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Bauausschuss befürwortet Änderung des Bebauungsplans für eine Fläche an der Telekomstraße

Bauen im Grünen geplant

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Brigitte Horn / 20.02.2015, 04:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Für das Biesenthaler Gebiet zwischen der Straße Zum Gerichtsberg und der so genannten Telekomstraße hat jetzt der Bauausschuss die ersten Weichen für eine geordnete bauliche Entwicklung gelegt. Der Ausschuss empfahl die Änderung des vorhandenen Bebauungsplans.

Im Zusammenhang mit der Verschönerung der Ortseinfahrten von Biesenthal strebt die Stadt schon geraume Zeit eine straßenbegleitende Bebauung im Bereich der L 200, früher Bundesstraße 2, und der Telekomstraße an. Zugleich soll dort die Verbindung zum Siedlungsbereich Grüner Winkel geschaffen werden.

Nun gibt es bereits einen neuen Eigentümer dieses Areals, der dort plant, Wohnhäuser zu errichten. Das entspricht auch den Intentionen der Stadt. Doch im Zuge der Planung des Projektes stellte sich heraus, dass es sich bei der fraglichen Fläche um ein Mischgebiet handelt. Das bedeutet, dass dort eigentlich auch Gewerbeeinrichtungen angesiedelt werden müssten.

Doch gerade dort, am Ortsausgang von Biesenthal in Richtung Melchow, wünscht die Stadt keine Gewerbestandorte, erläuterte der Vorsitzende des Bauausschusses Andreas Jahn (Fraktion CDU/Pro Danewitz). Er erinnerte in der Sitzung des Bauausschusses vom Mittwoch daran, dass der neue Eigentümer in dieser Sache auch bei den Stadtverordneten bereits vorgesprochen hat.

Nach dem geänderten Bebauungsplan ist die Fläche jetzt als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Zulässig sollen Ein- und Zweifamilienhäuser mit maximal zwei Geschossen sein. Innerhalb der neuen Siedlung sind zwei verkehrsberuhigte Zonen vorgesehen. Darüber hinaus sollen drei verschiedene Dachformen möglich sein - das Satteldach, das Walmdach und das Krüppelwalmdach, geht aus dem Entwurf der Änderung des Bebauungsplans hervor. Die Dachneigung darf sich zwischen 25 und 45 Grad bewegen.

Das in der Verlängerung der Straße Am Winkel bis zur Landesstraße 200 vorgesehene Geh-, Fahr- und Leitungsrecht löste im Ausschuss jedoch noch Diskussionen aus. Einige befürchteten, dass dies als Vorwand genutzt werden könnte, eine Art wilden Weg, der zur L 200 führt, entstehen zu lassen, was letztlich zu mehr Pflege und Unterhaltungsaufwand für die Stadt führen würde. Bei genauerer Betrachtung der Bauzeichnung wurde jedoch klar, dass diese Strecke explizit nur für die Versorgungsleitung für Trinkwasser vorgesehen ist, stellten Traude Sandeck und Peter Westen, beide sachkundige Einwohner im Bauausschuss, klar.

Nachdem die Grundsatzfragen weitgehend geklärt waren, machte der Ausschussvorsitzende darauf aufmerksam, dass der neue Eigentümer jetzt nicht sofort losbauen kann. Wenn die Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung der Änderung zustimmt, beginnt noch das Prozedere der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, darunter Behörden und Nachbarkommunen. Der Bauausschuss jedenfalls hat die Änderung einstimmig befürwortet.

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