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Grüne fordern nach Angriff auf Syrer mehr Anstrengungen gegen Rechts

"Prävention auf die Tagesordnung"

Heinz Kannenberg / 25.03.2015, 19:14 Uhr
Frankfurt (MOZ) Viele Frankfurter haben sich nach Bekanntwerden eines fremdenfeindlichen Angriffes auf fünf syrische Asylbewerber solidarisch mit den Flüchtlingen erklärt. Gefordert werden aber auch mehr Anstrengungen im Kampf gegen Rechts.

"Jede Form ausländerfeindlicher Übergriffe" sei "auf das Schärfste" zu verurteilen, sagte Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos). Der Sozialbeigeordnete Jens-Marcel Ullrich (SPD) betonte: "Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen müssen sich in unserer Stadt sicher fühlen können." Die Verwaltungsspitze verwies auf den engen Austausch mit Organisationen, die sich für Migranten einsetzen. Ebenso auf das neue Bundesprogramm zur Extremismusprävention "Demokratie leben", für das sich die Stadt beworben habe. Unterstützung müsse aber auch aus der unmittelbaren Nachbarschaft selbst kommen, so Jens-Marcel Ullrich.

Der Grünen-Kreisverband forderte unterdessen eine stärkere Unterstützung von Flüchtlingsinitiativen. "Auch der städtische Präventionsrat muss sich des Themas annehmen und die Prävention von Rechtsextremismus auf die Tagesordnung setzen", sagte Sprecher Oliver Kossack.

Robin Kendon vom interkulturellen Verein Puerto Alegre nannte die Tat einen "Schlag gegen die Frankfurter Gesellschaft." Die Frankfurter müssten zeigen, dass ihre Stadt nicht nur plakativ "sondern auch im Alltag wirklich weltoffen und freundlich ist."

Die fünf Asylbewerber waren am Sonnabend auf dem Weg zu ihrer Unterkunft in der früheren Oderland-Kaserne von Rechtsextremisten attackiert worden.

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-- -- 26.03.2015 - 14:38:47

Wem glauben Sie?

@Bernd, @Frank Furter und @Egal: Hier ist die Pressemitteilung der Polizei: http://www.internetwache.brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=12456303 In anderen Fällen wird von der Polizei so gern schnelles und konsequentes Handeln gefordert. Hier scheint es Ihnen nicht zu passen, dass konkrete - nachrpüfbare - Angaben zu den festenommenen Tatverdächtigen gemacht werden, die (sicher neben weiteren Ermittlungsergebnissen) das Einordnen der Tat durch die Polizei und die Staatsanwaltschaft begründen. Aber wenn Sie nicht gleuben wollen, was nicht in Ihr Weltbild passt ...

Egal 26.03.2015 - 12:50:26

Es mannichelt ...

mal sehen, was sich im weiteren Verlauf noch so alles herausstellen wird. Im Jahre 2006 zerplatzte die Medienkampagne um den Neu-Potsdamer Ermyas G. nach längerer Zeit dann ja auch wie eine Seifenblase.

Frank Furter 26.03.2015 - 12:34:26

Zu einseitig

Ich verurteile die Geschehnisse auf das allerschärfste, allerdings ist mir diese Form der Berichterstattung zu einseitig. Eine Medaille hat immer 2 Seiten. Ähnliches gab es vor ein paar Wochen in Dresden, als der Tod eines Asylbewerbers sofort fremdenfeindliche Hintergründe haben sollte. Stellte sich später als falsch raus ( es war ein interner Konflikt unter den Asylbewerbern), hat dann aber niemanden mehr interessiert. Und das es in Frankfurt auch schon Probleme mit Asylbewerbern gab, ist ebenfalls bekannt. Wenn Frankfurter Bürgern durch Osteuröpäern das Kfz entwendet wird oder polnische Staatsbürger gewalttätig gegen Frankfurter Bürger werden, ist dies maximal ein paar Zeilen im Polizeibericht wert. Oder äußert der OB oder Herr Ullrich auch sofort Trauer und Entsetzen über solche Sachverhalte ? Leider nein ! Wir organisieren hier Themenabende für Flüchtline, Feste und versuchen, den Asylbewerbern den Aufenthalt in unserem Land und unserer Stadt so angenehm und schön wie nur irgendmöglich zu gestalten. Das ist auch iO. Äußern allerdings Bürger Bedenken (z.B. weil in unmittelbarer Nachbarschaft neue Unterkünfte für Flüchtlinge entstehen sollen), werden sie teilweise in Schubladen gesteckt, in die sie nicht gehören. So funktioniert keine Integration ! Denn die kann niemals einseitig sein. Schade ...

John Degenkalbmann 26.03.2015 - 11:17:23

@Bernd

Die Info mit der Shisha-Bar haben nicht "die Medien" verschwiegen - nur die MOZ hat dieses Detail hier verschwiegen bzw. nicht erwähnt - leider! Gestern abend berichtete der RBB über dieses wichtige Detail mit der Shisha-Bar! Warum nicht die MOZ? Was passierte dort? Hallo Bernd, beim nächsten Kommentar hier bitte nicht gleich wieder verallgemeinern, sondern konkret die MOZ ansprechen bzw. den zuständigen Journalisten. In diesem konkreten Fall ist Herr Heinz Kannenberg der Artikel-Schreiber. Also hat er das Detail mit der Shisha-Bar unterschlagen und nicht "die Medien"!

Bernd 26.03.2015 - 09:59:13

Rechtsextreme in einer Shishabar?

Was will man uns hier wieder vormachen? Ich kann nicht ganz glauben das Rechtsextreme ihren "geselligen" Abend in einer Shishabar gemeinsam mit Asylbewerbern verbringen. Wenn dann der Abend in einer Schlägerei endet haben bestimmt beide seiten ihren Anteil daran. Diese Info haben die Medien aber wieder mal schön verschwiegen um diese Schlägerei in die Rechte Ecke zu bringen. Ich fordere eine lückenlose Aufklärung !!!

Max 26.03.2015 - 08:45:23

das gilt für alle frankfurter

Einzelheiten bedeuteten immer Schwierigkeiten und Schwierigkeiten bedeuteten eine Störung der Gemütsruhe.

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