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Trebnitz als Keimzelle für weltoffenes Europa

Immer mit der Zeit: Die neue Landrätin von Gorzow (Landsberg), Malgozata Domagala, übergab Gernot Schmidt und dem Leiter der Bildungsstätte Darius Müller (r.) eine Uhr.
Immer mit der Zeit: Die neue Landrätin von Gorzow (Landsberg), Malgozata Domagala, übergab Gernot Schmidt und dem Leiter der Bildungsstätte Darius Müller (r.) eine Uhr. © Foto: MOZ/Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 02.02.2015, 07:38 Uhr
Trebnitz (MOZ) Liederzettel auf den Tischen - wann gibt es so etwas bei einem Empfang? Bei diesem schon. Denn es war ein Empfang der Bildungs- und Begegnungsstätte Schloß Trebnitz. Ein Ort, in dem Kreativität, Gesang und politischer Diskurs Programm sind und das stets international. "Ohne die vielen Kooperationspartner auf deutscher und polnischer Seite hätten wir diesen wichtigen Preis nicht erhalten können", betonte Christoph Berendt, Vorsitzender des Schlossvereins in seiner Begrüßung. Dem Verein war am 19. November der von den Regierungen Polens und Deutschlands gemeinsam gestiftete Deutsch-Polnische Preis verliehen worden. Aus diesem Anlass hatte die Begegnungsstätte ihre Kooperationspartner auf deutscher und polnischer Seite eingeladen, um Danke zu sagen. Seit Jahren baut Trebnitz Brücken zwischen Deutschland und Polen, aber zwischen anderen Ländern. Und so passte das Lied von Rolf Zukowski bestens in diesen Rahmen. Der renommierte Hamburger Liedermacher hat seit zwei Jahren im Schloss sein Regionalbüro. Er praktiziert dort das, wovon seine Lieder erzählen. Er bringt Kinder und Jugendliche zusammen, musiziert mit ihnen.

"Lieder, die wie Brücken sind", stimmte Zukowski an und lud die Gäste zum Mitsingen ein. Rolf Zukowski gratulierte der Einrichtung, in der er sich sehr gut aufgehoben fühle. "Solch eine Arbeit und Atmosphäre des Miteinanders wäre in einer Stadt wie Hamburg nicht denkbar", lobte er.

Ulrich Ballhausen, Vorsitzender des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten, bekannte, stolz zu sein, dass Trebnitz Mitglied in diesem Verband ist. Hier werde Lokales und Internationales verbunden. Der Preis dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass außerschulische Bildungsarbeit heute unter Bedingungen der Marktwirtschaft stattfinde. Um so mehr zolle er dem Verein großen Respekt dafür, dass er seit 22 Jahren als Bildungsträger im ländlichen Raum besteht.

"Wir sehen Trebnitz inzwischen als unseren Ort", machte der Leiter der Grund- und Mittelschule Kostrzyn, Leszek Naumowicz, dem Trebnitzer Verein das schönste Kompliment. Es sei ein wunderbarer Ort, den seine Schüler immer gern ansteuern, sagte er. Landrat Gernot Schmidt betonte die Bedeutung des Preises. Vor 22 Jahren sei man angetreten, die Beziehungen Richtung Osten nicht einschlafen zu lassen. Der Auftakt erfolgte mit der Pflanzung des ersten Friedenswaldes 1991 in Werbig, weitere folgten in Polen, Brest und Moskau. "Trebnitz ist heute Keimzelle eines weltoffenen Europas", betonte Schmidt. Trebnitz stehe für die Werte, die jungen Menschen zu vermitteln sind. Dazu gehören Akzeptanz und Völkerverständigung.

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