutschland und Europa bei den aktuellen Kosten wettbewerbsfähig bleiben? Welche Alternativen können noch stärker erforscht werden? Ich erinnere nochmal: Bei dem ursprünglichen MOZ-Bericht, zu dem hier diskutiert wird, geht es um das Thema MINDESTABSTAND von Windrädern zur Wohnbebauung!! Ein höherer Mindestabstand muss nicht per se das Ende der Energiewende und der Windkraftindustrie bedeuten! Vielleicht müssen dann eben andere Wege gefunden werden. Und: „Kompromisse“ sind ja auch nicht immer möglich, wenn ein mehr oder weniger klarer Rechtsrahmen besteht. Kein potentieller Windkraftinvestor wird auf ein Windrad verzichten, wenn dann später ein anderer Investor sein EEG-Rad dort aufbaut. Das ist verständlich. Daher müssen die Rahmenbedingungen für alle entsprechend verlässlich gestaltet werden und hier ist nun mal die Politik gefragt! Reden können wir natürlich trotzdem:-)

Liepnitz 20.01.2015 - 14:49:10

@ Goeldenitz

nun, ich bin dafür, für die Einsparung von Energie, für die Speicherung von Energie aus Wind- und Sonnenstrom, für die Erhaltung unserer Wälder und für ein lebenswertes Umfeld zum Leben. Ich bin dafür, dass Stromüberkapazitäten - durch Windstrom bedingt - nicht in die Nachbarländer verschenkt werden. Ich bin für einen vernünftigen Umgang nicht nur mit Strom, sondern auch anderen Energieformen. Ich bin dafür, dass jeder sich überlegt, was er dafür tun kann. Ich bin dafür, dass vor der weiteren Ausweisung von Windflächen und dem dauas folgenden weiteren Zubau mit Windanlagen, die Frage der Speichermöglichkeiten dieser Energieform praxistauglich geklärt wird. Ich bin damit, abgesehen vom forcierten Ausbau der Windenergie - gegen den ich bin - für die Energiestrategie 2030 unserer Landesregierung. Ich bin dafür, dass nicht jeden Tag 74 ha landwirtschaftliche Nutzflächen in Deutschland verschwinden - auch durch Solarfelder und WEA. Ich bin dafür, dass über das Thema des Energiehungers breit aufgestellt diskutiert wird. Wir können doch eine Fehlentwicklung nicht als von Gott gegeben hinnehmen, sogar dies auch noch bedienen wollen.

Goeldenitz 20.01.2015 - 14:22:45

RE: AW: NIMBY etc.

Liebe Kritiker, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich respektiere Ihre Arbeit bzw. Ihre Initiative im Sinne des "Finger auf die Wunde" legens sehr wohl. Wir können hier auch viele Einzelargumente austauschen und diese von beiden Seiten aus belegen oder widerlegen. Das können Sie gut. Das kann ich auch gut. Das Problem ist, Sie können nicht immer nur dagegen sein. In den vielen Veranstaltungen und Gesprächen denen Sie beiwohnten, haben Sie aber genau das vermittelt. Wir alle wollen aber die Energie aus der Steckdose, möglichst sauber. Leider gibt es noch keine Erzeugungsform, die unsichtbar ist und ich bin überzeugt, gegen mögliche Alternativen in Ihrer Nachbarschaft (Kohleabbau, Fracking, Atommeiler etc.) würden Sie auch aufbegehren, oder? Bitte gehen Sie konstruktiv mit Ihrer persönlichen Motivation um. Machen Sie auch Vorschläge jenseits vom pauschalen Ausbaustopp und des wiederholten Negierens der Windenergie. Andernfalls sind die bereits besagten Unterstellungen des NIMBY nicht von der Hand zu weisen. Fakt ist, unser Energiehunger und die damit verbundenen Erwartungen verändern auch unsere Landschaft. Diese Erkenntnisse hatten wir bereits mit unseren Anforderungen an Siedlungsbau, Verkehrsinfrastruktur oder Ernährungs- bzw. Landwirtschaft. Es ist keine Lösung, das einfach nur zu verneinen. Ich bin komplett "bei Ihnen", dass wir über das "Wie" sprechen müssen - Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten eingschlossen.

Aus Crussow 20.01.2015 - 13:33:28

Weder Neider noch NIMBY!

Wir sind weder Neider noch NIMBYs, wenn wir als betroffene Bürger bei der Gestaltung der Zukunft unseres Lebensraumes etwas mitreden möchten und die verschiedenen Argumente abwägen! Arbeitsplätze und Einkommen sind sicher wichtig, jedoch sind die Arbeitsplätze der Erneuerbaren-Industrie nicht wirklich auf dem freien Markt entstanden und das rechtfertigt umso weniger einen weiteren Ausbau der Windenergie. Noch ungerechter und unökonomischer geht es mit den hohen Pachtzahlungen zu: Hier werden ökonomische Grundsätze völlig außer Acht gelassen: Die externen Effekte der Windräder (ihre Höhe und Auswirkungen) werden nicht internalisiert. D.h. der Bodenbesitzer bekommt eine überdimensionale Zahlung und diejenigen Bürger drumherum, welche negative Auswirkungen der hohen Masten tragen, bekommen davon nichts! Dass man dieses System nicht gut heißen kann, hat nicht unbedingt etwas mit Neid zu tun, liebe Windanlagenbetreiber! Es führt einfach zu Verzerrungen, angefangen vom Unfrieden vor Ort bis hin zu ganzen Landschaften, in denen niemand mehr gerne wohnen möchte. Und da ist dann der gesellschaftliche Gesamtschaden noch höher als die Pachtzahlungen…. @Goeldenitz: Wir haben neben vielen anderen natürlich auch mit den potentiellen Investoren gesprochen – noch heute warte ich auf dabei versprochene Informationen, z.B. zu Möglichkeiten der Nachtabschaltung der nervigen Befeuerung von Windkraftanlagen….Das ist frustrierend! Natürlich sollte man reden, aber bisher haben uns die Diskussionen leider wenig gebracht – nicht gar nichts, aber für unsere Ziele zu wenig!

Liepnitz 20.01.2015 - 09:12:56

@ Goeldenitz

Welche Arbeitsplätze wurden wo geschaffen? Wo werden die Gewerbesteuern gezahlt? Und wieviel ? Wieviel Arbeitskräfte sind an gelicher Stelle im Tourismus beschäftigt? Bitte genau und nicht nur polemisch allgemeine Behauptungen in den Raum stellen. In unserer Gemeinde werden von den WKA-Betreibernn z.B. gar keine Gewerbesteuern bezahlt. Muss das Unternehmen immer dann nicht, wenn keine Gewinn erzielt werden Kann man über eine Vielzahl von Tochter- und Betreiberunternehmen wunderbar steuern. Es geht hier weder um Aussicht noch um Neid. Die Vergesellschaftung dieser hier angegriffenen Politik ist über die Entwicklung des Preises von Strom und die massive Landschaftszrstörung doch bereits eingetreten. Wann sind Sie das letzte Mal auf der Nauener Paltte gewesen oder A 20 gefahren? Und wie weit von Ihrer Wohnung entfernt steht eigentlich die nächste WKA?

Goeldenitz 20.01.2015 - 08:30:30

RE: Tourismus und Landschaften

Wenn es so "[...] viele Profiteure gibt. Ob nun Firmen, Kommunen oder Einzelpersonen", wie in den Kommentaren zum Ausbau der Windenergie geschrieben wird, dann scheinen eine Menge Leute in der Uckermark und in ganz Brandenburg von der Windenergie als Lebensgrundlage bzw. als Einkommensquelle zu profitieren. In der Tat hat die Windenergie nicht nur die Kulturlandschaft verändert. Gerade in der strukturschwachen Region Brandenburg gibt es auch eine Menge Arbeitsplätze in dieser Branche - direkt und indirekt. Das sollten alle bei der allgemeinen Forderung nach einem Ausbaustopp berücksichtigen. Hier können nicht immer nur persönliche Interessen im Vordergrund stehen. Die Folgen der "Vergesellschaftlichung" einer persönlichen Betroffenheit (Aussicht, Neid etc.) sollten auch mal hinterfragt werden, oder? Auch die MOZ ist mit diesem Thema in der Verantwortung ein Maß an Neutralität zu zeigen. Wie wäres es mit einem Gespräch?

liepnitz 17.01.2015 - 09:51:13

Tüdelmasten und Koch

Herzlichen Dank für Ihre Kommentare, nur so ist eine breite Diskussion möglich. Ich bin zwar gar nicht Ihrer Meinung, aber in diesem Forum sind wir immerhin schon weiter als im Brandenburger Landtag. Hier wird eben diese Diskussion nicht abgewürgt. Auch mein Dank hier an die MOZ. Wie weit steht eigentlich die nächte WKA von Ihrer Haustür entfernt da? Sind Sie persönlich körperlich betroffen - wie Frau Schmidt aus der Uckermark -oder nur in Ihrem Glauben an die Eon-Werbung oder verdienen Sie gar an der sogenannten grünen Energie Ihren Lebensunterhalt? Die Antwort interessiert mich doch sehr.

R.Ebeling 16.01.2015 - 16:58:12

Tourismus und Landschaften

Wissen Sie eigentlich wie viel Zeit, Geld und Kraft die Bürgerinitiativen in ihre Arbeit stecken? Da hat ein Windverband doch ganz andere Möglichkeiten und trotzdem sehen seine Argumente ziemlich blass aus. Übrigens ist das auch so ein Grundproblem, wenn jemand die Windkraft extrem befürwortet weiß man immer nicht, ob er in irgend einer Weise davon profitiert, da es einfach zu viele Profiteure gibt. Ob nun Firmen, Kommunen oder Einzelpersonen. Wenn in den Kommentaren dann geschrieben wird, dass sich Touristen durch Windkraftanlagen nicht vom Reiseziel Uckermark abhalten lassen, frage ich nach der Seriosität. Die Uckermark galt mal als "Toscana des Nordens" , aber das war einmal, na ja bis auf die Templiner Ecke. Aber für Landschaften hat Deutschland ja eh nichts übrig, es gehört zu den sehr wenigen Ländern die das "Europäische Landschaftsabkommen" nicht unterzeichnet haben. Obwohl gerade Deutschland zu den abwechslungsreichsten Naturlandschaften gehört, hier kann man nur sagen-Armes Deutschland.

Hans-Jürgen Klemm Sprecher BI "Hände weg vom Liepnitzwald" 16.01.2015 - 15:00:51

Dank an die Journalisten der MOZ für diesen leider noch immer nicht in allen Ausgaben veröffentlichten Artikel und die ebensowenig erschienen zwei weiteren Beiträge

Es sind die unangepassten, die mit Weitsicht und nicht verklärter Parteikonsensbrille, die mit dem Mut zu schreiben wie´s ist und nicht wie man es sich strategisch schön redet, die unseren Dank verdienen. Ee sind die Journalisten wie Herr Schwers, der den Dingen auf den Grund geht und damit wachrütteln und freie Sicht ermöglicht da, wo Lobbyisten Nebelkerzen werfen oder in Ausschüssen nur inhaltsleer rumblubbern. Daher ein großes Dankeschön auch an alle, die sich mit sachlichen und ehrlichen Beiträgen in den Kommentaren einlassen. Von Ihnen lernen wir und mit Ihnen diskutieren wir gern die verschiedenen Sichtweisen um die beste Lösung zu finden. Solch ein Herangehen nennt man Demokratie von unten und sie macht Spaß und bringt uns alle voran!

carola schmidt 16.01.2015 - 10:20:07

Windpark vor der Haustür Angermünde

Gerne lade ich die Anhänger von Windrädern zu einem erholsamen Wocjenende auf mein schönes, vor 15 Jahren auch sehr ruhiges, Grundstück ein. Geweckt wird man nicht durch nerviges Hahnengeschrei, sondern durch den sanften Schattenschlag, sehr angenehm. Es heisst ja "Morgenstund hat Gold im Mund". Frühstücken möchte man bei schönem Wetter dann auch gerne im Freien. Im Hintergrund hört man den sanften Flügelschlag, meistens verbunden mit sehr angehmen Quitschgeräuschen und klappern. So kann das Wochenende, nach einer 50 bis 60 oder mehr Stundenwoche so richtig erholsam sein. Danke allen die an dem wunderbaren "GRÜNEN STROM" beteidigt waren und sind. Danke Denen,die der Umwelt zur Liebe, ihre Ackerfláchen für 5stellige Pachtbeträge pro Windrad und Jahr zur Verfügung stellen. Danke, dass icj jähich für den"Grünen Strom" mehr bezahlen darf. Wunderbar, dass der Strom noch quer durch Deutschland gespeisst wird. Neue Arbeitsplätze und noch mehr schöne Masten und Leitungen. Davon habe ich dann auch noch was. Man möchte ja sehen und spühren weswegen die Strompreise steigen. Ich hoffe, dass diesem Unsinn bald der GELDHAHN abgedreht wird.

Aus Crussow 16.01.2015 - 09:36:28

Bedenkliche Vorwürfe von Herrn Koch

Wie kann Herr Koch der MOZ vorwerfen, dass sie über Diskussionen im Planungsausschuss berichtet? Und warum dazu noch so beleidigend? Darf ein Redakteur der MOZ nicht auch - neben anderen - über die Interessen von betroffenen Bürger berichten, ohne dafür beschimpft zu werden? Herr Koch hat zudem die Öffentlichkeitsarbeit der Windenergie als "schlecht" bezeichnet. Sie‎ lasse zu, dass "falsche" Argumente von Windenergiegegnern über Jahre "überleben". Abgesehen davon, dass die Verbände ganz offenbar eine sehr offensive und aktive und damit kostenintensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben auf unterschiedlichsten Ebenen: Was stellt sich Herr Koch denn vor? Eine von der Windkraftindustrie vorgeschriebene und gesteuerte Meinung in der Öffentlichkeit und in den Medien? An der Herr Koch aktiv mitwirken darf, um seinen Interessen nachzugehen? Das alles ist mindestens merkwürdig! In dem Bericht der MOZ ging es um Mindestabstände von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung - bei allen Fragen rund um die Windenergie ist das ein Teil-Thema, das die Betroffenen in Uckermark und Barnim interessiert!

Till 16.01.2015 - 01:28:05

@Koch & Tüdelmasten

Nicht nur das ich so langsam denke, Ihr seit ein und die selbe Person, kann ich mich wegen Eurer kurzsichtigen Verklärtheit kaum mehr wundern. Ihr drescht grüne Heilsparolen unisono von wegen NIMBY und Verstrahlung und Smok usw. usf. und unterschlagt den Lesern den Rest der Fakten. Zum Beispiel die für angeblich ökologische Windräder und die ohne Castoren in die freie Natur entlassene Radioaktivität bei der Extrahierung von Neodym in der chinesischen Mongolei über rießige Flächen, die dort die Bauern verstrahlen. Nun darf schon kein europäischer Journalist mehr dorthin reisen - so ist das mit den grünen Chinesen. Ihr verschweigt das 10 % der Bevölkerung lt. Statistik krank wurden aus Gründen beständigen Infraschalls aus viel zu nah an Wohnhäuser gebauten Windkraftwerken. Auch schon in Deutschland übrigens. Ihr überseht geflissendlich, dass es immer weniger Arbeitsplätze in dieser Windradbranche gibt, wo noch nie viele brauchte wurden, aber 100.000 in der Tourismusbranche gefährdet werden durch solch dummes gequatsche wie Urlaub unterm Windkraftwerk. Kauft Euch doch eins der entwerteten Grundstücke dort in der uckermark und zieht mit festem Wohnsitz da hin! Ihr unterschlagt dem Mitleser, dass er mit seiner Stromrechnung die angebliche "Wirtschaftlichkeit" des vermeintlichen "Ökostroms" teuer mit EEG-Umlagezuschlägen bezahlt und so gut wie keine Ökologie eine Rolle spielt. Ich bleibe dabei - Sie waren vielleicht mal als Fahrradbeauftragter des Berliner Senats eine Zeitlang ein guter grüner Mitmacher. Als Kommentator versagen Sie mit Ihren dumpfen Parolen - leider. Um @Rasim seiner Logik zu folgen schlage ich vor, dass alle erneuerbaren Energiefans sich aus reiner Quelle, ohne Subventionen mit E-Energie versorgen lassen sollten und alle Atomstromfans ebenso. @Rasim hat doch sinngemäß recht - einer wird öftermal im dunkeln sitzen und seine Suppe am Lagerfeuer köcheln und kann dann keinen Kommentar los werden. Echt schade oder auch nicht. Gute Nacht Deutschland!

Wolfgang Rasim 16.01.2015 - 00:12:48

Wind- und Sonnenanbeter Tüdelmassten und Koch

Was macht Ihr nach Vollendung der Energiewende bei längerer Dunkelflaute? Kauft teuren Kohle- und Atomstrom aus dem Ausland oder habt Ihr schon ein Hamsterrad? Das Ausland lacht sich über unsere Energiewende kaputt, investiert in die Forschung zu inhärent sicheren Kernkraftwerken und Minister Gabriel musste zugeben, dass wir für die wegen unserer "Wende" sowieso Bekloppte sind. Deutschland will Vorreiter sein, es gibt jedoch keinen Nachreiter! Wie kann man so naiv sein und glauben, mit der deutschen Energiewende das Weltklima retten zu wollen.

Tüdelmassten.de 15.01.2015 - 21:48:01

Feste Jungs macht nur weiter so....

Manomanoman, ist ja schon echt harter Tobak, wie hier vor der eigenen Haustür gekehrt wird und wie die vermeintlichen Spezialisten ihre Informationen bei vernunftkraft.de abholen. Und wie man doch der Meinung ist, das Windenergienutzung nichts bringt und das wir doch am Besten so weitermachen, wie bisher. Wir haben ja genug fossile Rohstoffe zur Energiegewinnung und der Ölpreis ist ja auch endlich wieder runter. Lange nicht mehr so billig getankt wie heute (1,10 pro l Diesel). Feste Jungs macht nur weiter so, ihr bekommt schon alles kaputt. In Peking wurde heute die überhaupt höchste Smogwarnstufe ausgerufen, die es gibt. Alte und Kinder sollten nicht mehr das Haus verlassen. Aber das ist ja in China. Hier regiert der NIMBY (für die die es nicht wissen: Not in my backyard oder in Deutsch: Nicht vor meiner Haustür). Da nehmen wir schon lieber das Atomkraftwerk in Polen, kurz hinter der Oder. Klar, Radioaktivität sieht man ja auch nicht. Aber Windkraft verschandelt die Landschaft, schreddert die Vögel, bringt ja eh nichts. Dabei geht es den BI´s doch nur darum, keine Vogenschredder, die ja auch noch ganz viel Infraschall abgeben, vor der eigenen Haustür zu haben. Purer Egoismus sag ich bloß. Keine Diskussion mehr über Klimaschutz, keine Recourcenschonung und damit Erhalt für folgende Generationen, keine Rede mehr über Verantwortung und Vorbildwirkung unseres Landes als Industrienation und das hier nicht gleich alles zusammenbricht, wenn die Politik konsequent auf Energiewende setzt. Nochmals: Feste Jungs machgt nur weiter so, ihr bekommt schon alles kaputt....

Benno Koch 15.01.2015 - 21:15:54

Märkische Oderzeitung

Warum fällt es den Journalisten der Märkischen Oderzeitung eigentlich so schwer, das Thema Windkraft mal Fachjournalisten zu überlassen? Es macht doch keinen Sinn, hier alle paar Wochen die Leute gegeneinander aufzubringen. Richtig ist, dass die Windbranche hier in der Uckermark einer der größten Arbeitgeber ist. Richtig ist, dass Autobahnen und Straßen wie die A11 oder A20 auch hier die größten Quellen für Infraschall sind - in Kilometer breiten Lärmkorridoren. Richtig ist auch, dass der Tourismus in der Uckermark insbesondere auch im Bereich der Windparks wächst und Touristen sich durch Windkraftanlagen nicht vom Reiseziel Uckermark abhalten lassen - im Gegenteil. So wie auch in anderen Regionen Brandenburgs nicht. Richtig ist auch, dass Touristen und Einwohner aus Regionen Brandenburgs mit Braunkohleabbau systematisch vertrieben wurden und durch neue Tagebaue weiterhin vertrieben werden sollen: http://fotos.benno-koch.de/v/Gefuehrte_Radtouren/Eintagesradtouren/Benno_Koch/Peitzer-Fischzug-2013a/P1450531.JPG.html Richtig ist auch, dass die tatsächliche Einspeisung aus Wind- und Solarenergie in Deutschland noch nie so hoch war wie im vergangenen Jahr und sich diese Werte bei Windkraft innerhalb von zehn Jahren verzehnfacht und bei Photovoltaik verhundertfacht haben. Und auch die tatsächliche Energieeinspeisung aus Kohlekraftwerken schwankt ungeplant täglich: http://www.eex-transparency.com/startseite/strom/deutschland/produktion/verfuegbarkeit/nichtbeanspruchbarkeit/nichtbeanspruchbarkeiten-aktuell-

Brandenburger 15.01.2015 - 21:09:10

Gesundheit und gute Lebensbedingungen

nicht nur BI's wünschen sich einen Planungsstop, ich denke auch viele Kommunalpolitiker wücnschen sich diesen, aber es heist ja dann man ist gegen die Energiewende, was natürlich vollkommener Quatsch ist. Interessiert sich denn der Städter wirklich nicht mehr für seine Heimat Brandeburg und findet es wichtiger wie er am scnellsten zum Flieger kommt. Auf jeden Fall wären die geforderten höheren Abstände ein Zeichen für den Bürger und gut auch das die Gesundheit angesprochen wurde, dafür scheint sich sonst ja keiner mehr zu interessieren, ob bei Flughafen,Straßen oder Windkraftanlagen. Bin mal gespannt, wie sich die Regionalplaner entscheiden.

Uckermmaerker 15.01.2015 - 18:47:04

Frage an Benno Koch: Wozu dieser Kommentar hier?

Herr Koch, eine Frage zu Ihrem Kommentar: Warum schreiben Sie hier etwas ueber Radwege, Windkraft und Tourismus und die Qualität der Öffentlichkeitsarbeit der Windenergiebranche? Das kommt mir irgendwie komisch vor... Sicherlich bekommen Sie nach dieser Eigenwerbung bald einen Auftrag vom Bundesverband Windenergie! Aber auch dann wird es noch genügend Touristen geben, die eine mit Windrädern zugepflasterte Uckermark nicht mehr toll finden + ganz abgesehen von den Einwohnern - um die es übrigens beim Thema Mindestabstand geht!

Till 15.01.2015 - 17:31:21

@Koch

Sie mögen ja Recht haben hinsichtlich der unzureichenden Radwegplanungen und Umsetzung, aber verstehen es nicht oder wollen seit Jahren einfach in Sachen Effektivität von Windlraftwerken nichts dazulernen. Es gibt einfach keine Gegenargumente zu unserer immer sachlich und mit Fakten hinterlegten Kritik an dem Windradwahnsinn! Sie propagieren populistisch und oberflächlich über Dinge daher, ohne sie je verstanden zu haben. Wüßten Sie was eine Lastganglinien darstellt und wie Zappelstrom entsteht und elektrische Leistungsabnahme und Frequenzstabilität gesichert in einem großen Stromverbundnetz gesichert wird und was es an Voraussetzungen dafür erfordert. Sie würden aufhören Ihre Mitbürger so zu belegen. Es wirft Ihnen ja keiner vor oder nimmt es gar übel, dass offenkundig kaum vorhandenes Fachwissen auf den Gebieten der Physik und der Energiewirtschaft besteht. Sie sollten sich jedoch so langsam einmal merken: Zu viel und noch dazu mit milliarden Aufwand subventionierter Strom ist Unsinn bei fehlender Nachfrage und fast vollständig fehlender Speicherkapazität. Ebenso ist zu wenig Stromangebot bei hoher Nachfrage echt blöd und führt zu sehr hohen Beschaffungspreisen. Diese Szenarien umschreiben das Dilemma der nicht planbaren Windstromerzeugung. Daher empfehle ich Ihnen und allen die mitlesen und VERSTEHEN wollen, suchen Sie zu Ihren Fragen Antworten bei: www.vernunftkraft.de http://www.pro-liepnitzwald.de/lastgang.html Da wird Ihnen nicht nur geholfen, sondern auch alles verständlich erklärt.

Benno Koch 15.01.2015 - 14:53:37

Nachhaltiger Tourismus und Windkraft

MIr ist nicht ganz klar, wie Andreas Schwarze darauf kommt, dass Windräder jenseits der Grenze eher selten sind. Seit wenigen Jahren findet dort ein rasanter Aufholprozess statt - und das ist auch gut so: http://fotos.benno-koch.de/v/Radfahren_in_Europa/Radfahren_in_Polen/Oder-Radweg-Polen/Gozdowice-Chwarszczany-Kostrzyn/?g2_page=6. Bei der Gelegenheit könnte Schwarze auch noch mal an die seit Jahren bestehenden schweren Wurzelaufbrüche auf dem Oder-Neiße-Radweg nördlich von Gartz (Oder) erinnert werden - also echte Probleme für den Tourismus. Das von Einzelnen immer wieder versucht wird Windkraft und Tourismus als Gegensatz darzustellen, ist bemerkenswert. Genau das Gegenteil ist der Fall. Gerade im wichtigsten Windfeld Uckermark hat nicht nur die Landesgartenschau Prenzlau alle Besucherrekorde gebrochen. Das betrifft auch den Radweg Berlin-Usedom und den Oder-Neiße-Radweg. Saubere Luft mit weniger Emissionen, weniger Landschaftszerstörung als bei der Braunkohle und weniger Abhängigkeit von Öl und Gas sind einige Argumente. Im Dezember 2014 wurde mehr Windstrom in die deutschen Netze eingespeist als alle deutschen Atomkraftwerke in einem Monat an Strom zusammen produzieren. Eine gute Entwicklung. Dagegen gibt es viele Probleme, die den Tourismus in der Uckermark und im Barnim wirklich behindern. Die fehlende Finanzierung, die fehlende Vernetzung, die fehlende Unterhaltung, die fehlenden Mindeststandards beim weiteren Ausbau der Radfernwege. Und wenn angeblich als "Radwege" ausgebaute Feldwege wie zwischen Pinnow und Herrenhof oder von Kummerow Richtung Groß Pinnow in Wahrheit nicht mal mit einem Fahrradwegweiser ausgewiesen und als billige neue Schleichwege für Kfz genutzt werden, dann sind dies Probleme, die den nachhaltigen Tourismus wirklich beeinträchtigen. Von den vielen, um nicht zu sagen fast allen umgefahrenen Schranken im Verlauf des Radweges Berlin-Usedom gar nicht zu reden. Schade, dass die Windenergiebranche eine so schlechte Öffentlichkeitsarbeit macht, dass jede noch so falsche Behauptung der Windenergiegegner offenbar über Jahre überleben kann.

Hans-Jürgen Klemm Sprecher BI "Hände weg vom Liepnitzwald" 14.01.2015 - 18:50:30

BMUB Pressedienst Nr. 005/15 -- Ländliche Entwicklung

In welcher entrückten Scheinwelt leben eigentlich unsere Bundesbürokraten in Berlin? Das fragte unlängst im Wortlaut der "Wattenrat" von der Küste und zitierte hoheitliche Veröffentlichungen: Zitate: „Die landschaftliche Vielfalt und die dezentrale Siedlungsstruktur sind besondere Kennzeichen Deutschlands und Teil seiner wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte. Um die Wertschätzung der ländlichen Räume auch unter den Bedingungen des demographischen Wandels zu erhalten, ist es erforderlich, sie als Lebens- und Wirtschaftsraum nachhaltig zu stärken. Auch als Naturräume und Orte kultureller Identität, als Heimat für viele Menschen müssen sie gestärkt werden. [...] „Als Raumordnungsministerium engagieren wir uns für die Stärkung der ländlichen Räume. Diese Regionen als Heimat eines Großteils unserer Bürger müssen attraktive Orte bleiben – zum Wohnen, Leben, Arbeiten sowie zur Erholung." Die "ländlichen Räume" werden derzeit vielerorts durch die Kommunen (Pflichtschuldig) mit Windparks vollgestellt, die die Lebensqualität der Anwohner und deren Immobilienwerte senken, Naturräume werden so "nachhaltig" zerstört. Wir fordern 10 H auch für Brandenburg und die Umstellung weg von der antiquierten Tonnenideologie/-raumplanung (qm-Raumgewinnung), hin zur qualitätsbestimmten, großräumig im Verbund aller Bundes- und Nachbarländer abgestimmten Bedarfsdeckungsplanung (kWh). Ob diese Einsichten nach Potsdam durchdringen und nicht als Besserwisserei verstanden und abgelegt werden, es muss sich bald zeigen.

Till 14.01.2015 - 18:19:44

Wie war das doch gleich?

Es stand auch in dieser Zeitung etwas davon drin, dass die Politiker sich mehr um die Bedürfnisse und Hinweise Ihrer Wähler und selbstverständlich auch Nichtwähler (also die Mehrheit der Bürger) kümmern, sie ernst nehmen und vernünftige Lösungen zu deren Problemen beschließen sollen. Da war von Abwasser und Anschließerbeiträgen, von immer mehr Bodenversiegelung, von viel zu wenig Polizei, ungenügender Ausrüstung für die Wehren und vielen weiteren Themen die Rede, auch von massiv sinkender Akzeptanz der Windräder in Wäldern und auf dem flachen Land. Nun haben wir einen neuen Aufreger - die "Wir sind das Volk" Rufer allerorts und fast reflexartig legt Politik und die Gutmenschen los. Man möchte ja sagen, ja - richtig, Schluss damit und fangt doch erst mal an zu denken Ihr Parolenbrüller. Aber dann lese ich diesen Artikel und denke mir - diese Politiker lernen es immer wieder erst, wen das Kind im Brunnen liegt. Was merke ich mir: Wir brauchen kein neues Volk, wir brauchen mehr ehrliche, vernunftbegabte, lernfähige und nicht selbstgerechte Politiker in der Spitze - überall ! Die Regionalräte und Planungsgemeinschaften werden hier für etwas verheizt, wo der Obergenosse Gabriel und viele ehrliche Wissenschaftler nun schon vor laufender Kamera in mehr als deutlichen Worten zum Stand des massenhaften Ausbaus der Windkraft sagten- ...die halten uns doch sowieso schon alle für bekloppt... Fakt ist doch: Seit Beginn der s.g. "Energiewende" wurde mehr CO2 erzeugt als eingespart. Es wurde mehr Fläche, insbesondere wertvolle Acker- und Waldflächen versiegelt als entsiegelt. Es wurde Kaufkraft im Umfang von rd. 100.000.000.000 € den Bürgern und Gewerbetreibenden, der Deutschen Kleinindustrie ufm., zu Gunsten großer Nutznieser wie Bundeshaushalt, Länderhaushalt, Planungsbüros, Grundbesitzer, Komponentenhersteller... entzogen. Der Strompreis hat sich mehr als verdoppelt und ist für rd. 800.000 Bürger der reichen BRD unbezahlbar geworden. Es wurden über 27.000 Windkraftweerke, davon rd. 3.200 in Brandenburg gebaut, doch kein einziges Kohlekraftwerk entbehrlich. Es wurden lt. Brandenburger Zentralregister tausende Fledermäuse und Vögel getötet und lt. Statistik in medizinischen Studien ca. 10% der betroffenen Landbevölkerung durch Infraschall, Schlagschatten und Lärm in Ihrem Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt und viele davon auf Grund der Dauerbelastung krank. Den Regierungsstellen liegen die Gutachten, ja sogar Erklärungen an Eides statt von Betroffener vor, doch welche Konsequenzen werden gezogen? Keine! Anträge von ebenso vom Volk gewählten Vertretern mit anderem als dem Regierungsparteibuch werden noch nicht einmal angehört und die eigenen zur Einheitsfront der Verweigerer verdonnert. Ich frage daher alle Leser: Kann sich noch einer an die Zeit der Entstehung eines Textes von Tamara Danz aus Ostzeiten erinnern? Alles wird besser... http://www.songtexte.com/songtext/silly/alles-wird-besser-bcf2156.html Nachlesen und Nachdenken erwünscht! An die Adresse der MOZ-Redaktion die Bitte: Die Regionalplanung ist für die Kreisgebiete der Uckermark und des Barnim in gänze zuständig. Ich wünschte mir, dass daher auch alle regionalausgaben diese Beiträge vollständig und nicht nur in Angermünde und dort als Online Ausgabe auch nur zum Teil zum lesen bekommen.

westen 14.01.2015 - 15:11:16

Tiere mehr wert ?

Ich bin gegen die großen Windräder in der UM. Diese wirbt doch in ihren Glanzprospekten für einen nachhaltigen naturnahen Tourismus. Es ist nicht hinzunehmen,dass der Mensch in Abwegung der Bebauung hinter den Vögeln pp steht. Was sind das nur für Volksvertreter. Hier geht es nur um den Profit einiger wenige.

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